Glycyrrhiza glabra – Süßholz, Lakritze
Produktinformationen
Artikel-Nr.: 74052
Bio – Kontrollstelle DE-ÖKO-006
9 cm Topf (0.5 l)
In Bauerngärten war Süßholz früher eine verbreitete Nutz- und Heilpflanze für tiefgründige, fruchtbare, feuchte Böden. Die Schmetterlingsblüten erscheinen in lockeren Trauben. Getrocknete Wurzeln werden zur Zahnreinigung und als Katermittel verkauft. Der eingedickte Extrakt aus der Wurzel wird für Lakritze sowie für verdauungsfördernde Liköre verwendet. Er wirkt abführend und fördert den Gallenfluss, außerdem löst er Schleim bei Erkrankung der oberen Atemwege.
In Bauerngärten war Süßholz früher eine verbreitete Nutz- und Heilpflanze für tiefgründige, fruchtbare, feuchte Böden. Die Schmetterlingsblüten erscheinen in lockeren Trauben. Getrocknete Wurzeln werden zur Zahnreinigung und als Katermittel verkauft. Der eingedickte Extrakt aus der Wurzel wird für Lakritze sowie für verdauungsfördernde Liköre verwendet. Er wirkt abführend und fördert den Gallenfluss, außerdem löst er Schleim bei Erkrankung der oberen Atemwege.
Die Staude aus der Familie der Schmetterlingsblütengewächse mit dem ausgedehnten Wurzelsystem ist im Mittelmeergebiet heimisch. Sie ist Ausläufer bildend. Zu pharmazeutischen Zwecken werden die Wurzeln verwendet. Die Rhizome werden im Herbst geerntet.
Süßholz enthält Glycyrrhizin, das bis zu 40-mal süßer als Zucker ist. Der gemahlene, getrocknete Süßholzsaft kann deshalb z.B. zum Süßen von Joghurts verwendet werden. Eine Tinktur aus der Wurzel gilt als entzündungshemmendes Mittel bei Arthritis oder Allergien, als verdauungsförderndes Heilmittel sowie als schleimlösend und lindernd bei Lungenleiden. Süßholz erhöht die Magensaftabsonderung und hat sich bei nervösen Magenbeschwerden und Darmkoliken als nützlich erwiesen. Ein Absud dient zur Behandlungen von Magenübersäuerung und Magengeschwüren. Süßholz ist in vielen Abführmitteln enthalten. Auch hormonelle Wirkungen wurden ihm immer wieder nachgesagt. Bei bestimmten Leberproblemen und Bluthochdruck sollte Süßholz vermieden werden, ebenso in der Schwangerschaft, bei Nierenfunktionsstörungen und Kaliummangel.
Blütenfarben
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
blassblau
Blütezeit
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Juli–September
Wuchshöhe
Die Wuchshöhe wird mittels einer oder zwei Zentimeter-Angaben charakterisiert. In aller Regel wird damit eine Spannweite für die Höhenentwicklung aufgezeigt.
120 cm
- sonnig
- absonnig
- halbschattig
Lebensbereich
Für jede Staude werden Angaben zu den (natürlichen) "Lebensbereichen" gemacht, die wiederum Aufschluss darüber geben, welche Standortverhältnisse bzw. Wuchs-Orte von der Pflanze bevorzugt werden und welche Feuchtigkeits- und Lichtverhältnisse vonnöten sind. Die einzelnen Lebensbereiche werden durch eine Aneinanderreihung von Kürzeln dargestellt.
GR/Fr1-2
- Freifläche mit Wildstaudencharakter frischer Boden
- Freifläche mit Wildstaudencharakter trockener Boden
- Gehölz-Rand frischer Boden
- Gehölz-Rand trockener Boden
Winterhärtezonen
Die heutzutage gängigen und verfügbaren Staudensortimente stammen aus quasi der ganzen Welt und sind damit in unterschiedlichsten Klimaten zu Hause. Ob eine hierzulande eingeführte, prinzipiell mehrjährige Pflanze dann auch tatsächlich gut gedeiht und den hiesigen Winter zu überdauern vermag, hängt nicht zuletzt von ihrer prinzipiellen Winterhärte ab.
| Zone | Temperatur in °C | Bemerkung |
|---|---|---|
| Z1 | unter -45,5 | |
| Z2 | -45,5 bis -40,1 | |
| Z3 | -40,1 bis -34,5 | |
| Z4 | -34,5 bis -28,9 | |
| Z5 | -28,8 bis -23,4 | |
| Z6 | -23,4 bis -17,8 | v. a. wintergrüne Pflanzen bei Kahlfrost schützen |
| Z7 | -17,8 bis -12,3 | v. a. wintergrüne Pflanzen bei Kahlfrost schützen |
| Z8 | -12,3 bis -6,7 | Winterschutz notwendig, z. B. aus Laub und/oder Reisig; in rauen Lagen möglichst drinnen hell und kühl überwintern |
| Z9 | -6,7 bis -1,2 | intensiver Winterschutz (z.B. mit Vlies); besser drinnen hell und kühl überwintern |
| Z10 | -1,2 bis +4,4 | frostfreie Überwinterung notwendig, 5-15 °C (z.B. Wintergarten, Treppenhaus) |
| Z11 | über +4,4 |
Z7 (-17,8 °C bis -12,3 °C)
Pflanzabstand
Der Pflanzabstand ist der Abstand in Zentimeter, den wir zwischen zwei Pflanzen gleicher Art/Sorte empfehlen. Die rechnerische Anzahl der Pflanzen pro Quadratmeter basiert auf einer Pflanzung im Dreiecksverband.
80 cm, 1,8 St./m²
Frühjahrspflanzung empfohlen
Geselligkeit
- einzeln oder in kleinen Tuffs, 1-3 Pflanzen (bis max. 5)
- in kleinen Trupps von etwa 3-10 Pflanzen
- in größeren Gruppen von 10-20 Pflanzen
- in größeren Kolonien, ausgesprochen flächig
- vorwiegend großflächig
I
Schneckenfraß
keine Gefahr
relativ geringe Gefahr
geringe Gefahr
keine Gefahr
Botanische Familie
Die botanische Familie dient der Einordnung in die biologische Systematik und steht in der Hierarchie über der bei uns als Pflanzenbezeichnung angegebenen Gattung und Art, aber unter der Ordnung.
Zum Beispiel gehört Aconitum carmichaelii 'Arendsii' zur Familie der Ranunculaceae/Hahnenfußgewächse. (Aconitum ist hier die Gattung, carmichaelii die Art) innerhalb der Ordnung der Ranunculales/Hahnenfußartige.
Fabaceae
Ich habe gelesen, dass erst ab dem vierten Jahr eine Ernte möglich sei, ist dies auch bei Ihren vorgezogenen Pflanzen so? Sind die Blüten gut für Insekten?
Süßholz ist insektenfreundlich, wenn auch kein enormer Insektenmagnet wie manch andere Staude, die Blüten sind aber wertvoll für Krabbler und Schwirrer.
Tatsächlich muss man ein paar Jahre warten, bis man die Wurzeln das erste Mal beernten kann, ca. 3-4 Jahre. Wichtig dabei ist, dass nur die Nebenwurzeln geerntet werden, die Pfahl- und somit Hauptwurzel muss der Pflanze erhalten bleiben.