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Genießerpflanzen

Was sind – für uns – Genießerpflanzen

Ein wichtiger Aspekt von Garten, der für unsere Vorfahren noch im Vordergrund stand, ist bei all unserer Freude am dekorativen Pflanzenarrangement vielfach in Vergessenheit geraten. Ein Garten kann viel mehr als nur dekorativ sein: Er kann duften, schmecken, satt und zufrieden machen, uns mit den Jahreszeiten verbinden.

Heute, da die meisten Menschen ihren Salat, ihr Obst und Gemüse jederzeit und immer verfügbar aus dem nahen Supermarkt holen, ist uns vielfach das Gefühl für die Natur und die Jahreszeiten abhanden gekommen. Wer kann sich schon noch vorstellen, wie unsere Großmütter und Großväter von dem zu leben, was quasi in der Nachbarschaft zu Hause war?

Keine Sorge, wir möchten Sie nicht zum Boykott von Südfrüchten animieren, sondern Ihnen lediglich vorschlagen, einen Moment inne zu halten und in unserer globalisierten schnelllebigen Zeit den kleinen heimischen Freuden und Genüssen wieder eine Chance zu geben.

Wie duften Veilchen? Wie kocht man Rhabarberkompott? Wann werden Erdbeeren reif? Wie sieht Meerrettich aus? Was ist Portulak? Wäre doch schade, wenn unsere Kinder und Enkel bei diesen Fragen – von einem in die Jahre gekommenen Quizmaster gestellt – ihre Million verspielen würden.

Es ist an der Zeit für eine Rückbesinnung auf die Jahreszeitlichkeit, und zwar aus Freude am Essen und als Gebot der Vernunft. Die Rückbesinnung auf den Wert traditioneller und regionaler Produkte hat nichts mit dumpfer Provinzialität zu tun – im Gegenteil, sie ist für uns ein wichtiger Aspekt zeitgemäßen Denkens.

Und der Genuss? Den schenken nicht nur die sonnengereiften, duftenden Erdbeeren aus dem eigenen Garten, von denen man beim Gartenrundgang immer wieder mal naschen kann. Der steckt auch im Duft der Veilchenblüten, die einen Frühlingssalat schmücken, der stellt sich ein, wenn der Stängel selbst geernteter Hemingway-Minze den Mojito an einem lauen Sommerabend mit Freunden auf der Terrasse aromatisiert. Der Genuss begleitet auch die Freude über eine gelungene, schmackhafte Sauerampfersuppe.

Einen Schwerpunkt unseres Genießerpflanzen-Sortimentes bilden traditionelle Salatkräuter, von denen man auch im Winter oder im zeitigen Frühjahr ernten kann. Hier möchten wir Ihr Augenmerk besonders auf die Barbarakresse, den Sibirischen Portulak, das Löffelkraut und die Brunnenkresse lenken. Aus diesen Kräutern lassen sich, ergänzt durch Wildkräuter wie das Wiesenschaumkraut, die Sternmiere und die Brunnenkresse, selbst an milden Wintertagen vorzügliche Salate aus eigenem Anbau zubereiten, die nicht negativ durch hohe Nitratbelastung auffallen. Wenn Sie im Frühjahr die ersten frischen Würzkräuter dazu nehmen und den Salat durch eine aromatische Vinaigrette komplettieren, steht auch hier dem Genuss nichts mehr im Wege.

Ergänzt wird unser Genießerpflanzen-Angebot durch alte, fast vergessene Gemüse- und Wildgemüsesorten: Guter Heinrich, Topinambur, Zuckerwurzel, zart gebleichte Meerkohltriebe, Hopfensprossen oder „Spinat“ aus Knöterich.

Dass auch die Blüten vieler Pflanzen nicht nur dekoratives Beiwerk, sondern essbarsind, hat sich gerade in den letzten Jahren wieder herumgesprochen. Versuchen Sie Veilchen, Primeln und Gänseblümchen, kosten Sie Thymian-, Oregano- und Borretschblüten. Entdecken Sie die zarten weißen Blüten des Schnitt-Knoblauchs und des Bärlauchs. Verschmähen Sie nicht Hemerocallis, Indianernesseln und Salbei. Selbst im Winter gibt es frische Blüten: Frucht-Salbei und Ananas-Salbei sind für Sie da.

Experimentierfreudigen Zeitgenossen bietet die Pflanzenwelt also ein weites kulinarisches Erfahrungsfeld. In unserer Gärtnerei befassen wir uns schon lange mit Pflanzen, die unserem Körper gut tun. Lassen auch Sie sich verführen!