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Anemonen – zauberhaft-zarte Frühlings-Schönheiten!

Dürfen wir vorstellen: Anemone ranunculoides, das Goldwindröschen ist das in strahlendem Gelb erblühende Pendant, man trifft es zuweilen gemeinsam mit der weißen Wildform in Wäldern an. Irgendwann müssen die beiden sich vermählt haben, denn das Leipziger Buschwindröschen (Anemone x lipsiensis) ist eine Naturhybride, die uns in zartem Cremegelb entgegenleuchtet, ein wunderschönes, selten angebotenes Gartenjuwel, das sich zwar etwas zögernd etabliert, mit der Zeit aber ebenfalls attraktive Bestände bildet.

Sehr gefällt uns auch die edle Ausstrahlung der Sorte ‘Vestal’ mit ihren gefüllten, vollendet geformten und recht großen Blüten, die ein wenig später als bei der Art erscheinen. Fast schon eine kleine Sensation ist ‘Royal Blue’. Wer hätte gedacht, dass sich bei den Buschwindröschen ein derart intensiver, herrlicher Blauton findet!

Anders als die nicht weniger liebenswerten Sorten von Anemone blanda, benötigt Anemone nemorosa etwas mehr Feuchtigkeit. Am wohlsten fühlt sie sich im Halbschatten vor und zwischen Gehölzen, vorzugsweise setzt man sie zwischen spät austreibende Stauden, denn als typischer Vorfrühlingsgeophyt ziehen sich die Pflanzen nach der Blüte in den Boden zurück und machen so Platz für nachfolgende Gartenbewohner.

Noch bis zum Spätherbst können die Rhizome 3 – 5 cm tief gepflanzt werden. Zuvor sollte der Boden gut gelockert werden, um die Wurzelbildung zu unterstützen. Wer den kleinen Frühaufsteherinnen einen durchlässigen, humusreichen Gartenboden bieten kann, der kalkhaltig bis schwach sauer sein sollte, wird sich über die Jahre an immer üppiger werdenden Beständen erfreuen.