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Symphytum officinale – Arznei-Beinwell, Comfrey

Produktbild Symphytum officinale
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Preis: 6,30 €
ab 5 Stück 6,10 €
ab 10 Stück 5,90 €
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Produktinformationen
Artikel-Nr.: 51506
Bio – Kontrollstelle DE-ÖKO-006
11 cm Topf (1 l)


Die horstig wachsende und robuste Heilpflanze mit kräftigem Wuchs ist auf feuchten Wiesen, in Gräben und an Ufern anzutreffen. Sie eignet sich am besten zu Verwendung für Feuchtwiesen aber auch für Pflanzungen auf schweren Böden in der Sonne oder im Halbschatten. 

Die Blüten sind sehr nektarreich. Der Nektar kann nur von langrüsseligen Hummeln und Schnauzen-Schwebfliegen (Rhingia) auf normalem Weg erreicht werden. Andere Hummeln beißen sich durch die Blüten und kommen so an das begehrte Gut. Am Pollen bedienen sich verschiedene Bienen, wobei die Sandbiene Andrena symohyti ausschließlich Pollen der Gattung Symphytum sammelt. Die Raupen des Schönbärs (eine Schmetterlingsart) ernähren sich von den Blättern des Beinwells.

Die horstig wachsende und robuste Heilpflanze mit kräftigem Wuchs ist auf feuchten Wiesen, in Gräben und an Ufern anzutreffen. Sie eignet sich am besten zu Verwendung für Feuchtwiesen aber auch für Pflanzungen auf schweren Böden in der Sonne oder im Halbschatten. 

Die Blüten sind sehr nektarreich. Der Nektar kann nur von langrüsseligen Hummeln und Schnauzen-Schwebfliegen (Rhingia) auf normalem Weg erreicht werden. Andere Hummeln beißen sich durch die Blüten und kommen so an das begehrte Gut. Am Pollen bedienen sich verschiedene Bienen, wobei die Sandbiene Andrena symohyti ausschließlich Pollen der Gattung Symphytum sammelt. Die Raupen des Schönbärs (eine Schmetterlingsart) ernähren sich von den Blättern des Beinwells.

Die kalium- und stickstoffreichen Blätter eignen sich hervorragend als Kompostierhilfe, zur Herstellung von düngender Jauche oder zum Mulchen. Blätter oder Wurzeln sollen, äußerlich angewendet, die Heilung von Wunden und (offenen) Knochenbrüchen fördern. Bei Verstauchungen, Zerrungen, Krampfadern, Gürtelrose, Rheuma, Arthritis und Muskelkater soll eine Beinwell-Salbe positive Wirkung entfalten. Der Wirkstoff Allantoin ist maßgeblich für diese Wirkung des Beinwells. Nachweislich regt er die Durchblutung an und aktiviert die Zellbildung.

Eine innerliche Anwendung der Pflanze sollte vermieden werden, da die in Beinwell enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide als leberschädigend gelten und in Tierversuchen Krebsentstehung gefördert haben.

Jürgen Dahl über Beinwell (Symphytum officinale):
Den Pyrrodizidinalalkoloiden bin ich in besonderem Groll verbunden, denn sie sind auch im Beimwell enthalten, und Beinwellblätter wären doch, wenn sie eben keine Pyrrodizidinalalkoloiden enthielten, ein schätzendes Gemüse. Erstens sind die (besonders als Pfannkuchenfüllung) ausnehmend schmackhaft, und zweitens kann man sie unaufhörlich ernten, ohne etwas anderes zu tun als abzuwarten, bis die heruntergeschnittenen Pflanzen wieder durchgetrieben haben, was nur ein paar Tage dauert. Manchmal gönne ich mir das ungesunde Vergnügen, aber es bleibt ein Jammer, dass wir eine so bereitwillig gewährende Pflanze nicht essen dürfen und uns nur ersatzweise das Wort Pyrrodizidinalalkoloiden auf der Zunge zergehen lassen können.“
Aus: Der neugierige Gärtner

Quelle zu den Insekten-Informationen: 
Blütenpflanzen und ihre Gäste – Teil 3, Obst- und Gartenbauverlag, München

Symphytum - Beinwell

Diese frühjahrsblühenden Raublattgewächse mit kräftigem Wuchs und teilweise massiver Ausläuferbildung eignen sich bestens für humose, nährstoffreiche Wiesen- oder Gehölzbereiche. Sie sind sehr wüchsig und können sich auch aus kleinen Wurzelstücken rasch wieder regenerieren.

Unter der wüchsigen Gattung finden sich etliche heimische Arten daneben auch besondere Sorten mit phantastischen Blütenfarben und schwächerem Wuchs. Beinwell und Komfrey sind seit alters her geschätzte Heilpflanzen.

Beinwell findet in großen Naturgärten, in Teichnähe, auf Feuchtwiesen und am halbschattigen Gehölzrand Verwendung - trockene Standorte werden von den meisten Sorten nicht gut vertragen. Bei ausreichend Bodenfeuchte und guter Nährstoffversorgung sind auch vollsonnige Standorte gut möglich.

Die Blüten sind sehr nektarreich. Der Nektar ist aber nur für langrüsselige Insekten, wie Hummeln und Schnauzenschwebfliegen auf normalem Weg erreichbar. Kurzrüsselige Erdhummeln und Honigbienen nagen sich druch die Blütenwand und klauen sich so den Nektar. Auch als Pollenquelle wird der Beinwell besucht - die Rote Mauerbiene und 2 Pelzbienen holen sich diesen. Die Raupen des Schönbärs ernähren sich von den Blättern.

Der Pflanzplatz sollte für Symphytum unbedingt mit Bedacht gewählt werden: Einmal eingewachsene Pflanzen können sich aus verbliebenen Wurzelstücken regenerieren. Er bleibt, ob man will oder nicht, und wird zum Freund oder Feind  fürs Leben! Nach der Blüte sollte die Pflanze komplett zurückgeschnitten werden. Sie treibt rasch mit frischen Blättern wieder aus und überrascht oftmals im Herbst mit einer zweiten Blüte.

Im englischen Sprachraum wird die Bezeichnung "Comfrey" allgemein für Beinwell verwendet. Hierzulande wird jedoch unter der Bezeichnung "Comfrey" häufig Symphytum x uplandicum (alt: S. perigrinum) verstanden.

Quelle zu den Insekten-Informationen: 
Blütenpflanzen und ihre Gäste – Teil 3, Obst- und Gartenbauverlag, München 

Blütenfarbe

violett

Blütezeit

VI–VIII

Höhe

50 cm–100 cm

Lichtverhältnisse
  • sonnig
  • absonnig
  • halbschattig
Lebensbereich

Fr/GR2-3

  • Freifläche mit Wildstaudencharakter feuchter Boden
  • Freifläche mit Wildstaudencharakter frischer Boden
  • Gehölz-Rand feuchter Boden
  • Gehölz-Rand frischer Boden
Winterhärtezone

Z5 (-28,8 °C bis -23,4 °C)

Pflanzabstand

50 cm, 4,6 St./m²

Geselligkeit

I-III

Giftklasse

schwach giftig (+)

Bienenfreundlich

ja

Heimische Wildstaude

ja

Insektenweide

ja

Familie

Boraginaceae

Kundenfrage | 03. April 2023
Wie schaut es mit der Schneckengefahr aus?
Antwort | 05. April 2023
Symphytum wird auf Grund seiner Behaarung für gewöhnlich von Schnecken gemieden.

Kundenfrage | 28. September 2017
Kann ich Beinwell jetzt noch pflanzen oder sollte man das besser im Frühjahr machen?
Antwort | 29. September 2017
Sie können Beinwell jetzt noch problemlos pflanzen.

Kundenfrage | 24. Mai 2016
Hallo, wie darf ich als "Gartenneuling" den Rückschnitt verstehen, bodennah oder doch nur die Stengel an denen die Blüten dran waren? Vielen Dank für eine Antwort
Antwort | 25. Mai 2016
Stauden schneidet man am besten immer bodennah zurück. Wenn man nur die Blüten abschneidet, sieht die Staude oft etwas "zerrupft" aus. Bei manchen Gräsern sollte man oft ne handbreit stehen lassen - aber am besten immer so tief wie möglich zurückschneiden. So treiben die Stauden wieder schön kompakt aus.
Bitte beachten: Beim Lavendel verhält es sich anders - aber der ist ja auch keine klassische Staude, sondern ein Halbstrauch.

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