August-Preisrätsel (2026)

Was soll man sagen außer „uff“: Sommer, Sonne, Minzetee, Wassermangel oder Wassermassen. Das Wetter macht den Takt, der Gärtner tanzt mit. Herzlich willkommen bei uns auf der Jungviehweide.

Heute suchen wir eine Rätselpflanze, die vielen eher noch unbekannt ist. Verkannt, wie Gärtner­meister Sebastian eben zurecht sagt. Sie ist nämlich hochattraktiv, verträgt Trockenheit und ist durch ihre Blüte im Spätsommer auch für Insekten wertvoll. Wir lauschen einem Beratungsgespräch mit Herrn Ober­wälder, der gerne mit Pflanzen experimentiert.

„Ich habe sie auf einer Gartenschau in den Niederlanden entdeckt, schauen Sie doch bitte mal.“

„Oh ja, die kenne ich! Die vielblütigen, hellblauen Blütenrispen sind dicht mit den typischen helmartigen Blüten besetzt. Wir haben sie dort drüben, bei den Trockenheits-Toleranten.“

„Wissen Sie, Sebastian, ich bräuchte für meinen sonnigen Staudengarten noch ein paar blaue robuste Neulinge, die eine überwiegend gelb-weiße Pflanzung beleben. Ich dachte, die unauf­dringliche Blütenfülle und die Blüte von Spätsommer bis Frühherbst könnten das gut leisten. Ob die Pflanze hier passt –  wollen Sie mal auf mein Foto schauen?“

„Oh ja, das passt ausgezeichnet! Zu den Gräsern… schön. Die Lücke ist neben den Echinaceen?“

„Ja genau, da sollen sie hin, sie wachsen doch horstig, oder?“

„Ich empfehle hier 5-7 Pflanzen zu setzen, das ergibt eine gute Gruppe, Pflanzabstand etwa 40 cm.“

„Ich würde gerne noch etwas wissen: es wird viel geschrieben über heimische Pflanzen und es klingt immer so als seien Pflanzen aus Nordamerika irgendwie fehl am Platze…“

„Ach, wissen Sie, das ist eine Meinung. Als Gärtner sehe ich das etwas anders:  im Garten kultivieren wir Multikulti, denn alles was wächst, hat Wert. Ein Garten kann ja naturhafte heimische und internationale Ecken haben, ebenso wie Quartiere für Nutzpflanzen. Und die stammen sowieso aus aller Welt: Tomaten, Kartoffeln, Brokkoli.“

„Ach, das ist eine interessante Perspektive. Und wie gehen die Insekten damit um?“

„Insekten suchen die Pflanzen, an deren Blüten sie Nahrung finden. Unsere blauen Blüten werden hauptsächlich von Hummeln besucht, aber auch für andere Insekten ist die Pflanze nützlich. Anders als bei heimischen Pflanzen sind aber unsere Insekten nicht speziell an diese Gattung oder Art angepasst.“

Herr Oberwälder ist zufrieden und wird diese elegante, blühfreudige Staude sicher schätzen lernen.

Gemälde »Der Mann mit dem Goldhelm«, © Kreis d. Rembrandt van Rijn (1606–1669), via Wikimedia Commons

Wir begeben uns noch auf einen Exkurs zum Namen unserer Rätselpflanze, eine kleine Etüde zum Genauer-Hinschauen:

Der botanische Name bezieht sich auf ein nebensächlich erscheinendes Detail, das aber typisch ist für diese Gattung: ein kleines schildförmiges Anhängsel am Kelch, besonders gut zu erkennen nach der Blüte.

Der deutsche Namen beschreibt dagegen die bei dieser Gattung besonders markante Blütenform der schön-hellblauen Einzelblüten, die in doldentraubigen Rispen stehen: der Lippenblütler bildet breite, zweiteilige Unterlippen aus und dreilappige Oberlippen, die stark gewölbt und so zusammen gewachsen sind, dass sie hauben- oder kapuzenförmig aussehen. Ein Hinweis: nur die Seitenansicht hilft, dieses namensgebende Detail wirklich erkennen zu können. Dann ist es aber eindeutig, wie ein mittelalterlicher Helm sieht das aus, der über die Blütenblätter ragt!

Wir suchen eine Art, die in den östlichen, südöstlichen und zentralen Vereinigten Staaten von Nordamerika als attraktive „native plant“ oder „wildflower“ in trockenen Wäldern und auf Lichtungen mit ausgeglichenem Nährstoffhaushalt vorkommt. Geschüttelt:  siculartela cianna

 

Preisrätsel-Frage

Wir suchen eine Art, die in den östlichen, südöstlichen und zentralen Vereinigten Staaten von Nordamerika als attraktive „native plant“ oder „wildflower“ in trockenen Wäldern und auf Lichtungen mit ausgeglichenem Nährstoffhaushalt vorkommt. Geschüttelt:  siculartela cianna

Zu gewinnen

3 x ein Einkaufsgutschein in Höhe von 30 €

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