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Beete planen

Wer träumt nicht von einem Beet, welches das ganze Jahr über attraktiv wirkt und blüht? Mit der richtigen Vorarbeit und Pflanzenauswahl muss das kein Wunsch bleiben. Schöne Staudenbeete sind keine Zufallsprodukte, sondern das Ergebnis einer sorgfältigen Planung. Gerade Gartenanfänger neigen dazu ihre Staudenbeete nicht zu planen – sie ziehen los, kaufen was gerade schön blüht und setzen alles kunterbunt durcheinander. Die erste Freude weicht so oft rasch den ersten Enttäuschungen: Passen die Standortansprüche der Stauden nicht, kümmern die Pflanzen vor sich hin und im schlimmsten Fall sind sie rasch wieder verschwunden. Um von Anfang an gute Ergebnisse zu erzielen, hier einige Punkte, die Sie bei der Planung Ihres Staudenbeets berücksichtigen sollten. Lassen Sie sich nicht entmutigen – auch bei bester Planung gibt es Ausfälle oder Pflanzen, die sich nicht wie geplant entwickeln. Kleinere oder größere Korrekturen werden immer nötig sein, da keine Staudenpflanzung von Anfang an und für alle Zeit perfekt ist!

Standort wählen, bestimmen und passende Pflanzen finden

Ausschlaggebend bei der Wahl des richtigen Standorts sollten stets die Ansprüche der Pflanzen sein. Eine Staudenauswahl mit grundverschiedenen Ansprüchen an den Pflanzplatz wird selten gelingen. Die entscheidenden Standortfaktoren sind dabei Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit und Licht. Wichtig ist zudem zu entscheiden welchen Typ Beet Sie anlegen möchten: Prachtstaudenpflanzungen, ländliche Beete, Präriegärten oder Kiesbeete. Jeder Beet-Typ hat seine eigenen Pflanzen und für jede Gestaltung werden andere Stauden benötigt um den gewünschten Charakter zu erzielen. Sehr hilfreich sind die s.g. Lebensbereiche der Stauden, die in Anlehnung an die Verhältnisse in der Natur formuliert wurden. Mit deren Hilfe kann recht einfach die passende Pflanzenauswahl getroffen werden. Die Profi-Suche in unserem Shop bietet ihnen eine entsprechende Funktion.

Neben den Standorteigenschaften spielen natürlich auch ästhetische Gesichtspunkte bei der Pflanzenauswahl eine wichtige Rolle. Blütezeiten und -farben, Wuchshöhen, Laubformen, Samenstände & Co. wollen und sollen bei der Pflanzenauswahl berücksichtigt werden.

Es geht los – Die Mischung macht’s

Aus dem großen Pool der Möglichkeiten müssen nun die Pflanzen festgelegt werden, die im geplanten Beet verwendet werden. Dafür geht man wie folgt vor:

  1. Leitstauden festlegen: Sie bilden das Gerüst einer Pflanzung und zeichnen sich durch lange Lebensdauer, mächtige, außergewöhnliche Wuchsformen und üppige Blütenfülle aus.
    Beispiele: Rittersporn, hohe Gräser, Herbst-Astern
  2. Begleitstauden in Form und Farbe mit den Leitstauden abstimmen: Sie unterstützen die Leitstauden und blühen früher, zeitgleich oder später als diese.
    Beispiele: Schafgarbe, Sonnenhut, Lampenputzergras, Wiesen-Iris, Taglilien
  3. Füllpflanzen zum Schließen der Lücken auswählen.
    Beispiele: Storchschnabel, Frauenmantel, Sommer-Salbei, Purpurglöckchen, Katzenminze
  4. Zwiebelblüher ergänzen: Sie werden im Herbst für den Frühlingsaspekt gepflanzt.
  5. Blütezeitkalender zur Überprüfung der Blütezeitabfolge erstellen.
  6. Gesamtstückzahl der Pflanzen berechnen – pro m² im Durchschnitt 6-8 Pflanzen
  7. Stückzahlen der einzelnen Pflanzen festlegen (Verteilung: ca. 10-15 % Leit-, 30-40 % Begleit- und 50-60 % Füllstauden)

Anordnung der Pflanzen

Theoretiker können sich zuerst einen Pflanzplan erstellen. Wer eher praktisch veranlagt ist, kann auch direkt im Garten loslegen und die Pflanzen auf der geplanten Fläche verteilen. Gedanklich geht man in beiden Fällen gleich vor und muss die gleichen Dinge berücksichtigen und einplanen.

Liegt das Beet vor einer Hecke oder Mauer, setzen Sie die Leitstauden am besten ganz nach hinten und lassen die Pflanzung zum vorderen Rand hin abfallen. Kann das Beet aber von allen Seiten betrachtet werden, sollten die höchsten Pflanzen in der Mitte des Beetes angesiedelt werden.

  1. Leitstauden verteilen: Sie werden in der Regel einzeln im Beethintergrund oder der Beetmitte platziert.
  2. Begleitstauden gruppieren: Sie werden als kleinere Gruppen von 3-8 Pflanzen gepflanzt.
  3. Lücken mit Füllstauden schließen: Im Pflanzplan werden diese mit einer flächigen Schraffur eingezeichnet und in größeren Gruppen von 5-15 Pflanzen eingesetzt.
  4. Den Frühling pflanzen: Zwiebelblüher in kleinen oder größeren Tuffs im Beet verteilen. Dabei darauf achten, dass diese nicht zu nahe am Beetrand angesiedelt werden. Wachsen sie hinter den später austreibenden Stauden, so kann das nach der Blüte unansehnlich einziehende Laub besser kaschiert werden.

Wer sich jetzt noch nicht an die Planung und Umsetzung des eigenen Gartens bzw. von Pflanzungen wagen möchte, der kann sich auch professionelle Unterstützung holen: Landschaftsarchitekten oder Gartenplaner übernehmen gerne die Konzeption des Gartens, auch Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau (auch: GaLaBau) planen, gestalten, bauen und pflanzen.