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Gründüngung

Erholungsurlaub für den Boden!

Wer seinem Gartenboden etwas Gutes tun will, zeitweise brach liegende Gartenflächen hat oder eine neue Pflanzung fürs Frühjahr vorbereitet, sollte sich schweißtreibendes Umgraben sparen und die sehr hilfreiche Gründüngung nutzen. Auch jetzt kann man noch Gelbsenf, Perserklee, Gelbe Lupine oder Phacelia aussäen und so für eine nachhaltige Verbesserung der Bodenqualität sorgen. Die Pflanzendecke befestigt den Boden und wirkt einer Verschlämmung entgegen, er wird tiefgründig durchwurzelt und gelockert – und das wichtigste: Aus der Grünmasse entsteht wertvoller Humus!

Denn nun kommen die im Boden lebenden Kleinlebewesen und Mikroorganismen ins Spiel. Kaum vorstellbar, aber in den obersten 30 Zentimetern eines Quadratmeters gesunden Gartenbodens leben bis zu zehn Milliarden Strahlenpilze, mehrere Hundert Millionen Einzeller und etwa 100 bis 200 Regenwürmer! Sie alle verwerten und zersetzen die Grünmasse und wandeln sie in Humus um. Wertvolle Nährstoffe werden so im nächsten Jahr als Dünger frei und der Boden kann deutlich mehr Wasser speichern.

Und so gelingt’s: Zunächst wird mittels Hacke das gröbste Unkraut entfernt. Stark verdichtete Böden sollten anschließend mit einem Kultivator durchgearbeitet werden. Eine Harke zerkleinert eventuell verbliebene Erdklumpen, sodann sät man das Saatgut breitwürfig aus. Damit die Samen einen guten Bodenkontakt bekommen, empfiehlt es sich, sie mit einem Brett oder einer Rasenwalze kurz anzudrücken. Geschafft!