September-Preisrätsel (2022)

Herzlich willkommen bei uns auf der nun doch schon etwas herbstlichen Jungviehweide!

Wir suchen heute einen Korbblütler. Die Gattung mit über hundert Arten, die fast überall auf der nördlichen Halbkugel wachsen, besitzt auch zwei große Generationen gartenwürdiger Hybriden. Die Gattung wurde von Carl von Linné nach einem griechischen Helden benannt, der um die wundstillen¬de Heilkraft der in Eurasien heimischen Wiesenpflanze wusste.
Wir lauschen einem Beratungsgespräch mit Gärtnermeister Sebastian und einem Kunden aus Ulm.

„Ich habe sie im Urlaub auf einer Gartenschau entdeckt, und sie würde sehr gut in meinen Garten passen. Ob Sie die Staude auf dem Schnappschuss erkennen können?"

„Ja, sie ist gut zu erkennen. Diese Stauden haben wir hier drüben – und es ist jetzt auch noch gute Pflanzzeit für sie."

„Oh, es gibt ja verschiedene Rottöne...! Und mich wundert, dass sie so lange blüht?"

„Tatsächlich blüht sie im Juni/ Juli. Und bei richtigem Rückschnitt nach der Erstblüte wird eine Herbstblüte angeregt, das ist was Sie sehen. Wenn Sie ein wenig düngen und nach dem Schnitt gut wässern, gelingt Ihnen das sicher ebenso."

„Aber allzu viel gießen möchte ich sonst nicht."

„Nun, an sich ist sie anpassungsfähig und mit zeitweiser Trockenheit kommt sie gut zurecht. Explizit trockenresistent ist sie aber nicht. Und wenn ein Rückschnitt erfolgt, braucht sie natürlich Wasser."

„Gut.... Am meisten spricht mich diese Sorte hier an, der Kontrast zwischen der graugrünen Belaubung und der kräftig tomatenroten Blüte! Sagen Sie, nach wem ist diese Sorte benannt? Der Name sagt mir nichts."

„Wir haben hier eine Ernst-Pagels-Züchtung vor uns und dieser Züchter hat mit der Benennung seiner Sorten gerne Personen mit gärtnerischem oder künstlerischem Hintergrund gewürdigt. Es war ihm wichtig, dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Diese Sorte hier ist nach einem Potsdamer Land-schaftsarchitekten benannt, der bekannt wurde durch seine Gestaltungen von Wasserlandschaften mit Fontänen, Pflanzbecken sowie Sumpf- und Uferzonen etwa auf der Freundschaftsinsel in Potsdam oder im Ega-Park in Erfurt. Das war in den 1950er und 60er Jahren. Ich finde sie sehr gelungen und diese Anlagen stehen heute unter Denkmalschutz."

„Oh das ist interessant."

„Was noch wichtig für Sie ist: diese Hybriden vereinen die guten Eigenschaften zweier Elternarten und sind neben ihrer Blütenfarbe und Blühdauer auch gut standfest, wachsen horstig und wuchern nicht!"

„Standfest, das ist gut, denn ich hätte sie gerne wie auf dem Foto die Echinaceen und Gräser überragend, also 80 cm hoch sollten sie schon werden. Das wirkt sehr luftig."

„Dann nehmen Sie bitte eine höhere rote Sorte, diese hier. Sie wird bis 100 cm hoch und verändert im Verblühen ihr Farbspiel nicht ins Orangerot, sondern ins Kupfrigbraun, auch sehr schön".

Die Rätselpflanze ist eine Ernst-Pagels-Auslese von 1995, gedeiht in voller Sonne und benötigt gut drainierte Böden. Das Verändern der Farbe mit dem Altern der Blüte ist übrigens typisch und bei guten Sorten ist die Farbveränderung attraktiv. Wie heißt die gesuchte Sorte?

Preisrätsel-Frage

Wie heißt die gesuchte Sorte?

Zu gewinnen

3 x ein Einkaufsgutschein in Höhe von 30 €

Antwort