Dezember-/Januar-Preisrätsel

Winter - so eine Art Finale und Neustart vor dem nächsten Gartenjahr. Aufräumen und alles winterfest machen, die Dinge etwas geruhlicher tun als in der Hochsaison, auch Saatgut sortieren und Werkzeuge säubern gehört dazu. Und eine Tasse Kräutertee mit Honig. Herzlich willkommen bei uns!

Wir Rätselfreunde finden uns diesmal im warmen Büro wieder und lauschen einem Kundentelefonat. Wir hören Gärtnerin Claudia, die mit einem Kunden  –natürlich- über unsere Rätselpflanze spricht:

„Ja, wir versenden weiter Saatgut, Werkzeuge und Bücher, Kataloge, Gutscheine … nur der Staudenversand pausiert.“

„Nun, das Saatgut beziehen wir vom Verein »Förderer der Gartenkultur«, es wird von Ehrenamtlichen gesammelt, gereinigt und getrocknet. Die Pflanzen selber werden auf dem Gelände des Museums der Gartenkultur angebaut und den Vertrieb übernehmen teilweise wir. Eine gute Sache.“

„Ja sicher, noch ist von allen Saaten genug da, habe ich gestern erst gesehen.“

„Nun, beim Saatgut sind außerdem für wirklich trockene Standorte noch die Disteln zu empfehlen, auch das große Zittergras wäre einen Versuch wert. Sie können im Frühjahr dann noch Stauden als ergänzende Initialpflanzungen dazu setzen.“

„Ja, auch bei den Stauden gibt es etliche, die sich für Blackbox-gardening eignen. Sie können zum Beispiel die Spornblume dazu nehmen, den Meerkohl oder auch die Präriekerze, Muskatellersalbei.“

„Oh, da kann ich viel erzählen. Zunächst für Ihr Vorhaben: wenn Sie das Saatgut einfach am Standort ausstreuen … die Pflanze etabliert sich gut, samt sich am Standort willig aus ohne lästig zu werden und ist wirklich robust. Trockenheit übersteht sie gut, dank ihrer tiefreichenden Wurzeln und durch einen dünnen Wachsüberzug gegen Verdunstung über den Blättern, der wie bläulich bereift wirkt. Und dann ist sie eine beliebte Insektenpflanze, viele Insektenarten besuchen die gut zugänglichen Blüten dieses Kreuzblütlers, also Bienen, Schwebfliegen, Käfer, Schmetterlinge. Was wollen Sie noch gerne wissen?“

„Ja, das ist auch wirklich interessant.“

„Genau, erstaunlicherweise wird sie momentan wieder stärker wahrgenommen und angebaut für Kosmetik, Medizin, Holzschutz und handwerkliche Textilfärbung. Auch in Erlebnisgärten wird die imposante Pflanze wieder gerne gepflanzt, auch wenn sie sich nicht direkt für Workshops eignet.“

„Oh ja, das ist eine höchst aufwändige Prozedur. Erst durch die enzymatischen Prozesse und Fermentation entsteht die intensive Farbe. Die Vorstufe des Farbstoffs, die in den Blättern enthalten ist, ist an sich farblos. Erst das Zermahlen, Gären und Trocknen, dann wieder das Versetzen mit Wasser und Urin, langwieriges Vergären und schließlich Oxidation nach dem Trocknen des gefärbten Stoffes. Meist war es Leinen. Aber offensichtlich war die farbige Kleidung diesen Aufwand wert … Einige Städte in Thüringen mit ihren fruchtbaren, kalkreichen Böden und ausreichend Wasser im Umfeld entwickelten  ab dem 9. Jahrhundert eine europaweit bekannte Qualitätsmarke und wurden durch Anbau und Handel sehr reich, bevor tropische …

Wie heißt die gesuchte zweijährige, bis zu 1,50 m hoch werdende Pflanze, die schon seit der Eisenzeit bei uns als Nutzpflanze bekannt ist und inzwischen an Ruderalstandorten auch verwildert anzutreffen ist. Sie ähnelt dem Raps. Der deutsche Name deutet auf seine Nutzung hin und auch der zweite, altertümlich klingende Namensteil, leitet sich aus dem Lateinischen ab und verweist auf die Farbe. 

Preisrätsel-Frage

Wie heißt die gesuchte zweijährige, bis zu 1,50 m hoch werdende Pflanze?

Zu gewinnen

3 x ein Einkaufsgutschein in Höhe von 30 €

Antwort

Preisrätsel-Gewinner

Christa Bareth
Angelika Niang
Aletta Stamhuis