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September-Preisrätsel (2017)

Es ist einer dieser schönen Altweibersommertage, wo silbrige Spinnfäden durch die Luft segeln und das Licht so wunderbar warm den Tag durchflutet: Grüß Gott bei uns auf der Jungviehweide!

Gärtnermeister Sebastian, die Lehrlinge Max, Tobi, Henrike und Fabia begutachten heute Teile des Gräsersortiments im Mutterpflanzenquartier, Sortimentsbegutachtung. Nicht bei allen beliebt!

„Gräserbegutachtung, muss das sein?“
„Ja. Von Dir hätte ich eher ein Juhu erwartet, Max!“
„Jo. Juhu!“
„Grässlich, ein Garten ohne Gräser..“
„Von Karl Foerster, deutscher Staudenphilosoph.“
„… und Staudenzüchter.“
„Ja, schon klar. Er hat das Calamagrostis Karl Foerster ausgelesen, zum Beispiel.“
„Da merkt man doch einfach, dass Du schon im dritten Lehrjahr bist!“
„Wusste ich schon im Ersten. Staudenzüchter und Gartenphilosophen mag ich einfach.“
„Staudengärtner und Foerster meinst Du sicher?“

„Ihr seid schon echte Koniferen…“ (oller Gärtnerwitz – meint natürlich Koryphäen). Wer erläutert bitte mal, worauf es beim Mariengras ankommt?“
„Tobi? Henrike?“
„Oh, also Max kann das besser …“
„Hier nun das Mariengras, unscheinbar wie immer. Mag aber F3-Böden und feuchte Standorte, deswegen wächst es hier besser als weiter weg vom Wassergraben. Sein Name kommt aus dem Griechischen – oder war‘s Latein – und bedeutet heiliges Gras, weil man es schon lange als Räucherpflanze kennt für Rituale und so. Ich finde aber bei einer Gräserbetrachtung sollten wir uns hier nicht so lange aufhalten, außer dem Duft, den viele so lieben, hat die Hierochloe odorata nicht viel zu bieten. Trotzdem ist es eine feine Idee, das Mariengras in die Gärten zurückzuholen, wie …“
„Max bezieht Stellung…“
„Wir haben doch neulich daraus Räucherzöpfe geflochten, oder?“
„Stimmt. Ok, wir gehen weiter. Für die Rutenhirsen gibt es recht aktuelle Sichtungsergebnisse von 2015, die können wir nachher mit unseren Pflanzen vergleichen. Wir gehen aber vorher noch zu den Federgräsern.“
„Wieder ich?“
„Ja, Max. Wer mag, darf ergänzen!“
„Hier vorne haben wir ein wichtiges Gras, eigentlich ein Stück Grundsortiment. Es blüht bereits mit der Rosenblüte und bleibt bis weit in den Winter hinein attraktiv. Es ist standfest und vital, überhaupt eine gute Auslese.“
„Es wächst auch sehr schön bogig und überhängend.“
„Kommt es auch gut über den Winter? Das gehört ja auch zu einem gut bewerteten Ziergras.“
„Bestimmt ist das Überwinterungsverhalten gut, ist das nicht eine Auslese von diesem Allgäuer Umweltschützer und Staudenspezialisten, der ein wenig wie Winnetou aussieht, wie hieß er gleich nochmal. Und was er alles für Berufe hatte! War sein Vorname nicht auch Karl?“
„Ich kannte ihn noch, er hat mich sehr beeindruckt, er hatte ein gutes Auge für Stauden und hat unter anderem auch etliche Gräser selektiert. Hier beim Federgras sind es die etwas größeren Blütenbüschel, die es vor anderen auszeichnet. Durch die lange Blütezeit stehen immer wieder silbrig- frische neben dunkleren älteren Büscheln – eine hohe Blütenschmuckwirkung! Ja auch ein Karl, und um noch etwas Verwirrung zu stiften: er hat, im Jahr 2000, ein Chinaschilf ausgelesen, das er wiederum nach dem Staudenzüchter Karl Foerster benannt hat …“
„Sag mal Sebastian, weißt Du warum die Sorte die wir meinen mit nur einem ‚l‘ geschrieben wird? Wollte das der Karl denn so?“

Wir suchen diesmal den Namen des deutschen Staudenspezialisten, der lange Zeit in seiner Wahlheimat im Allgäu lebte, von 1989 bis 1994 als parteiloser Abgeordneter dem Europäischen Parlament angehörte und mit Vornamen Karl heißt. Bei seiner vermutlich wertvollsten Gräserselektion bestand er auf die alte Schreibweise seiner Wahlheimat….

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt der deutsche Staudenspezialist, der von 1989 bis 1994 sogar als parteiloser Abgeordneter dem Europäischen Parlament angehörte und auf den Vornamen Karl lautet?

Die Lösungsantwort:

Gewonnen haben:

Eike Jablonski
Norbert Vonier
Sara Schilde
jeweils 3 x ein Einkaufsgutschein in Höhe von 20 €