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September-Preisrätsel (2012)

Gleich drei neue Lehrlinge, heißa! Herzlich willkommen und Grüß Gott bei uns.

Gärtner Jo hat wie jedes Jahr die Aufgabe übernommen, die Neuen das erste Mal übers Gelände zu führen. Wir sind im Mutterpflanzenquartier als sie vorbeikommen: Sabina, Henrike und Fabia, alle zwischen 17 und 18.
Es ist ihr erster Tag und die Gespräche sind noch etwas … – sagen wir mal: unbeholfen.

“So groß werden die? Das ist ja krass.”
“Rud-beckia ni-ti-da. Klar doch!”
“Du kannst Dir auch erstmal ‚Sonnenhut’ merken, das ist der Name der Art und ‘Herbstsonne’ ist die Sorte, sie wird bis 2 m hoch.”
“Und riesige Gräser wachsen hier.”
“Die Mutterpflanzen haben wir, um die Stauden vegetativ zu vermehren, also nicht durch Aussaat, sondern durch kleine Pflanzenteile von den alten Pflanzen, den Müttern sozusagen. Und natürlich können wir an diesen Pflanzen auch sehen, wie sie einmal ausgewachsen aussehen und wie groß sie werden. Unsere Kunden kommen übrigens auch häufig hierher zum Schauen und Fotographieren.”
“Ich glaube, ich wahrscheinlich auch. Klick.”
“Versucht doch mal, einfach aus Spaß, diese Pflanze hier zu beschreiben. Das müsst ihr später auch machen, dann aber mit den Fachbegriffen. Heute geht’s noch frei heraus.”
“Nicht alle auf einmal.”
“Also, die Pflanze hat Blätter, grün.”
“Das ist schon mal richtig.”
“Die Blätter sind etwas wie Seerosenblätter ohne Wasser. Und die Blüte wie eine gelbe Rakete.”
“Ja, genau, beschreibt das mit Phantasie, hier das Gras, sag mal Du, Sabrina.”
“Ähm. Ein Fellgras. Oder – jedenfalls ist es pelzig.”
“Genau. Wir nennen es zwar Federgras, aber Fellgras wäre auch passend.”
“Jetzt wird’s etwas schwieriger. Versuchs Du doch mal, Henrike!”
“Eine Staude, ziemlich groß.”
“Wusstest Du eigentlich gestern schon, was eine Staude ist?
“Hey, natürlich nein. Aber heute.”
“Hat kleine Blätter, voll hohe Stängel und so strubbelige Weidenkätzchen dran.”
“Also, ich finde die Rosafarbenen sehen aus wie kleine Rüssel von Elefanten.”
“Ja, gut beobachtet!”
“Diese Pflanze, die Weiße und die Rosafarbene sind beide toll als einzeln stehende Pflanzen, zum Beispiel an einem Bach- oder Teichrand. Und ganz besonders schön wirkt die weiß blühende vor einem dunklen Hintergrund, einer dunklen Hecke etwa, könnt ihr Euch das vorstellen?”
“Klar, aber gesehen hab ich so was noch nirgendwo.”
“Ja, die Pflanze ist hier noch nicht so bekannt. Du könntest aber mal eine verschenken, z.B. als Kübelpflanze an Deine Oma oder Tante.”
“Mach ich.”
“Kannst Du Dir denn den Namen merken?”
“Nee, ich mach einfach ein Foto.”
“Klick.”
“Markant sind hier die hängenden Blütenährchen, das ist mal ein Fachbegriff. Sie blühen von unten nach oben auf, wenn man genau hinschaut.”

“Ich finde sie auch echt fesch zum Enten-schnabel-Felberich.”
“Du kannst aber gut lesen…”
“Streber!”
“Hier gibt’s ja auch echte Enten!”
“Klick.”
“Hier gibt’s auch Elektroautos, die fahren Pflanzen hin und her, das ist was für mich!”
“Ok, ein Foto für Dich: Klick.”

Die bis in den September blühende Staude ist ursprünglich eine Wiesenpflanze, von der etliche Arten auch bei uns heimisch sind. Die spektakuläre Sorte der ebenso dekorativ-eleganten wie stattlichen Rätselpflanze stammt allerdings aus Ostasien und blüht reinweiß. Noch ein Hinweis? Nagut, letzten Monat hat sie auch schon geblüht.

Gesucht sind Gattung (aabginorssu) und Sorte der hohen Staude aus der Familie Rosaceae.

Die Rätselfrage lautet:

Von welcher Staude ist die Rede?

Die Lösungsantwort: