Naturgemäß gärtnern nach besonderen Prinzipien


Katharina Heberer – Geschichten aus dem grünen Ruhrgebiet

Katharina Heberer wohnt seit vielen Jahren, aber noch immer mit wachsender Begeisterung im Ruhrgebiet, in Dortmund. Hier hat sie ihren bemerkenswerten kleinen Garten in einem innerstädtischen Hinterhof gestaltet und ist ständig auf der Suche nach grünen Ruhrgebietsgeschichten: etwa dem historischen Arbeitergarten der Zeche Zollern oder der faszinierenden Flora auf den typischen Halden und Industriebrachen der Region.

Dem Thema Garten ist sie beruflich wie privat seit über 30 Jahren mit Kopf, Herz und Hand zugetan; mit Dieter Gaissmayer verbindet sie eine langjährige Freundschaft.


Eine kleine Einführung in die Permakultur, erläutert am Beispiel der Anlage in Dortmund

Wer den Garten des Dortmunder Vereins Permakultur im Stadtteil Barop betritt, merkt gleich: irgendetwas ist hier anders. Das Areal wird von einer außerordentlichen Vielfalt an Pflanzen besiedelt, es schwirrt und krabbelt überall und rechtwinklig angeordnete Gemüsebeete mit akkurat geharkter Erde sucht man hier vergebens. Manch ein Besucher denkt sicher insgeheim, was das für ein Durcheinander ist! Aber weit gefehlt: der vermeintlich »unordentliche« Garten folgt genauen Prinzipien, denen der sogenannten Permakultur. Der Gedanke ist alt, in Zeiten des Klimawandels und der Suche nach ressourcenschonenden und nachhaltigen Handlungsalternativen aber aktueller denn je.

Die Natur nachahmen: mit selbsterhaltenden Ökosystemen und geschlossenen Kreisläufen

Im Permakulturgarten wird mit der Natur gearbeitet – nicht gegen sie.

Das Konzept der Permakultur wurde Mitte der 1970er Jahre von den beiden Australiern Bill Mollison und David Holmgren entworfen. Es basiert darauf, die natürlichen Ökosysteme und Kreisläufe in der Natur genau zu beobachten (das ist das 1. Prinzip der Permakultur) und in Gartenbau und Landwirtschaft nachzuahmen – also das zu tun, was in der Natur ohne menschlichen Einfluss passiert und dabei die gegebenen Verhältnisse optimal zu nutzen.

Zu diesem Zweck wird zunächst die Fläche genau betrachtet: Welchen Boden habe ich dort und welches Klima? Wie ist die Topografie des Geländes, an welchen Stellen ist es feucht, trocken, windig, schattig oder sonnig? Wie kann ich den Standort am besten nutzen – dies aber nur unter Berücksichtigung der natürlich vorhandenen Ressourcen wie Sonne, Wasser, Wind oder dem Bodenleben?

Bei einem solchen Arbeiten mit der Natur »funktioniert« vieles dann fast von selbst, sodass ein gut angelegter Permakulturgarten später relativ pflegeleicht ist. Dem entgegen steht ein enormer Aufwand an Energie und Ressourcen, den das Wirtschaften nach konventionellen Maßstäben, aber gegen die natürlichen Gegebenheiten mit sich bringt – und letztendlich dennoch ein instabiles (Öko-)System zur Folge hat.

Permakultur ist ein kreativer Gestaltungsansatz, der auf eine Welt schwindender Energie- und Ressourcenverfügbarkeit reagiert.

David Holmgren

Der Garten besteht aus verschiedenen Elementen, die zahlreiche Funktionen haben

Die Begriffe Elemente und Funktionen spielen im Konzept der Permakultur eine wichtige Rolle, wie Ulla Riesberg in der Dortmunder Anlage erläutert. Sie ist schon seit 1999 dabei und dementsprechend gut vertraut mit der Materie – in der Theorie ebenso wie in der Praxis. Jedes Element solle mehrere Funktionen erfüllen und jede Funktion von mehreren Elementen erfüllt werden. So erreicht man eine gute Verzahnung der einzelnen Gartenbereiche und kann auf diese Weise ein stabiles System erschaffen, das gleichzeitig eine große Flexibilität aufweist.

Die Pflanzen selbst sind zum Beispiel ein Element und ihre Funktionen können sein: essbar, heilkräftig, bodenverbessernd oder ihre Eignung als Insektenweide. Einen Platz im Permakulturgarten werden vor allem solche Arten finden, die mehrere dieser Funktionen erfüllen, wie etwa der Beinwell. Er ist Bienenweide, kann als Heilpflanze genutzt werden, eignet sich zum Mulchen oder – wegen seiner hohen Kalium- und Phosphorgehalte – ebenso für die Herstellung von Jauche zur Düngung.

Aber auch die verschiedenen Gestaltungs-Elemente des Gartens sollten multifunktional angelegt sein. Ein Teich bzw. generell eine Wasserfläche ist essenzieller Bestandteil einer Permakulturanlage. Er schafft Lebensraum für Tiere und Pflanzen und verbessert das Mikroklima, indem er die Luftfeuchte erhöht, als Wärmespeicher dient und in seiner Umgebung stärkere Temperaturschwankungen ausgleicht.

Im Permakulturgarten wird er immer südlich des Gewächshauses angelegt, sodass er im Winterhalbjahr eine weitere Funktion erfüllt: Die Wasserfläche reflektiert die tiefstehende Sonne auf die Glasscheiben und sorgt so auch in der dunkleren Jahreszeit für einen maximalen Licht- und Wärmeeintrag. Das Gewächshaus wiederrum – ebenfalls ein Element – steht idealerweise direkt am Wohnhaus, um dieses mit zusätzlicher Wärme zu versorgen.

Mit Sonnenfallen und einem multifunktionalen Teich werden Licht und Wärme eingefangen

Die Steine der Sonnenfalle speichern die Wärme des Tages und schaffen ein besonderes Mikroklima.

Auch im Dortmunder Garten gibt es einen solchen Teich. Auf dem leicht nach Süden abfallenden Gelände liegt er unterhalb des Anlehngewächshauses, das an den Aufenthaltsraum der kleinen Gärtnerunterkunft gebaut ist und dort bei sonnigem Wetter auch im Winterhalbjahr für angenehme Temperaturen sorgt. Verteilt auf dem Gelände gibt es weitere kleine Wasserflächen, die der Wärmespeicherung und dem Temperaturausgleich dienen.

Zudem gibt es zahlreiche sogenannte Sonnenfallen: halbrunde, nach Süden offen angelegte, niedrige Trockenmauern, die die Wärme eines sonnigen Tages noch lange speichern und somit ein gutes Mikroklima für das so eingefasste Beet mit wärmeliebenden Pflanzen schaffen. Verstärkt wird der Effekt durch die Hinterpflanzung der Sonnenfalle mit Sträuchern oder hochwachsenden Pflanzen, die von Norden einfallenden Wind abhalten.

Auch das wichtige Permakulturprinzip der Zonierung findet sich wieder: Die intensiv genutzten Beete mit Kräutern, Gemüse oder Heilpflanzen befinden sich eher zentral, während die nur einige Wochen im Jahr genutzten Beerensträucher entlang der Wege und Grundstücksgrenzen stehen und die meisten der Obstgehölze auf der separat liegenden Obstwiese. Hier finden sich verschiedene Apfelbäume (zumeist alte Sorten wie Kaiser Wilhelm und Rheinischer Bohnapfel) sowie Kirschen, Walnuss, Birnen, Pflaumen oder Quitten und auch eher selten verwendete Obstbäume wie Mispel oder Esskastanie.

Sinnvollerweise sind hier auch die Bienenstöcke platziert, um eine gute Bestäubung sicherzustellen. Darüber muss man sich in diesem Garten allerdings kaum Sorgen machen. Wohin man schaut, schwirren und krabbeln Insekten, darunter viele seltene Wildbienenarten und Hummeln, die das vielfältige Nahrungsangebot und die »wilden«, unaufgeräumten Flächen mit zahlreichen Nist- und Winterquartieren zu schätzen wissen – Artenvielfalt ist dem System Permakultur immanent.

Gemüsevielfalt, die sich durch Selbstaussaat erhält und im Garten verbreitet – wenn sie darf …

Der Sibirische Kohl bildet prächtige Blütenstände und sät sich selbst am passenden Standort aus.

Ebenso artenreich wie die Fauna ist die Flora im Permakulturgarten. Typische Vertreter sind entweder ausdauernde Pflanzen wie Obstgehölze, Kräuterstauden und mehrjährige (Wild-)Gemüse oder solche, die sich selbst aussäen und damit auch selbst erhalten. Das ergibt zum Beispiel im Frühjahr ein ungewohntes, sehr hübsches Bild: Prächtige gelbe Blütenstände erheben sich fast einen Meter hoch aus den Gemüsebeeten in der Dortmunder Anlage – der Sibirische Kohl blüht und wird von Insekten umschwirrt.

Die Selbstaussaat hat mehrere Vorteile: Solche Pflanzen suchen sich quasi ihren optimalen Standort selbst. Wenn sie dort stehen bleiben dürfen und nicht in eine vorgeschriebene andere Ordnung gezwungen werden, sind sie an »ihrem« Platz absolut gesund und vital und bedürfen kaum einer Pflege. Auch dies ist ein Beispiel dafür, wie sinnvoll es ist, mit der Natur und nicht gegen sie zu arbeiten; sie »machen zu lassen« und nur maßvoll einzugreifen (etwa wenn sich einfach viel zu viele Pflänzchen ausgesät haben und sich gegenseitig Platz und Licht wegnehmen würden).

Auch aus einem zweiten Grund lohnt es sich, die Pflanzen in Blüte gehen zu lassen und die Samen zu ernten. Auf diese Weise können alte und rare Gemüse erhalten und sogar vermehrt werden, indem das Saatgut nach guter alter Gärtnermanier über den Zaun weitergereicht und damit ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Sortenvielfalt geleistet wird.

Beispiele für selbstaussäende Gemüse in der Dortmunder Anlage sind Feldsalat, Gartenmelde, Winterportulak, besagter Sibirischer Kohl oder das Lauchhellerkraut (Thlaspi alliaceum), ein lauch- bis kresseartig schmeckendes Kraut für die Winterernte, das beim Zerreiben deutlich nach Knoblauch duftet. Es stammt aus dem nördlichen Mittelmeerraum, ist bei uns als typisches „Ackerunkraut" bekannt – und es schmeckt einfach köstlich!

Ausdauernde Gemüsearten wie Guter Heinrich oder Ampfer: fast vergessen, trotz vieler Vorzüge

Ampfer ist ein schmackhaftes, mehrjähriges Gemüse und dazu noch ausgesprochen dekorativ.

Zu den inzwischen kaum noch verbreiteten Gemüsen zählen auch die ausdauernden Arten wie Guter Heinrich, Winterheckenzwiebel, Neuseeländer Spinat und Ampfer. Sie sind fast gänzlich vom Markt verschwunden, da sich ihr Anbau wirtschaftlich nicht lohnt. Überleben können sie nur in privaten Gärten, wo sie aber umso wertvoller sind, da es sich um unkomplizierte, schmackhafte und ertragreiche Pflanzen handelt, die viele Jahre überdauern.

Auch »Strigoli«, das Taubenkropf-Leimkraut, zählt zu dieser Gruppe, erzählt Ulla, die ein großer Fan dieser ungewöhnlichen, schmackhaften Pflanze ist. Es ist ein in Deutschland heimisches, aber weitgehend unbekanntes Wildgemüse, was in Italien hingegen als Spezialität gilt. Im Frühling werden die zarten Blätter geerntet und leicht in Butter gedünstet als »Crema di Sclopit« serviert oder sie finden Verwendung als Zutat zu Omelett, Suppen, Risotto oder Nudelgerichten. Inzwischen ist das Kraut in Italien so beliebt, dass es sogar Einzug in den kommerziellen Anbau gefunden hat.

Ziemlich beste Freunde: nutzbringende Pflanzengemeinschaften

Dicht beieinanderstehende Pflanzenpartner unterstützen sich gegenseitig im Wachstum.

In der Permakultur gibt es meist keine klassische Fruchtfolge, sondern man setzt hier auf eine Mischkultur, die auf mehrfache Weise positiv wirkt. Die Pflanzen werden so benachbart, dass sie sich im Wachstum fördern, indem sie zum Beispiel gegenseitig Schädlinge abwehren, aber auch ganz einfach so, dass ein Kohl mit seinen großen Blättern einen danebenstehenden Salat schattiert, damit dieser zart bleibt und nicht bitter wird.

Diese gegenseitige Förderung findet in der Permakultur aber nicht nur paarweise im Gemüsebeet statt, sondern es werden oft ganze Pflanzengesellschaften, sogenannte Pflanzengilden geschaffen, die sich, dicht beieinander gepflanzt, gegenseitig unterstützen und so weniger Eingriffe des Gärtners nötig machen. Eine typische Pflanzengilde ist, angelehnt an das Prinzip des »Waldgartens« mit seinen natürlichen Schichtungen, dass ein großer Baum von Sträuchern unterpflanzt wird und darunter krautige, niedrige Pflanzen angesiedelt sind.

Ein anderes berühmtes Beispiel ist die »Milpa«, eine Pflanzenkombination aus Mais, Stangenbohne und Kürbis, die schon von den Maya angebaut wurde und bis heute in Mittelamerika verbreitet ist. »Die drei Schwestern« bilden quasi eine Symbiose: Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe, die Bohnen (die zu den stickstoffsammelnden Pflanzen gehören) wiederum liefern dem Mais Nährstoffe, während die großen Blätter des Kürbis' den Boden bedecken und so vor Austrocknung und Erosion durch Regen schützen.

Auch in Dortmund wurde diese Pflanzenkombination schon ausprobiert, allerdings wird noch mit verschiedenen Sorten experimentiert, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Dies ist ein weiteres schönes Beispiel dafür, dass Biodiversität ein wichtiger und geradezu selbstverständlicher Teil des Konzepts Permakultur ist, da nur unter Berücksichtigung der ganzen Vielfalt an Arten und Sorten (auch und vor allem der nicht marktüblichen) das beste Ergebnis erzielt werden kann – im Sinne von stabil, ressourcenschonend und funktionierend.

Nicht umgraben und immer bedecken: Die Grundlage von allem ist ein gesunder Boden

Der Abfallstoff Pappe kann im Permakulturgarten nutzbringend zur Bodenpflege eingesetzt werden.

Neben den Arbeiten rund um die Kultivierung der Pflanzen gehört die Bodenpflege zu den wichtigsten Tätigkeiten im Garten. Umgraben gehört keinesfalls dazu; dies würde die natürliche Schichtung des Bodenlebens (Würmer, Käfer, Pilze oder Mikroorganismen) durcheinanderbringen. Die sauerstoffliebenden Organismen fänden sich plötzlich in der Tiefe wieder und umgekehrt und erst nach einiger Zeit wäre die funktionierende Ordnung wiederhergestellt.

Der Boden wird vielmehr gesund, feucht und locker gehalten, in dem er permanent bedeckt ist: entweder mit den lebenden, wachsenden Pflanzen (deshalb sind die ausdauernden Arten so wichtig) oder einer Mulchschicht aus Pflanzenabschnitt, Heu oder Ernteresten. In der Permakultur nimmt man dem Boden nur »vorübergehend« die Nährstoffe, der größte Teil wird zurückgeführt, da alle Pflanzenabfälle an Ort und Stelle liegenbleiben – auch dies ist ein Beispiel für das segensreiche Arbeiten mit geschlossenen Kreisläufen. Der Bewuchs mit unerwünschten Pflanzen wird mit einer solchen Mulchdecke ebenso unterdrückt wie der Wasserverlust durch Verdunstung verhindert und der Humusgehalt dauerhaft erhöht wird.

Auch um neue Beetflächen zu schaffen, ist ein Umgraben nicht nötig. Gemäß dem Motto »Abfälle sind neue Rohstoffe« wird stattdessen ein wertvoller, omnipräsenter Rohstoff verwendet, der sonst meist ungenutzt entsorgt wird: Pappkartons.

Befreit von eventuellen Klebebandresten und etwas angefeuchtet wird die Pappe flach auf dem Boden ausgebreitet, etwa auf einem Stück Wiese, das zum Beet werden soll. Die enthaltene Zellulose ist ein Leckerbissen für viele Bodenlebewesen und lockt diese geradezu an. Sie zersetzen sowohl die Pappe selbst als auch den darunter befindlichen Bewuchs und hinterlassen eine offene, lockere Bodenfläche. Um die Organismen zusätzlich zu »füttern« und ein Wegwehen der Pappe zu verhindern, wird sie mit einer dicken Schicht aus Schnittgut bedeckt.

Die Erfolgsrezepte der Natur werden im Permakulturgarten erkannt und umgesetzt

Eine ständige Mulchdecke – etwa aus Brennnesseln – schützt den Boden, hält ihn feucht und locker.

Die Vermeidung von langfristig offenen, also unbedeckten Bodenflächen ist ein anschauliches Beispiel für das Prinzip des Nachahmens der Natur, das in der Permakultur beständig angewendet wird. In der Natur gibt es diesen (unnatürlichen) Zustand üblicherweise nicht, da eine offene Bodenfläche der Witterung schutzlos ausgesetzt wäre. Sonneneinstrahlung führt dann zu Wasserverlust, Austrocknen und Verhärten, Wind trägt gerade die fruchtbaren Bodenanteile unwiederbringlich fort, Regen führt zur Verschlämmung und zum großflächigen Bodenverlust durch Erosion.

Um diese negativen Effekte zu verhindern, setzt in unseren Breitengraden natürlicherweise recht schnell eine Verbuschung und später die Waldbildung ein – um den Boden zu bedecken und damit zu schützen. In Gärten und in der Landwirtschaft braucht man aber natürlich freie Flächen zum Anbau der gewünschten Pflanzen. Man könnte also den Boden ständig bearbeiten, um allen unerwünschten Bewuchs zu entfernen oder – wie in der konventionellen Landwirtschaft – gar Herbizide ausbringen. In einem Permakulturgarten hilft dagegen die ständige Bedeckung des Bodens mit einer Mulchschicht mit all ihren positiven Auswirkungen.

Permakultur mit Tradition: Der Dortmunder Garten war der erste in Deutschland

Ulla Riesberg ist schon seit 1999 engagierte Gärtnerin in der Permakulturanlage in Dortmund.

Auch für die Vereinsmitglieder in Dortmund ist das Gärtnern ein stetiger Prozess und ganz im Sinne des ersten Prinzips der Permakultur »Beobachte und interagiere« eine ständige Entwicklung und ein fortlaufendes Lernen. Es gibt diese Anlage schon sehr lange; sie wurde Mitte der 1980er Jahre von Declan und Margot Kennedy zusammen mit Raumplanern der Uni Dortmund und anderen Interessenten gegründet und ist damit der älteste Permakulturgarten Deutschlands. Er ist Teil des sogenannten UmweltKulturParks, eine etwa 12 Hektar großen Fläche, die seit 2018 zum Beispiel auch den Mitmach-Weinberg der Emschergenossenschaft beheimatet. Das Areal war ursprünglich konventionell genutztes Acker- und Weideland und diente teilweise auch als Ausgleichsfläche für den Bau der unweit gelegenen Dortmunder Universität.

Der Förderverein Permakultur Dortmund e.V. besteht zurzeit aus zehn aktiven Mitgliedern. Das ist recht wenig, sieht man sich die Größe der Anlage an, die aus zahlreichen, großen und kleinen Freilandbeeten, der Obstwiese, dem kleinen Gewächshaus sowie zwei größeren Folienhäusern besteht und eine immense Vielzahl an Pflanzen beheimatet. Aber es gibt eine verstärkte Nachfrage, denn die Prinzipien der Permakultur bieten gute Alternativen für die größer werdenden Herausforderungen, die der Klimawandel mit zunehmenden Extremwetterlagen für die Gärtner mit sich bringt.

BesucherInnen und potentielle neue Mitglieder sind willkommen: Aktuell gibt es einen Turnus von zwei festen Arbeitseinsätzen im Monat; künftig soll es für Interessierte darüber hinaus regelmäßig samstags möglich sein, in die Gartenarbeit hineinzuschnuppern und die Vereinsmitglieder bei der Arbeit zu unterstützen. Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten des Vereins finden sich auf der Homepage www.umweltkulturpark.de

Kontakt: [email protected]
Anschrift: Dortmund-Barop, Ostenbergstraße, Eingang gegenüber der Katholischen Hochschulgemeinde Hausnummer 107

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