Phlox paniculata 'Freifräulein von Lassberg' – Sommer-Phlox

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Produktinformationen
Artikel-Nr.: 62029-102
Bio – Kontrollstelle DE-ÖKO-006
11 cm Topf (1 l)

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Ganz bezaubernder weißer Phlox mit kleinen Blüten. Karl Foerster nannte diese 1895 eingeführte historische reinweiße Sorte mit den großen kuppelförmigen Blütendolden den "edelsten aller großen weißen Phloxe". Mehr lesen

Ganz bezaubernder weißer Phlox mit kleinen Blüten. Karl Foerster nannte diese 1895 eingeführte historische reinweiße Sorte mit den großen kuppelförmigen Blütendolden den "edelsten aller großen weißen Phloxe".


Krausch schrieb dazu: "Christiane Henriette von Lassberg (auch Laßberg) war zu Goethes Zeiten Hoffräulein am Weimarer Hof. Sie brachte Goethe, der sie bei einem Sturz auf der Eisbahn aufgefangen haben soll, eine schwärmerische, unglückliche Liebe entgegen. Nach der gescheiterten Verlobung mit einem schwedischen Grafen ertränkte sich das 17jährige Freifräulein im Januar 1778 in der Ilm. Goethes "Werther" trug sie bei sich. Zur Erinnerung an Christel von Lassberg gab Wilhelm Pfitzer diesem bezaubernden weißen Phlox mit den kleinen Blüten ihren Namen." (Krausch 2003)

Leider ist diese Geschichte der Namensgebung nicht ganz zutreffend. Vielmehr geht der Name auf Hildegunde von Laßberg (1836–1909), einer Nichte der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) zurück. Diese lebte zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Hildegard im Schloss Meersburg am Bodensee. Ihre Liebe galt dem Garten und dem Sammeln von Pflanzen und so freute sie sich über jede mitgebrachte Pflanze und über die verschiedensten Samen aus berühmten Gärten und Gärtnereien. Ihr zu Ehren hat der Stuttgarter Phloxzüchter Wilhelm Pfitzer diese schneeweiße Phlox-Sorte benannt.

Phlox paniculata

Der Hohe Sommer-Phlox bevorzugt eher niederschlagsreiche, kühle Standorte mit lehmigen, nährstoffreichen Böden und absonnige oder lichtschattige Standorte. Viele Sorten sind jedoch anpassungsfähig und kommen mit jedem gut mit Nährstoffen versorgten Gartenboden zurecht, der etwas Feuchtigkeit speichern kann. An stark beschatteten Standorten gedeiht Sommer-Phlox schlechter und blüht nur spärlich. Phlox paniculata liebt lockeren, durchlässigen Boden, Frühjahrsfeuchtigkeit und einen möglichst luftigen Pflanzplatz, damit die Blätter gut abtrocknen können. Für eine schützende und nährende Mulchdecke ist er - als eher flach wurzelnde Staude - äußerst dankbar.
Am zusagenden Standort ist Phlox paniculata langlebig und robust. Er ist extrem winterhart und übersteht selbst sehr strenge Winter und Spätfröste völlig unbeschadet. Er eignet sich wunderbar zum Schnitt und kann mit seinen duftenden Blütenbällen einen ganzen Raum mit Wohlgeruch erfüllen.

Phlox paniculata braucht insbesondere im April und Mai ausreichend Feuchtigkeit, um sich optimal zu entwickeln und um gesund zu bleiben. Deshalb empfehlen wir, in dieser Zeit bei Trockenheit den Wurzelbereich ausgiebig zu wässern. Insbesondere bei größeren Beständen ist es sinnvoll, im Juni einen Teil der Triebe im oberen Drittel auszubrechen. Die sich aus den Blattachseln entwickelnden Nebenblütenstände bringen eine Fülle kleinerer Dolden mit späterer Blütezeit hervor.

Bei einer ganzen Reihe von Sorten kommt es zu einer Nachblüte, wenn abgeblühte Rispen möglichst bald ausgebrochen werden. Das Ausbrechen der abgeblühten Rispen ist auch wichtig, weil fast alle Phlox paniculata-Sorten Samen ansetzen. Die Sämlinge sind zwar meist gut wüchsig, enttäuschen jedoch in ihren Sorteneigenschaften absolut.
Nach sechs bis acht Jahren Standzeit empfiehlt es sich, Phlox paniculata-Sorten komplett aufzunehmen und zu teilen, um sie zu verjüngen.

Phlox reagiert ausgesprochen sensibel auf Klima, Standortbedingungen und Bodenverhältnisse. Blühbeginn, Blütezeit, Blütengröße, Farbenausprägung der Blüten und auch die Wuchshöhe können schon unter leicht veränderten Bedingungen erheblich variieren.
Blütenfarbe

reinweiß

Blütezeit

Juli–August (mittel)

Höhe

60 cm–70 cm

Lichtverhältnisse
  • sonnig
  • absonnig
  • halbschattig
Lebensbereich

B2-3

  • Beet frischer Boden
  • Beet feuchter Boden
Winterhärtezone

Z4 (-34,5 °C bis -28,9 °C)

Pflanzabstand

50 cm, 4 St./m²

Geselligkeit

I

Insektenweide

ja

Schneckenfraß

relativ geringe Gefahr

Schnittgeeignet

ja

Züchter

Wilhelm Pfitzer (DE) 1895

Familie

Polemoniaceae

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