Symphytum officinale – Arznei-Beinwell, Comfrey
Produktinformationen
Artikel-Nr.: 51506
Bio – Kontrollstelle DE-ÖKO-006
11 cm Topf (1 l)
Die horstig wachsende und robuste Heilpflanze mit kräftigem Wuchs ist auf feuchten Wiesen, in Gräben und an Ufern anzutreffen. Sie eignet sich am besten zu Verwendung für Feuchtwiesen aber auch für Pflanzungen auf schweren Böden in der Sonne oder im Halbschatten.
Die Blüten sind sehr nektarreich. Der Nektar kann nur von langrüsseligen Hummeln und Schnauzen-Schwebfliegen (Rhingia) auf normalem Weg erreicht werden. Andere Hummeln beißen sich durch die Blüten und kommen so an das begehrte Gut. Am Pollen bedienen sich verschiedene Bienen, wobei die Sandbiene Andrena symohyti ausschließlich Pollen der Gattung Symphytum sammelt. Die Raupen des Schönbärs (eine Schmetterlingsart) ernähren sich von den Blättern des Beinwells.
Die horstig wachsende und robuste Heilpflanze mit kräftigem Wuchs ist auf feuchten Wiesen, in Gräben und an Ufern anzutreffen. Sie eignet sich am besten zu Verwendung für Feuchtwiesen aber auch für Pflanzungen auf schweren Böden in der Sonne oder im Halbschatten.
Die Blüten sind sehr nektarreich. Der Nektar kann nur von langrüsseligen Hummeln und Schnauzen-Schwebfliegen (Rhingia) auf normalem Weg erreicht werden. Andere Hummeln beißen sich durch die Blüten und kommen so an das begehrte Gut. Am Pollen bedienen sich verschiedene Bienen, wobei die Sandbiene Andrena symohyti ausschließlich Pollen der Gattung Symphytum sammelt. Die Raupen des Schönbärs (eine Schmetterlingsart) ernähren sich von den Blättern des Beinwells.
Die kalium- und stickstoffreichen Blätter eignen sich hervorragend als Kompostierhilfe, zur Herstellung von düngender Jauche oder zum Mulchen. Blätter oder Wurzeln sollen, äußerlich angewendet, die Heilung von Wunden und (offenen) Knochenbrüchen fördern. Bei Verstauchungen, Zerrungen, Krampfadern, Gürtelrose, Rheuma, Arthritis und Muskelkater soll eine Beinwell-Salbe positive Wirkung entfalten. Der Wirkstoff Allantoin ist maßgeblich für diese Wirkung des Beinwells. Nachweislich regt er die Durchblutung an und aktiviert die Zellbildung.
Eine innerliche Anwendung der Pflanze sollte vermieden werden, da die in Beinwell enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide als leberschädigend gelten und in Tierversuchen Krebsentstehung gefördert haben.
Jürgen Dahl über Beinwell (Symphytum officinale):
„Den Pyrrodizidinalalkoloiden bin ich in besonderem Groll verbunden, denn sie sind auch im Beimwell enthalten, und Beinwellblätter wären doch, wenn sie eben keine Pyrrodizidinalalkoloiden enthielten, ein schätzendes Gemüse. Erstens sind die (besonders als Pfannkuchenfüllung) ausnehmend schmackhaft, und zweitens kann man sie unaufhörlich ernten, ohne etwas anderes zu tun als abzuwarten, bis die heruntergeschnittenen Pflanzen wieder durchgetrieben haben, was nur ein paar Tage dauert. Manchmal gönne ich mir das ungesunde Vergnügen, aber es bleibt ein Jammer, dass wir eine so bereitwillig gewährende Pflanze nicht essen dürfen und uns nur ersatzweise das Wort Pyrrodizidinalalkoloiden auf der Zunge zergehen lassen können.“
Aus: Der neugierige Gärtner
Quelle zu den Insekten-Informationen:
Blütenpflanzen und ihre Gäste – Teil 3, Obst- und Gartenbauverlag, München
Symphytum - Beinwell
Diese frühjahrsblühenden Raublattgewächse mit kräftigem Wuchs und teilweise massiver Ausläuferbildung eignen sich bestens für humose, nährstoffreiche Wiesen- oder Gehölzbereiche. Sie sind sehr wüchsig und können sich auch aus kleinen Wurzelstücken rasch wieder regenerieren.
Unter der wüchsigen Gattung finden sich etliche heimische Arten daneben auch besondere Sorten mit phantastischen Blütenfarben und schwächerem Wuchs. Beinwell und Komfrey sind seit alters her geschätzte Heilpflanzen.
Beinwell findet in großen Naturgärten, in Teichnähe, auf Feuchtwiesen und am halbschattigen Gehölzrand Verwendung - trockene Standorte werden von den meisten Sorten nicht gut vertragen. Bei ausreichend Bodenfeuchte und guter Nährstoffversorgung sind auch vollsonnige Standorte gut möglich.
Die Blüten sind sehr nektarreich. Der Nektar ist aber nur für langrüsselige Insekten, wie Hummeln und Schnauzenschwebfliegen auf normalem Weg erreichbar. Kurzrüsselige Erdhummeln und Honigbienen nagen sich druch die Blütenwand und klauen sich so den Nektar. Auch als Pollenquelle wird der Beinwell besucht - die Rote Mauerbiene und 2 Pelzbienen holen sich diesen. Die Raupen des Schönbärs ernähren sich von den Blättern.
Der Pflanzplatz sollte für Symphytum unbedingt mit Bedacht gewählt werden: Einmal eingewachsene Pflanzen können sich aus verbliebenen Wurzelstücken regenerieren. Er bleibt, ob man will oder nicht, und wird zum Freund oder Feind fürs Leben! Nach der Blüte sollte die Pflanze komplett zurückgeschnitten werden. Sie treibt rasch mit frischen Blättern wieder aus und überrascht oftmals im Herbst mit einer zweiten Blüte.
Im englischen Sprachraum wird die Bezeichnung "Comfrey" allgemein für Beinwell verwendet. Hierzulande wird jedoch unter der Bezeichnung "Comfrey" häufig Symphytum x uplandicum (alt: S. perigrinum) verstanden.
Quelle zu den Insekten-Informationen:
Blütenpflanzen und ihre Gäste – Teil 3, Obst- und Gartenbauverlag, München
Blütenfarben
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
violett
Blütezeit
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
VI–VIII
Wuchshöhe
Die Wuchshöhe wird mittels einer oder zwei Zentimeter-Angaben charakterisiert. In aller Regel wird damit eine Spannweite für die Höhenentwicklung aufgezeigt.
50 cm–100 cm
- sonnig
- absonnig
- halbschattig
Lebensbereich
Für jede Staude werden Angaben zu den (natürlichen) "Lebensbereichen" gemacht, die wiederum Aufschluss darüber geben, welche Standortverhältnisse bzw. Wuchs-Orte von der Pflanze bevorzugt werden und welche Feuchtigkeits- und Lichtverhältnisse vonnöten sind. Die einzelnen Lebensbereiche werden durch eine Aneinanderreihung von Kürzeln dargestellt.
Fr/GR2-3
- Freifläche mit Wildstaudencharakter feuchter Boden
- Freifläche mit Wildstaudencharakter frischer Boden
- Gehölz-Rand feuchter Boden
- Gehölz-Rand frischer Boden
Winterhärtezonen
Die heutzutage gängigen und verfügbaren Staudensortimente stammen aus quasi der ganzen Welt und sind damit in unterschiedlichsten Klimaten zu Hause. Ob eine hierzulande eingeführte, prinzipiell mehrjährige Pflanze dann auch tatsächlich gut gedeiht und den hiesigen Winter zu überdauern vermag, hängt nicht zuletzt von ihrer prinzipiellen Winterhärte ab.
| Zone | Temperatur in °C | Bemerkung |
|---|---|---|
| Z1 | unter -45,5 | |
| Z2 | -45,5 bis -40,1 | |
| Z3 | -40,1 bis -34,5 | |
| Z4 | -34,5 bis -28,9 | |
| Z5 | -28,8 bis -23,4 | |
| Z6 | -23,4 bis -17,8 | v. a. wintergrüne Pflanzen bei Kahlfrost schützen |
| Z7 | -17,8 bis -12,3 | v. a. wintergrüne Pflanzen bei Kahlfrost schützen |
| Z8 | -12,3 bis -6,7 | Winterschutz notwendig, z. B. aus Laub und/oder Reisig; in rauen Lagen möglichst drinnen hell und kühl überwintern |
| Z9 | -6,7 bis -1,2 | intensiver Winterschutz (z.B. mit Vlies); besser drinnen hell und kühl überwintern |
| Z10 | -1,2 bis +4,4 | frostfreie Überwinterung notwendig, 5-15 °C (z.B. Wintergarten, Treppenhaus) |
| Z11 | über +4,4 |
Z5 (-28,8 °C bis -23,4 °C)
Pflanzabstand
Der Pflanzabstand ist der Abstand in Zentimeter, den wir zwischen zwei Pflanzen gleicher Art/Sorte empfehlen. Die rechnerische Anzahl der Pflanzen pro Quadratmeter basiert auf einer Pflanzung im Dreiecksverband.
50 cm, 4,6 St./m²
Geselligkeit
- einzeln oder in kleinen Tuffs, 1-3 Pflanzen (bis max. 5)
- in kleinen Trupps von etwa 3-10 Pflanzen
- in größeren Gruppen von 10-20 Pflanzen
- in größeren Kolonien, ausgesprochen flächig
- vorwiegend großflächig
I-III
Giftklassen
Draußen in der Landschaft, aber auch im Garten und sogar in unseren Innenräumen begegnen wir immer wieder Pflanzen, die giftig sind. Wir haben uns bemüht, die Pflanzen unseres Sortiments daraufhin zu überprüfen und haben eine Einstufung in folgende Klassen vorgenommen:
- (+) = wenig giftig
- + = giftig
- ++ = stark giftig, kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen
- +++ = sehr stark giftig, schon geringe Mengen lebensgefährlich
Das Thema "Giftpflanzen" hat viele Facetten und kann an dieser Stelle keinesfalls umfassend behandelt werden. Auch können wir gewisse "Lücken" in unserer Kennzeichnung nicht ausschließen. Es sei darauf hingewiesen, dass es mehrere Giftinformationszentralen gibt, die in Notfällen Tag und Nacht Auskunft geben, u. a. die Informationszentrale gegen Vergiftungen Bonn, Tel: 0228-19240.
schwach giftig (+)
ja
ja
ja
Botanische Familie
Die botanische Familie dient der Einordnung in die biologische Systematik und steht in der Hierarchie über der bei uns als Pflanzenbezeichnung angegebenen Gattung und Art, aber unter der Ordnung.
Zum Beispiel gehört Aconitum carmichaelii 'Arendsii' zur Familie der Ranunculaceae/Hahnenfußgewächse. (Aconitum ist hier die Gattung, carmichaelii die Art) innerhalb der Ordnung der Ranunculales/Hahnenfußartige.
Boraginaceae
Wie schaut es mit der Schneckengefahr aus?
Symphytum wird auf Grund seiner Behaarung für gewöhnlich von Schnecken gemieden.
Kann ich Beinwell jetzt noch pflanzen oder sollte man das besser im Frühjahr machen?
Sie können Beinwell jetzt noch problemlos pflanzen.
Hallo, wie darf ich als "Gartenneuling" den Rückschnitt verstehen, bodennah oder doch nur die Stengel an denen die Blüten dran waren? Vielen Dank für eine Antwort
Stauden schneidet man am besten immer bodennah zurück. Wenn man nur die Blüten abschneidet, sieht die Staude oft etwas "zerrupft" aus. Bei manchen Gräsern sollte man oft ne handbreit stehen lassen - aber am besten immer so tief wie möglich zurückschneiden. So treiben die Stauden wieder schön kompakt aus.
Bitte beachten: Beim Lavendel verhält es sich anders - aber der ist ja auch keine klassische Staude, sondern ein Halbstrauch.