August-Preisrätsel (2025)
Liegt Illertissen zufällig auch auf Ihrer Reiseroute? Herzlich willkommen bei uns auf der Jungviehweide.
In der Sommerzeit erhält Gärtnermeister Sebastian viele Anfragen von Urlaubern, die auf ihren Reisen in der warmen Jahreszeit Pflanzen entdeckt haben… so auch von Herrn Brandtner, der nach seiner Radreise hier einmal vorbeischaut. Er liebt das Mutterpflanzenquartier und trifft dort gerne Sebastian.
„Hallo Herr Brandtner, wie geht es? Sie sind ja richtig braun gebrannt!“
„Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs, zuletzt im mittleren Rheintal, Sie wissen schon, dort wo das Tal den Unesco-Schutzstatus hat, zwischen Bingen und Koblenz. Wirklich schön, das allermeiste. Übrigens ist mir dort eine Pflanze aufgefallen, eine Distel, sie wuchs wild an mehreren Stellen.“
„Ja, wenn Sie sie mir etwas genauer beschreiben…“
„Sie hat stachelige Blätter und runde – wie sagt man – Blüten? Nein, also kugelige Blüten..köpfe!“
„Blütenköpfe ist sehr gut. Sie setzen sich aus vielen Kleinstblütchen zusammen.“
„Ja genau. Ich habe solche Kugeldisteln auch in Gärten schon gesehen, also es hat mich überrascht, sie dort am Strassen- oder Uferrand zu sehen. Farblich waren sie eher hell, also weißlich-blau, sie wirkten fast metallisch und hatten meistens viele Kugelköpfe. Die Blätter fielen eher wenig auf.“
„Ich habe schon eine Vermutung. Sicher haben Sie auch wieder ein Foto dabei, richtig?“
„Stimmt, aber die Pflanze ist dort nur sehr klein, schauen Sie…“
„Ach ja, schön!“
„Das ist bei Boppard, direkt unterhalb der Böschungsmauer.“
„Ja, meine Vermutung war richtig. Diese Pflanze ist zwei- bis mehrjährig und liebt helle, warme Standorte. Zugleich bevorzugt sie nährstoffreiche, steinige Böden, was sie am Rheinufer unstrittig vorfindet. Interessant ist noch, dass sie ruderale Halbtrockenrasen und ruderale Ufer besiedelt, sie kann also sowohl mäßig trockene als auch zeitweise überflutete Areale tolerieren.“
„Ist das denn nun eine Gartenpflanze?“
„Ja auch. Die Pflanze auf Ihrem Foto ist ein Neophyt in Mitteleuropa. Sie wird als Zier- und Bienennährpflanze kultiviert, ist teils aus Gärten verwildert, stammt aber ursprünglich aus Südeuropa, West- und Zentralasien. Wir haben von dieser Gattung eine großblütige, weiße Auslese mit rötlichen Stängeln im Sortiment, die gerne für naturhafte Gärten eingesetzt wird, aber auch andere Gattungen, die ähnlich wirken. Bienen, Wespen und Tagfalter lieben sie alle.“
Noch ein paar Hinweise für die Rätselfreunde:
unsere gesuchte Rätselstaude hat fiederlappige bis fiederteilige, dornig gezähnte Blätter, die Stängel sind drüsenhaarig besetzt. Und bitte beachten: im Gaissmayer-Onlinesortiment hat die gartenwürdige Kulturform der Pflanze, also die gesuchte Auslese, synonym zum ursprünglichen Namen der Wildstaude noch einen anderen Artnamen.
Übrigens behält die schön verzweigte, bis 1 Meter hohe Pflanze auch im Winter – außer bei starkem Schneefall – ihre markante Struktur gut bei und ist als Pflanzengestalt auch bei Floristen geschätzt.
„Spannend, das hätte ich alles nicht erwartet! Ja ….. Nur manchmal frage ich mich, angesichts der ganzen Katastrophen überall, ob es eigentlich in Ordnung ist, sich mit Gärten, Pflanzen und Blüten zu beschäftigen, hmm. Was meinen Sie?“
„Wissen Sie, jeder fragt sich das ab und an. Manchmal hilft ein Ausspruch von Karl Foerster, er war Gärtner, Pflanzenzüchter und Philosoph: Der Garten ist ein kleiner Beitrag zum großen Weltfrieden.“
Wie heißt die wehrhafte, weiß blühende Staude mit igelartigen Köpfchen, ein Korbblütler?
Preisrätsel-Frage
Wie heißt die wehrhafte, weiß blühende Staude mit igelartigen Köpfchen, ein Korbblütler?