Artemisia absinthium – Echter Wermut
Produktinformationen
Artikel-Nr.: 71019
Bio – Kontrollstelle DE-ÖKO-006
9 cm Topf (0.5 l)
Bitter-aromatische Staude mit langer Tradition für das Kultgetränk der französischen Bohème. Nur ganz Unverzagte werden sich wohl mit dem Wermut als Küchenkraut auf Dauer anfreunden können. Erfreuen Sie sich also ganz einfach an der schönen, altmodischen Pflanze mit dem zierenden, grauen Laub und servieren Sie Ihren erstaunten Freunden beim nächsten Mal den Martini mit einem frischen Wermutzweiglein. Aber bitte gerührt!
Bitter-aromatische Staude mit langer Tradition für das Kultgetränk der französischen Bohème. Nur ganz Unverzagte werden sich wohl mit dem Wermut als Küchenkraut auf Dauer anfreunden können. Erfreuen Sie sich also ganz einfach an der schönen, altmodischen Pflanze mit dem zierenden, grauen Laub und servieren Sie Ihren erstaunten Freunden beim nächsten Mal den Martini mit einem frischen Wermutzweiglein. Aber bitte gerührt!
Im Aromatisieren von Getränken hat der Wermut eine lange Tradition. Vom sagenumwobenen Absinth und dessen Verbot hat wohl jeder schon gehört. Das hat sicher mehr mit dem übermäßigen Genuss, als mit vordergründiger Schädlichkeit des Wermuts zu tun. Damit ist es gesagt: Wermut taugt nicht für den Dauergebrauch, er ist ein starkes Kraut. Sein Bestandteil Thujon steht im Ruf, bei übermäßigem Gebrauch das zentrale Nervensystem zu schädigen. Doch keine Angst: Wermut ist so schrecklich schön bitter, dass es zu einem übermäßigen Gebrauch des Krautes in der Küche gar nicht kommen kann.
Wie auch andere Artemisia-Arten gehörte der Wermut zu den häufig verwendeten Heilkräutern der antiken Heilkunst. Neben ätherischem Öl enthält Wermut vor allem Gerb- und Bitterstoffe. Besonders bei Krämpfen im Magen-Darmbereich und bei Gallenbeschwerden hat sich Wermut-Tee bewährt. Das stark aromatische und würzige, bittere Kraut wird in großem Umfang bei der Herstellung von verdauungsfördernden Magenbittern und Wermutweinen verwendet. Wermut sollte wegen seines Thujongehaltes weder als Heilpflanze noch als Würzkraut längere Zeit verwendet werden. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit Wermut bitte gar nicht verwenden!
Der Echte Wermut bevorzugt durchlässige, lehmig sandige und eher kalkige Böden an einem sonnigen Standort.
Artemisia - Raute, Wermut
In der Gattung Artemisia finden Sie vielgestaltige, meist stark aromatisch duftende Stauden oder Halbsträucher. Die Blüten sind häufig unscheinbar. Die dekorativen, oft silberlaubigen Blattschmuck- und Strukturpflanzen eignen sich für durchlässige Böden und warme, sonnige Standorte.
Blütenfarben
Die Angaben zur Blütenfarbe beziehen sich in erster Linie auf die Grundfärbung der jeweiligen Blüten. Zusätzlich werden auch andere markante Merkmale wie Aderung, "Augen", Füllung etc. angesprochen.
silbrig-gelb
Blütezeit
Die Blütezeit kann je nach Witterungsverlauf von Jahr zu Jahr etwas unterschiedlich sein und ist natürlich auch vom regionalen bzw. lokalen (Klein-)Klima abhängig.
Juli–September
Wuchshöhe
Die Wuchshöhe wird mittels einer oder zwei Zentimeter-Angaben charakterisiert. In aller Regel wird damit eine Spannweite für die Höhenentwicklung aufgezeigt.
80 cm–120 cm
- sonnig
Lebensbereich
Für jede Staude werden Angaben zu den (natürlichen) "Lebensbereichen" gemacht, die wiederum Aufschluss darüber geben, welche Standortverhältnisse bzw. Wuchs-Orte von der Pflanze bevorzugt werden und welche Feuchtigkeits- und Lichtverhältnisse vonnöten sind. Die einzelnen Lebensbereiche werden durch eine Aneinanderreihung von Kürzeln dargestellt.
Fr/FS/St1
- Fels-Steppe trockener Boden
- Freifläche mit Wildstaudencharakter trockener Boden
- Steinanlage trockener Boden
Winterhärtezonen
Die heutzutage gängigen und verfügbaren Staudensortimente stammen aus quasi der ganzen Welt und sind damit in unterschiedlichsten Klimaten zu Hause. Ob eine hierzulande eingeführte, prinzipiell mehrjährige Pflanze dann auch tatsächlich gut gedeiht und den hiesigen Winter zu überdauern vermag, hängt nicht zuletzt von ihrer prinzipiellen Winterhärte ab.
| Zone | Temperatur in °C | Bemerkung |
|---|---|---|
| Z1 | unter -45,5 | |
| Z2 | -45,5 bis -40,1 | |
| Z3 | -40,1 bis -34,5 | |
| Z4 | -34,5 bis -28,9 | |
| Z5 | -28,8 bis -23,4 | |
| Z6 | -23,4 bis -17,8 | v. a. wintergrüne Pflanzen bei Kahlfrost schützen |
| Z7 | -17,8 bis -12,3 | v. a. wintergrüne Pflanzen bei Kahlfrost schützen |
| Z8 | -12,3 bis -6,7 | Winterschutz notwendig, z. B. aus Laub und/oder Reisig; in rauen Lagen möglichst drinnen hell und kühl überwintern |
| Z9 | -6,7 bis -1,2 | intensiver Winterschutz (z.B. mit Vlies); besser drinnen hell und kühl überwintern |
| Z10 | -1,2 bis +4,4 | frostfreie Überwinterung notwendig, 5-15 °C (z.B. Wintergarten, Treppenhaus) |
| Z11 | über +4,4 |
Z6 (-23,4 °C bis -17,8 °C)
Pflanzabstand
Der Pflanzabstand ist der Abstand in Zentimeter, den wir zwischen zwei Pflanzen gleicher Art/Sorte empfehlen. Die rechnerische Anzahl der Pflanzen pro Quadratmeter basiert auf einer Pflanzung im Dreiecksverband.
60 cm, 3,2 St./m²
Geselligkeit
- einzeln oder in kleinen Tuffs, 1-3 Pflanzen (bis max. 5)
- in kleinen Trupps von etwa 3-10 Pflanzen
- in größeren Gruppen von 10-20 Pflanzen
- in größeren Kolonien, ausgesprochen flächig
- vorwiegend großflächig
I
Giftklassen
Draußen in der Landschaft, aber auch im Garten und sogar in unseren Innenräumen begegnen wir immer wieder Pflanzen, die giftig sind. Wir haben uns bemüht, die Pflanzen unseres Sortiments daraufhin zu überprüfen und haben eine Einstufung in folgende Klassen vorgenommen:
- (+) = wenig giftig
- + = giftig
- ++ = stark giftig, kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen
- +++ = sehr stark giftig, schon geringe Mengen lebensgefährlich
Das Thema "Giftpflanzen" hat viele Facetten und kann an dieser Stelle keinesfalls umfassend behandelt werden. Auch können wir gewisse "Lücken" in unserer Kennzeichnung nicht ausschließen. Es sei darauf hingewiesen, dass es mehrere Giftinformationszentralen gibt, die in Notfällen Tag und Nacht Auskunft geben, u. a. die Informationszentrale gegen Vergiftungen Bonn, Tel: 0228-19240.
giftig +
ja
ja
Schneckenfraß
keine Gefahr
relativ geringe Gefahr
geringe Gefahr
keine Gefahr
ja
Botanische Familie
Die botanische Familie dient der Einordnung in die biologische Systematik und steht in der Hierarchie über der bei uns als Pflanzenbezeichnung angegebenen Gattung und Art, aber unter der Ordnung.
Zum Beispiel gehört Aconitum carmichaelii 'Arendsii' zur Familie der Ranunculaceae/Hahnenfußgewächse. (Aconitum ist hier die Gattung, carmichaelii die Art) innerhalb der Ordnung der Ranunculales/Hahnenfußartige.
Asteraceae
Muss der Wermut mit Wurzelsperre gepflanzt werden? Wie viel Platz braucht er?
Der Wermut wächst horstig und benötigt keine Wurzelsperre. Wir empfehlen einen Pflanzabstand von 40-50 cm.