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Teekräutergarten

Schön und nutzbar – gestalten mit reich blühenden Kräuterstauden

Viele Stauden, die heute zu den ausgesprochenen Schmuckstauden zählen, wurden aus ‚Kräutern’ gezüchtet, aus schön blühenden Wildpflanzen, die von den Menschen als Heil-, Würz und Duftkräuter genutzt wurden – und wieder werden. Deshalb sind heute die Übergänge zwischen Kräutern und Zierstauden fließend. Man kann daher mit Stauden, deren Blätter, Blüten oder auch Wurzeln für die verschiedensten Zwecke verwendet werden, ästhetisch sehr reizvolle Gartenbereiche gestalten.

Man kann dabei sogar ein wenig nach Eigenschaften und Verwendungen gruppieren. So lässt sich zum Beispiel ein vielfältiges, reichhaltig blühendes Beet aus ‚Teekräutern’ bilden, aus Stauden etwa, bei denen Blüten und Blätter sich gut für Teemischungen eignen. Dazu gehören, neben vielen anderen, die Monarden (Indianernesseln) und Agastachen (Duftnesseln), von denen es inzwischen eine große Zahl an Zuchtformen gibt. Wenn man beispielsweise aus Gruppen der hohen Agastachen – Koreaminze (Agastache rugosa) in Weiß und Blau, Anisysop (A. foeniculum) und Limonenysop (A. mexicana 'Sangria') – einen lange und stark blühenden Fond bildet, ihn vielleicht mit einer oder zwei Hybriden noch anreichert (A. Hybride 'Ayala' und Rugosa-Hybride 'Black Adder'), hat man schon ein Gerüst für eine imposante Teepflanzung. Davor kann man sehr eindrucksvoll einige Monarden gruppieren, etwa Monarda didyma 'Squaw' und Fistulosa-Hybride 'Marshall’s Delight' oder 'Fishes'. Das ergibt zu den jeweils langen Blütezeiten (Juni bis in den September) schon sehr schöne Effekte.

Dazu lassen sich gut Malven gesellen, sowohl die sehr reich blühende Moschus-Malve (Malva moschata) als auch die Rosenpappel (M. alcea 'Fastigiata'), dazu noch die schönblütige Wilde Malve (M. sylvestris), die sich durch Aussaat erhält. In den Vordergrund setzt man dann zum Beispiel größere Gruppen von Katzenminze, deren Ursprungsformen ja auch zu den Teekräutern zählen. Schön wirkt N. prattii, und die niedrige Zitronige Katzenminze (N. racemosa ‚Grog’) kann als Einfassung dienen. Mit ihrem buschig-aufrechten Wuchs ziert auch die Weiße Melisse (Nepeta cararia ssp. citriodora), die zudem beste Teequalitäten mit sich bringt. Einstreuen lassen sich noch einige Bergminzen, etwa die Amerikanische Bergminze (Pycnanthmeum pilosum) oder der griechische Bergtee (Sideritis syriaca).

Ein solches Teekräuterbeet ist eine ästhetische Attraktion für jeden Garten und kann mit Prachtstauden-Kombinationen durchaus wetteifern.