Juli-Preisrätsel (2025)

Herzlich willkommen bei uns auf der Jungviehweide. Es ist Juli und endlich Sommer.

Wir lauschen einer Einweisung im Mutterpflanzenquartier für Azubis und Interessierte. Interessierte das sind wir! Gärtnermeister Sebastian erläutert die aktuellen Blüh- und Kulturaspekte und auch das Thema Farbe, es geht um Rot. Und Blau. Unsere Rätselpflanze steht im Mittelpunkt.

„Woran denkt ihr, wenn es um die Farbe Rot im Garten geht?“

„Mohn.“ „Ja, Mohn.“

„Genau, so geht es fast allen, denen ich diese Frage stelle. Das mag am reinen Farbton beim Mohn liegen, reines Rot. Bei dem beliebten Motiv des „Mohnfeldes“ ist es übrigens so, dass da die Farb­kom­position mit dem meist gedämpften Grün des Getreides perfekt harmoniert und das Flächenverhältnis von kleinen, leuchtend roten Farbtupfern vor einem mittelgrünem Hintergrund so ausgewogen ist, dass sich beide Farben in ihrer Leuchtwirkung verstärken.“

„Kirschen sind auch rot.“

„Mir fallen noch Rosen ein und Pfingstrosen. Wenn ich länger nachdenke auch Phlox, Montbretie.“

„Ja, sehr gut, und was haben sie alle gemeinsam, gestalterisch betrachtet?“

„Sie ziehen die Blicke auf sich, irgendwie noch intensiver als andere Farben.“

„Sie sehen im Garten näher aus, als würden sie hervortreten. Aus der Nähe wirken sie wie Juwelen.“

„Oh, Sabrina, schön gesagt!“

„Tja, Max … danke.“

„Wir stehen hier vor einer niedrigen Pflanze, die man gerne vergisst, dabei ist sie sehr bemerkenswert: als Unterart einer heimischen Wildstaude sehr Insektenanziehend, gut trockenheitsverträglich mit langer Blütezeit und optisch ein Juwel: nämlich rotorange.“

„Ist das ein Klee?“

„Ja, aber bei dieser Pflanze gleicht kein Blatt dem anderen: die oberen Stängelblätter sind schmal und mehrzählig gefiedert, die unteren haben oft eine vergrößerte Endfieder, und die Grundblätter sind fast immer löffelförmig und ungeteilt. Wirklich kleeartig ist keines. An den Blüten sieht man aber deutlich, dass sie ein Schmetterlingsblütler ist: die 5 Blütenkronblätter sind als Fahne, Flügel und Schiffchen ausgebildet. Der Kelch ist hier verwachsen und nach der Blüte ist er wie aufgeblasen.“

„Krass, diese roten und orangen Blütenblätter, wie Lippen, fast erotisch. Wie eine unbekannte Frucht oder ein Cocktail mit sehr exotischer Deko. Ich erfinde den Pornstar-Klee-Cocktail.“

„Sie hat etwas Korallenartiges finde ich, etwas Tierisches, also irgendwie anziehend und überraschend.“

„Ja, das trifft es alles sehr gut. Man kann sie mit anderen Rot-Tönen als kompakten Blickfang im Garten einsetzen, gut beleuchtet im Zentrum. Oder so wie hier neben Skabiosen und Schafgarben wie in der Natur auf sonnigen Böschungen vergesellschaften. Noch etwas Besonderes: sie dient mehreren Bläulings-Arten als Raupenfutterpflanze, der Zwerg-Bläuling ist sogar ganz auf sie spezialisiert.“

Noch ein Tipp am Rande: Die saponinhaltige Pflanze wurde früher in der Volksmedizin bei schlecht heilenden Wunden als Wundheilmittel und bei Magen-Darm-Problemen eingesetzt.

 

Welche Fabaceae dient dem kleinsten Tagfalter Mitteleuropas als einzige Raupenfutterpflanze? Wir suchen die attraktive rote Unterart.

Preisrätsel-Frage

Welche Fabaceae dient dem kleinsten Tagfalter Mitteleuropas als einzige Raupenfutterpflanze? Wir suchen die attraktive rote Unterart.

Zu gewinnen

3 x ein Einkaufsgutschein in Höhe von 30 €

Antwort

Preisrätsel-Gewinner

Christine Beginn
Elke Fukking
Hildegard Strebel