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Oktober-Preisrätsel (2014)

Grüß Gott auf der Jungviehweide – schön, dass Sie hier vorbeischauen!

Zwei Schülerpraktikanten sind in diesen Monat bei uns: eine farbenfrohe Zeit und genug zu tun gibt’s auch. Conny und Max werden heute von Gärtnermeister Sebastian mit Lehrling Max zum Zwiebelabpacken geschickt, da werden sie gebraucht…

„… ihr helft heute Luzia und Marie beim Abpacken der Zwiebeln.“
„Zwiebeln habt Ihr auch?“
„Klar, Zwiebeln gehören doch in jeden Garten!“
„Zwiebeln zum Essen?“
„Essen kann man sie auch, aber wir meinen natürlich Blumenzwiebeln.“
„Oh. Klar, logo.“
„Na, Du bist nicht der Einzige, dem bei Zwiebeln zuerst mal die Essbaren einfallen. Ein Kaufmann in Antwerpen hatte vor mehr als 400 Jahren mit einer Ladung Stoffballen aus Konstantinopel einige Tulpenzwiebeln erhalten, die er sich – wie berichtet wird – erst einmal anbriet, weil er sie für Küchenzwiebeln hielt.“
„Aber dann hat es sich herumgesprochen, dass Blumenzwiebeln in der Erde mehr bringen?“
„Ja, und einige Zeit später gab es sogar das sogenannte Tulpenfieber, wo man für besondere Exemplare ungeheure Summen hinlegte. Sogar auf bestimmte Farbspiele der Blütenblätter wurde spekuliert, wie an der Börse.“
„Für Tulpenblüten?“
„Ja, es gab Leute, die haben sich durch die Spekulation komplett ruiniert.“
„Dabei schauen Tulpen so friedlich aus.“
„Das war im 17. Jahrhundert.“

„Gut dass ihr kommt. Hierher!“
„Das sind Conny, und Max.“
„Ah, noch mal Max, kann ich mir merken. Und Conny, prima.“

„Wenn der Boden langsam abkühlt, ist Pflanzzeit für winterharte Zwiebeln und Rhizome. Das wissen die Gartenfreunde und bestellen und bestellen und bestellen…“
„Ihr könnt bitte diese Ladung Narzissen abzählen und kontrollieren, immer 10 in diese Papiertüten, die Etiketten drucke ich gleich aus. Und so schauen gute Zwiebeln aus. Wenn mal eine dazwischen ist wie die hier: die werden aussortiert. Alles klar?“
„Max, Du sortierst die Tüten dann hier in die Kisten ein, die stellen wir dort rüber, schön luftig.“
„Ja, mach ich.“

„Was gibt’s denn noch so außer Narzissen?“
„Tulpen, Schachbrettblumen, Blausterne…“
„Hier, als nächstes sind Frühlingsknotenblumen dran, auch sortieren und abzählen. Max, Du hilfst mir dann, sie mit diesem angefeuchteten Substrat luftdicht zu verpacken, die kommen – bis sie jemand ordert – in den Kühlwagen.“
„Ich?“
„Ja, Max. Max, Du bist ab jetzt der Zwiebel-Max.“
„Einen Stauden-Max haben wir ja schon.“
„Eyey, Captain Zwiebel-Jo.“

„Im Kühlwagen liegen solche Päckchen mit kleinen Ästchen, das sind aber keine Zwiebeln?“
„Stimmt, das sind Rhizome. Unterirdische Speicherorgane von Pflanzen, wie fleischige Wurzeln, die funktionieren ähnlich wie Zwiebeln und treiben im Frühjahr, oder in der Steppe nach ausgiebigem Regen, in kurzer Zeit kräftig aus. Das ist ihr Vorteil gegenüber anderen Pflanzen, sie sind ganz schnell an der Sonne.“
„Und was sind das für Pflanzen?“
„Was stand denn auf der Verpackung?“
„Sehr hübsche, cremegelb blühende Frühlingsboten, typische Waldbodenpflanzen. Sie blühen, bevor das Blätterdach das Licht wegnimmt. Sie wirken sehr zart und heiter.“
„Und was haben die mit Leipzig zu tun?“
„Nun, ich vermute, dass diese Naturhybride dort zuerst entdeckt wurde. Um Leipzig gibt es berühmte, riesige Auewälder, und dort scheinen sich die weiße Hainliebende und die gelbe Hahnenfußartige, die beiden Elternteile, so wohl zu fühlen, dass diese Naturhybriden entstanden.“
„Oh wie romantisch, im Auewald.“

Gesucht ist eine botanische Besonderheit, die seit 1930 auch gezüchtet wird, wie ist ihr Name?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Pflanze?

Die Lösungsantwort: