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September-Preisrätsel (2013)

Bunt, aber morgens und abends schon nebelig auf den Wiesen um die Jungviehweide, ein Crescendo zum Abschluss des Gartenjahres: der September. Grüß Gott bei uns.

Unsere Azubis und Praktikant Tim treffen sich zur Pause im Garten.  Gärtnermeister Sebastian hatte eine Frage gestellt, wir lauschen eine Zeitlang… Hast Du im Urlaub etwas erlebt, was mit Pflanzen oder Gärten zu tun hat, Sabrina? Max? Keiner will das so recht zugeben. Manchmal souffliert eine unbekannte Stimme mit, wie eine kleine Fee.

„Eisessen.“
„Was soll das denn mit Pflanzen zu tun haben?“
„Verbenen-Eis natürlich, Minze-Eis.“
„Ach so.“
„Ich hab das Gartenhaus meiner Oma angestrichen, grün gestreift wollte sie es haben.“

„Hey, Sebastian, ich hab wirklich was Cooles entdeckt, wir waren im Botanischen Garten in Würzburg…“
„Streber!“
„Lass doch mal, danach gab’s dann auch Eis, aber was ich sagen wollte, eine Art Steppenpflanzung, aber nur mit dieser silberweißen Dingsda, wie da drüben, toll flächig, ohne viel Kleinkram dazwischen. Wie ein silbergrüner Teppich. Roch sehr aromatisch. Sie hatten im Frühling botanische Tulpenzwiebeln dazwischen. Jetzt wirkten einige Strauchrosen daneben echt abgefahren dazu.“
„Also Max, das freut mich, dass Dir so was auffällt. Vielleicht würde Dir auch eine frühe Kombination von Professor Hansen im Sichtungsgarten Weihenstephan gut gefallen? Er hatte Deine silbergrüne Dingsda-Pflanze ganz neu kombiniert: flächig die wuchskräftige, silberwogende Staude im Vordergrund, dahinter eine Blautanne. Absolut pflegeleicht, heutzutage vielleicht nicht mehr so ganz angesagt.“
„Nee, das find ich stylisch. Guter Geschmack, der Typ.“

„Nur zwei Pflanzen, und das großflächig? Nee, also ich find’s etwas arg schlicht.
„Ja, Mädels wollen gerne noch etwas rosa dabei haben oder noch ein Silberengelchen.“
„Genau.“

„Diese Silber-Pflanze ist starkwüchsig, da kann gar nicht jeder Pflanzennachbar mithalten.“
„Und nicht jede Pflanze verträgt wie sie Trockenheit.“

„Achtung, ich verrat Euch was, diese Pflanze kann Vieles: Tags wirkt sie durchaus silbrig und kühl mit ihren matt-grüngraufilzigen, schmalen Blättern. Aber Mondnächte verwandelt sie in silberschimmernde Wogen“
„Oh. Poetisch.“
„Romantisch.“

„Nützlich ist sie auch, schon lange als Heilpflanze nachgewiesen, wie ihre Artverwandten.“
„Wofür und wogegen denn, Sebastian?“
„Eine Bitterpflanze, die aromatisch ist. Also dient sie als Aperitiv, Digestiv oder Medizin. Und Kenner setzen bevorzugt genau diese etwas mildere Art zum Aromatisieren von Wein usw. ein.“
„Etwa auch für Energy-Drinks?“
„Oder Eis?“
„Naja, es gibt bessere Verwendungszwecke für Bitterpflanzen. Die bekanntere große Schwester’ sozusagen verdrehte angeblich Künstlern und Bohemiens im Paris des 19. und 20. Jahrhundert den Kopf. Vielleicht schon mal gehört. Das stimmt so natürlich nicht, das war wohl doch mehr der Alkohol. Den Rest lest Ihr bitte mal selber nach, das ist ein sehr spannendes Thema.“

„Ich hab’ sie im Vordergrund von Urlaubspostkarten aus Griechenland oder Italien gesehen.“
„In Italien war ich übrigens auch. Salbei-Gnocchi essen, hat auch was mit Pflanzen zu tun.“

Tja, liebe Rätselfreunde, wie heißt nun die stark Ausläufer bildende Asteraceae mit den winzigen Blütenköpfchen, die bis 60cm hoch werden kann? Ihre Hauptverbreitung reicht vom Burgenland und Südosteuropa bis Nordkasachstan und Südwestsibirien.

Die Rätselfrage lautet:

Welche starkwüchsige "Silber-Pflanze" wird gesucht?

Die Lösungsantwort: