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Tulpen

Tulpen, das wissen wir, sind das Ergebnis jahrhundertelanger züchterischer Bemühungen. Sie zählen zu den auffallendsten und farbenprächtigsten Fühjahrsblühern. Sie fehlen in kaum einem Garten. Zwei ganz besondere spät blühende Tulpen-Arten möchten wir Ihnen hier etwas genauer vorstellen: Lilienblütige Tulpen und Viridiflora-Tulpen.

Tulpen wirken am schönsten, wenn sie in größeren bis großen Mengen gepflanzt werden. Bei geschickter Kombination verdecken austreibende Stauden das einziehende Laub der Tulpen. Werden die Tulpen gruppenweise gepflanzt, verwandeln sie eine Staudenpflanzung bereits im Mai in ein Blütenmeer. Die Staudenblüte in dieser Pflanzung kann sich dann auf die Monate Juni bis Herbst konzentrieren und so einen zweiten Blühhöhepunkt schaffen.

Lilienblütige Tulpen

Lilienblütige Tulpen gelten als die eleganteste Tulpengruppe überhaupt. Mit ihren grazilen Blüten, die auf den hohen Stielen zu schweben scheinen, sind sie unverkennbar und unverwechselbar. Aus schlanken, geschlossenen Blütenknospen entfalten sich weit geöffnete Blüten mit spitzen, elegant zurückgebogenen Blütenblättern.

Neuere Züchtungen, wie die wunderschöne und lange blühende orange-gelb-rot geflammte 'Ballerina', zeigen häufig ein interessantes Farbenspiel innerhalb der Blüte. Die sehr langlebige und dankbare Sorte erweist sich als besonders aufregend in Kombination mit farbprächtigen Euphorbien, wie z. B. Euphorbia amygdaloides oder Euphorbia dulcis 'Chamaeleon' und Heuchera. Ältere Sorten, wie die gelbe 'Flashback', strahlen in klaren, reinen Farben.

Bei der Kombination der großblütigen Tulpen untereinander sollte man eher dem Grundsatz "Weniger ist mehr" folgen und sich auf zwei Farben in nicht zu kleinen Stückzahlen beschränken.

Ausgesprochen schön wirkt die gelbe 'Flashback' in Kombination mit 'White Triumphator' zu Euphorbia polychroma und goldblättrigen Pflanzen wie Origanum vulgare 'Thumbles Variety'.

'Ballade' hat leuchtend magentafarbene Blüten mit weißem Rand und wirkt in Kombination mit der einfarbigen 'Purple Dream' oder mit 'White Triumphator' im Beet zwischen austreibenden Stauden besonders dekorativ. Sehr empfehlenswert ist eine Kombination mit graulaubigen Stauden wie z. B. Dicentra formosa 'Aurora'.

Lilienblütige Tulpen können bis zu 70 cm hoch werden. Sie bestechen durch eine extrem lange Blütezeit, die sich nicht selten über mehrere Wochen erstreckt. Sie sind regenfest und standfest. Lilienblütige Tulpen sind sehr ausdauernd und langlebig. Sie können sehr lange am selben Platz verbleiben. Sonnige Standorte werden bevorzugt. In der Vase bewähren sich lilienblütige Tulpen als haltbarer Schmuck.

Viridiflora-Tulpen

Viridiflora bedeutet: mit grünen Blüten. Zwar sind die Blüten dieser Tulpen-Art nicht rein grün, doch wirken Viridiflora-Tulpen mit dem grün geflammten Streifen auf jedem Blütenblatt ausgesprochen reizvoll und elegant. Ganz besonders edel wirken Kombinationen der Viridiflora-Tulpen untereinander. Dabei sollte man möglichst nicht wild kombinieren, sondern sich wegen der großzügigen Wirkung auf zwei Farben in nicht zu kleinen Stückzahlen beschränken.

Besonders attraktiv und bezaubernd wirkt die Kombination der bewährten und langlebigen grün-weißen Viridiflora-Tulpe 'Spring Green' mit der gelben 'Yellow Springgreen'. Sehr elegant und edel wirken die halbschattenverträglichen Viridiflora-Tulpen im Hostabeet zwischen den austreibenden Stauden. Mit Hosta und der gelblaubigen Hakonechloa macra 'Aureola' lassen sich sehr stimmungsvolle Gartenbilder in Grün, Gelb und Weiß schaffen, derer man niemals überdrüssig wird. Sehr nobel wirkt 'Spring Green', in größerer Menge solo gepflanzt, zwischen austreibenden Hosta oder Hemerocallis.

Viridiflora-Tulpen haben eine außerordentlich lange Blütezeit. Es gibt hohe und niedrige Sorten. Sie blühen spät, etwa ab Mitte Mai, und sind für Sonne und Halbschatten geeignet. Wir zeigen Ihnen hier als Beispiel die Entwicklung der wunderschönen Viridiflora-Tulpe 'Esperanto' im kalten Frühjahr 2006 vom 9. April bis Ende Mai:

Die Suche nach der schwarzen Tulpe

Eine Besonderheit stellen schwarze oder fast schwarze Tulpen dar. Die Suche nach der schwarzen Tulpe hat die Züchter Jahrhunderte lang beschäftigt. Inzwischen stehen einige Sorten zur Verfügung, die diesen Anspruch erfüllen und zudem langlebig und robust sind. Der nie übertroffene Klassiker unter den schwarzen Tulpen ist 'Queen of Night'. Die dunkle Blütenfarbe mit dem purpurfarbenen Schimmer wirkt im richtigen Licht fast schwarz. 'Black Hero' ist die gefüllte Form von 'Queen of Night' und deshalb perfekt in Kombination mit dieser.

Eine Besonderheit stellen Papageien-Tulpen dar. 'Black Parrot' hat dunkelviolette bis samtig kastanienbraune, fast schwarz wirkende, stark gewellte, gekräuselte und federartig gefranste Blüten. Sie ist seit 1937 in Kultur und verströmt einen zarten Duft.

Um Schwarz richtig in Szene zu setzen, bedarf es einer perfekten Ergänzung. Mit weißen spät blühenden Tulpen verbinden sich die schwarzen Schönheiten zu einer edlen Gemeinschaft. Eine klassische kontrastreiche Ergänzung sind weiße Tulpen wie 'White Triumphator' und 'Mount Tacoma'.