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Schichtzwiebeln

Frühlingsblumen geschickt geschichtet

Dass Blumenzwiebeln in Gefäßen sehr gut gedeihen, ist ja allgemein bekannt. Dass man durch das Schichten unterschiedlich großer Arten und Sorten Ensembles zusammenstellen kann, welche den ganzen Frühling hindurch üppig blühen, vielleicht weniger. Dabei ist dies im Handumdrehen vorbereitet.

Da verschiedene Zwiebel- und Knollenpflanzen auch unterschiedliche Pflanztiefen beanspruchen, bietet sich das schichtweise Bestücken eines Gefäßes geradezu an. Zuunterst kommen die größten Vertreter der Auswahl. In sehr großen Gefäßen können das sogar die imposanten Kaiserkronen sein. Meist eignen sich aber großblumige Tulpen, Hyazinthen oder Narzissen als Basis für die geschichtete Geschichte. Diese werden dann mit einer Lage Erde bedeckt. Das bildet die Basis, auf die wiederum die nächste Lage Pflanzgut verteilt wird – hier kommen kleinblumige Narzissen, mittelgroße Allium-Arten, Bellevallia oder Hyacinthoides zum Zuge. Wieder wird Erde darüber gegeben und der Oberfläche am nächsten sind die kleinen beispielsweise Krokusse, Zwiebeliris, Anemonen oder Traubenhyazinthen.

Dieses Prinzip lässt sich sehr variantenreich durchspielen. Alles was man dabei beherzigen muss, ist die richtige Pflanztiefe der Zwiebeln und Knollen – sie beträgt bei den meisten Arten mindestens das Doppelte der dicksten Stelle des Pflanzgutes. Lediglich die Kaiserkronen wollen dreimal so tief wie ihr Zwiebelumfang misst in den Boden. Die begrenzenden Faktoren sind also nur die Gefäßgrößen. Als Erste treiben im Frühling viele flach gesteckte Kleinblumenzwiebeln aus und kommen rasch zur Blüte. Danach folgen die höher wachsenden, aber tiefer gelegten Arten und Sorten.

Vor dem Frühling wird es Winter

Pflanzgefäße können mit den meisten Blumenzwiebelarten sehr lange bestückt werden – selbst im Advent ist dies noch möglich.

Stellen Sie die Gefäße geschützt auf, damit sie weder zu starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, noch völlig vernässen oder gar komplett durchfrieren. Das alles ist abträglich für das Wachstum auch noch so winterharter und robuster Arten und Sorten. Gegossen wird sehr zurückhaltend; die Zwiebeln und Knollen dürfen zwar nicht austrocknen, aber auch keinesfalls staunass stehen. Bei strengen Frösten lassen sich die Töpfe, Schalen und Kästen problemlos für ein paar Tage oder zur Not Wochen in einen kühlen (!) Keller oder eine frostfreie Garage oder Laube stellen. Die Zwiebeln bilden dort ebenfalls bereitwillig Wurzeln – genau darauf kommt es ja an Sowie sich der erste Austrieb regt, brauchen Sie nur noch beim Wachsen und Blühen zuzusehen. Je kühler die Gefäße vor und während der Blütezeit stehen, desto länger bleiben sie attraktiv.