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Düngung im Garten

Wie düngen Sie eigentlich Ihre Pflanzen? Nur, wer um die Nährstoffzusammensetzung seines Gartenbodens weiß, kann sinnvoll düngen. Vielleicht wird es Sie erstaunen, dass bundesweit 90% aller Gartenböden mit Nährstoffen überversorgt sind – oder sich die Nährstoffe durch ein Missverhältnis der Komponenten Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium blockieren und nicht von den Pflanzen aufgenommen werden können. Aber nur Böden, die im Gleichgewicht sind, können die Nährstoffe optimal verfügbar machen. Gut ernährte Pflanzen besitzen zudem eine deutlich größere Winterhärte und sind widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Aber woher weiß ich, wie es um meinen Gartenboden bestellt ist?

Voraussetzung für jede sinnvolle Düngemaßnahme ist eine Bodenanalyse, die für eine erträgliche Gebühr von vielen Instituten angeboten wird (ca. 14 – 30 Euro sind, je nach Labor, zu veranschlagen). Jetzt im zeitigen Frühjahr, vor eventuellen Düngemaßnahmen im Garten, ist dafür eine hervorragende Zeit. Für alle, die unserer Empfehlung nachgehen wollen, haben wir noch einen wertvollen weiterführenden Tipp: Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat das kostenlose, nicht-kommerzielle Programm »DiG – Düngung im Garten« für Privatgärtner entwickelt, das Sie sich auf der Seite der Hochschule herunterladen können: gartenbausoftware.de. Mit dieser Software ist es möglich, anhand der Ergebnisse Ihrer Bodenanalyse punktgenau den Düngebedarf zu bestimmen und den Boden gezielt mit den fehlenden Komponenten zu versorgen. Das System differenziert nach Bodenarten (schwer, mittel, leicht) und Lebensbereichen.
Das ist sehr hilfreich, denn ein Gemüsegarten erfordert eine andere Düngung als Prachtstauden, Rosen, Rasenflächen, Gehölze oder gar Steingärten. Integriert ist ein Lexikon, das als solides Fachbuch und Nachschlagewerk sehr gute Dienste leistet. So gerüstet, werden Sie nicht nur spannende Erkenntnisse gewinnen, sondern Ihrem Garten und seinen Bewohnern viel Gutes tun können!


Bildschirmfotos © Institut für Gartenbau, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf