Eryngium - Mannstreu
Edeldisteln sind mit über 200 Arten in den gemäßigten bis wärmeren Klimazonen weit verbreitet. Allen Arten gemeinsam ist, dass sie dekorative Blätter und Blüten besitzen, wobei die Blüten zu kugeligen oder zylindrischen Köpfen verdichtete Dolden sind, die wiederum oft von auffallenden, teils metallisch blau gefärbten, stark geteilten Hüllblättern kragenartig umgeben sind.
Die Blütendolden sind zu einem kopfigen Blütenstand vereint, der von dornigen Hüllblättern umgeben ist. Die spitzen, starren Kelchzähne halten Raupen und Schnecken fern, erschweren aber auch anderen Insekten ihren Besuch. Das wird aber durch reichlich vorhandenen Nektar wett gemacht. Diese holen sich verschiedene Wespenarten, Männchen der Furchenbienen und Honigbienen. Als Pollenquelle nutzen Blattschneider- und Sandbienen.
Damit präsentiert sich die Pflanze floristisch wertvoll und wird gerne auch zur Trockenbinderei (bitte über Kopf zum Trocknen aufhängen!) verwendet. Geeignete Pflanzplätze sollten voll besonnt sein und einen durchlässigen Boden aufweisen, ansonsten sind Edeldisteln genügsam. Vermehrt werden sie am einfachsten über Aussaat, ein Großteil der Sorten lässt sich allerdings nur über Wurzelschnittlinge sortenecht erhalten.
Übrigens: Die dickfleischigen Wurzeln einiger Arten wurden in England und Frankreich früher kandiert als Süßigkeit genascht und als Würzmittel für Gebäck und Gelees verwendet. In der Volksmedizin galten die auch Mannstreu genannten Pflanzen als Aphrodisiakum und wurden als Heilmittel gegen Blähungen sowie Magen-/Darmerkrankungen eingesetzt.
Quelle zu den Insekten-Informationen:
Blütenpflanzen und ihre Gäste – Teil 3, Obst- und Gartenbauverlag, München