Christoph Fischer – Pionier der Effektiven Mikroorganismen
Ein Beitrag von Heike SicconiEs ist inzwischen über 30 Jahre her, dass Christoph Fischer, damals Gartenplaner, die Wirksamkeit der Effektiven Mikroorganismen (EM) entdeckte. Heike Sicconi hat ihn für eine Folge ihres beliebten GartenRadio besucht und erfahren, wie EM und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten letztendlich zu Christoph Fischers Lebensthema wurden. Wie er mit Hartnäckigkeit und wachsender Überzeugung daran ging, EM für Böden, Pflanzen und sogar Tiere nutzbar zu machen, erzählt er so spannend wie unterhaltsam.
Die Idee, Effektive Mikroorganismen einzusetzen, geht auf den japanischen Agrarwissenschaftler Teruo Higa zurück. Er prägte in den 1980er Jahren auch den Begriff »Effective Microorganisms (EM)«. EM sind kein Dünger, und doch macht ihre Anwendung den Boden fruchtbarer, die Pflanzen vitaler und gesünder – und sogar als effektives, völlig giftfreies Putzmittel werden sie genutzt.
In Japan, China und Indien gehören EM-Anwendungen in gärtnerischen Kulturen, Landwirtschaft, Abwasserbehandlung und Bodenpflege längst zum Standard. Europa tut sich da deutlich schwerer. Die Wissenschaft reagiert zurückhaltend, denn Studien sind rar, die vorliegenden Daten deshalb wenig aussagekräftig. Immerhin: Im Nachbarland Österreich sind EM-Anwendungen gängige Praxis, und hierzulande gilt Christoph Fischer als EM-Pionier. Im betriebseigenen Kräutergarten werden Mikroorganismen für die Herstellung von den Blattoberflächen geerntet. Christoph Fischer und sein Team erproben und entwickeln immer neue EM-basierte Produkte für Gärten, Landwirtschaft, aber auch Haushalt und Körperpflege. Sein Unternehmen ist eines der größeren unter den mittlerweile rund zwei Dutzend EM-produzierenden Betrieben in Deutschland. Es ist Gemeinwohl-zertifiziert und wurde 2025 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
Text und Fotos: Heike Sicconi