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Oktober-Preisrätsel (2011)

Oktober, Oktober. Alles geben die Götter, die unendlichen ihren Lieblingen ganz: alle Freuden, die Unendlichen, alle Schmerzen, die Unendlichen, ganz. Zuviel Goethe? Diesmal hat der Herbst eben viel Farbe. Und viel Pathos: Grüß Gott bei uns auf der Jungviehweide. Jetzt aber zur Farbe…

Im Verkaufsquartier ist geschäftiges Treiben: Kunden suchen Stauden, Kunden suchen Beratung. Frau Huber will einen großen Asterngarten anlegen, in Erinnerung an ihre Oma. Das Ganze soll aber nicht altbacken wirken, denn Haus und Familie Huber sind ganz fesch und aus dem 21. Jahrhundert! “Stylisch”- würden die Lehrlinge sagen. Gärtnermeister Sebastian berät:

“So, den Vordergrund hätten wir dann ja.”

“Mit den Storchschnäbeln blüht es jetzt den Sommer durch und die Kissenastern kommen im Herbst. Was hatten wir noch mal an Farben?”
“Zunächst ‘Augenweide’ und ‘Blauer Gletscher’, beide sind blauviolett. Dahinter soll ‘Silberteppich’ mit einem leuchtenden Hellviolett anschließen, das war soweit die Idee.”
“Genau, und was kommt dann dahinter? Zuviele Astern, da war doch die Gefahr mit dem Mehltau?”
“Ja, das ist schon wahr. Aber wenn die Pflanzen sich wohl fühlen, ist die Gefahr geringer, deswegen dürfen sie nicht zu eng stehen und bitte nicht zu stark mit Stickstoff gedüngt werden. Diese Sorten hier sind alle bei der Staudensichtung mit gut oder sehr gut bewertet, dabei ist auch die Anfälligkeit gegen Krankheiten und Schädlinge berücksichtigt. Aber eine Garantie gibt’s leider nicht.”
“Hm.”
“Für Ihr Beet schlage ich vor, in die Mitte noch einige hohe Astern dazuzusetzen und für den Hintergrund andere Pflanzen auszusuchen, wie wir vorhin schon überlegt hatten.”
“Ja, das klingt gut.”
“Können Sie sich vorstellen, 2 kleine Gruppen höherer Astern in Blauviolett und in einem dunklen Rosa in die niedrigeren Astern hineinzusetzen?”
“Violett und rosa? Naja – darf ich das mal sehen?”
“Da hätten wir hier z.B. eine Rauhblattaster – auch wenig krankheitsanfällig – in rosarot, die ‘Alma Pötschke’, dazu vielleicht die deutlich niedrigere ‘Purple Dome’. Gefällt Ihnen das? Zusammen mit unserer Rätselpflanze dahinter finde ich das sehr wirksam, schau’n Sie mal…”

“Oh ja, hätte ich nicht gedacht. Und die hohen Violetten?”
“Da könnten wir diese beiden hier nehmen, die lösen sich von der Blütezeit gut ab. ‘Dauerblau’ ist eine alte Foerster-Sorte, die hatte vielleicht auch schon Ihre Oma.”
“Einverstanden, jetzt würde ich aber gerne mal alle Pflanzen für den Beethintergrund sehen.”
“Soll’s etwas stylisch sein?”
“Stylisch? Äh, ja!”
“Dann empfehle ich zwei Pflanzenpartner: einen eher filigranen und einen buschig-imposanten, das wäre mal was Anderes, wie finden Sie diesen Purpurdost, ein Eupatorium fistulosum ‘Augustrubin’ dazu?”
“Ja.”
“Und als Akzent und Strukturgeber setzen Sie im Hintergrund etwas versetzt vielleicht 5 von diesen Rätselpflanzen, die entwickeln sich im Laufe zu der Zeit zu schönen Horsten, so wie dort hinten.”
“Schön. Wirklich mal was anderes.”
“Damit können Sie auch in ein paar Jahren bei den “Schönsten Gärten” mitmachen, die suchen immer gute Beispiele.”
“Darf ich mich dann auch mal melden, wenn irgendwas nicht so wachsen will?”
“Klar, rufen sie einfach an oder kommen Sie vorbei.”
“Dankeschön. Auf dem Weg zur Kasse würde ich mir gerne noch rot blühende Tulpenzwiebeln raussuchen, wie Sie vorhin angeboten haben.”
“Alles klar, Frau Huber.”

Bei Ihnen auch? Alles klar? Die Rätselpflanze ist in Nordamerika heimisch und eine beliebte Akzent- und Strukturpflanze, gerade auch für Beete mit Astern. Ihre Herbstfärbung setzt oft schon im Spätsommer ein. Die Gesuchte Sorte färbt sich goldgelb und heißt (gerührt, nicht geschüttelt): dhinnortw

Wer stärkt Astern den Rücken?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Pflanze?

Die Lösungsantwort: