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Juni-Preisrätsel (2020)

Herzlich willkommen bei uns auf der Jungviehweide. Es ist Juni und einfach herrlich.
Wie ein Gemälde sieht es aus das gesuchte ..., äh, ... die gesuchte Rätselpflanze. Sie hat eine frühe, spektakuläre Herbstfärbung und ist Gerüstbildner im Beet. Zusammen mit den Azubis Joana und Tobi ist heute Praktikantin Jette aus Schleswig-Holstein beim Topfen mit dabei....

„Ihr habt schon komische Namen bei Euch in Norddeutschland..."

„Komisch? Für uns sind Jette, Rieke oder Imke eher normal. Meine Schwester heißt Beeke. "

„Das mein ich nicht. Guck mal, wie unser Pflanzgut heißt! Eben hat mir Sebastian erzählt, dass es nach einer Gärtnerin aus Norddeutschland benannt ist, sie hat wohl als eine der ersten Frauen die Meisterprüfung im Gartenbau abgelegt. Mit sehr gut."

„Ach, was für ein Zufall. Ja, sie ist mir gut bekannt. Hatte sie doch ihre eigene Gärtnerei gar nicht so weit weg von uns. Bis sie gestorben ist, gab es diesen Betrieb. Ihr richtiger Name war Johanna."

Die ausgegrabenen Mutterpflanzen hatten frostfrei im Gewächshaus überwintert und im Januar schon wurden sie in kleine Teile zerlegt, die Minipflänzchen in Quickpotplatten gesteckt. Nun sind sie kräftig bestockt, etwa so groß wie ein Schnittlauch im Topf und mit Umtopfen dran. Ihre Vermehrung ist nur durch Teilung möglich, sortenecht, denn wir wollen ja genau diese Qualität, genau diese Sorte!

„Was ist jetzt das Besondere an dieser Pflanze?"

„Naja, Jette, das sieht man so noch nicht, aber schau doch mal im Katalog nach, wie diese Pflanze im Spätsommer und dann erst im Herbst dasteht. Sie gibt einem Beet sofort Struktur und eine weiche Silhouette. Super schön zu Astern, oder rot blühenden Fetthennen. Und, fast am schönsten, zu rosa Herbstanemonen."

„Hab´s gefunden, das wirkt sehr malerisch. Wirklich schön."

„Ja, sie hat, also die Gärtnerin jetzt wieder, sie hat Wildstauden gezüchtet und dabei auf naturhafte Stauden gesetzt. Damals wohl echt ganz ungewohnt, man stand wohl noch mehr auf Essigbaum, Cotoneaster und so und in der Floristik auf Nelken und Freesien. Standortgerechte Gartenbilder im Sinne Karl Foersters waren noch nicht etabliert. Sie hat aber mit ihrer floristischen Begabung und naturhaften Pflanzbildern etliche Gartenschauen bereichert und auch Medaillen errungen."

„Joana, woher weißt Du das alles?"

„Von Sebastian natürlich."

„Er hat noch erzählt, dass dieser Klassiker, mit den rotbraunen Blattspitzen deutsche Gartengestalter zur Anlage von Präriegärten angeregt hat. So gefallen sie mir auch am besten: in eher breiteren Streifen oder flächig, wie diese Präriesommer-Pflanzungen mit anderen Gräsern, Echinaceen und weißen Waldastern. Das lässt sich besser pflegen... wirkt sehr natürlich... und schafft Weite."

„Tobi, Du beschreibst ja fast ein impressionistisches Gemälde!"

Diese Gärtnerin, eine frühe Karl-Foerster-Mitarbeiterin und „Foersterianerin" ist Namensgeberin unserer Rätselpflanze. Die charismatische Person hatte selber in einer Lehrgärtnerei für „gebildete Frauen" gelernt, einer Errungenschaft aus den Anfängen der Frauenbewegung, und Ihr Wissen wiederum als Ausbilderin an viele junge Frauen weitergeben können. Googeln Sie das mal, lohnt sich!

Welche Pflanze mit perlschnurartig zusammengesetzten Rispen an überhängenden, drahtigen Halmen ist gesucht?


Fotos: © Archiv Marion Heine, SH

Preisrätsel-Frage

Welche Pflanze mit perlschnurartig zusammengesetzten Rispen an überhängenden, drahtigen Halmen ist gesucht?

Zu gewinnen

Einen von 4 Jubiläumsgutscheinen zu je 40 €

Antwort

Preisrätsel-Gewinner

Alexandra Jarzina
Birgit Widmann
Dorothee Gerlach
Stephanie Ott