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Oktober-Preisrätsel (2010)

Huch, schon Oktober? Ja, ja, so geht das Gartenjahr, immer weiter …
Großartige Farbwogen im Asternquartier haben wir jetzt und silberne Spinnennetze zwischen den Blättern, die die allmorgendlichen Tautropfen schön nachzeichnen. Und ein wenig Wehmut, weil es eben schon Oktober ist: Grüß Gott bei uns auf der Jungviehweide.

Gärtnermeister Sebastian baut mit Gärtnerin Marie im Verkaufsquartier die Blumenzwiebeln und Pfingstrosen-Wurzelware in Kistchen und Weidenkörben auf. Ein Kunde, Emil Maierhofer, kommt dazu. Die Lehrlinge laufen vorbei und pfeifen ein Liedchen, aber was hat das mit dem Rätsel zu tun?

"Grüß Gott, kann ich Ihnen schon helfen oder wollen Sie sich erst noch umschauen?" fragt Sebastian.
"Ich schaue mich noch ein wenig um, aber hier, bei diesem Schild hat sich ein Fehler eingeschlichen, glaube ich. Allgäu schreibt man doch mit zwei »L« oder nicht?"
"Ja, schon, aber der Züchter dieser Sorte hat Wert auf die alte Schreibweise gelegt und daher heißt dieses Silber-Ährengras wirklich 'Algäu' mit einem »L« – ein wenig ungewohnt."
"Ach ja, dann war er bestimmt ein Patriot."
"Nun – ja und nein, glaube ich, das trifft es nicht ganz. Er war Staudenzüchter, Biologe und liebte seine Heimat. Er ist als Umweltschützer für den Schutz des Bergwaldes eingetreten und auch so bekannt geworden, hat z. B. auch neuartige Bepflanzungskonzepte für gefährdete Berghänge entwickelt. Er hat in der Nähe von Sonthofen gelebt, vielleicht sagt Ihnen der Name Karl Partsch etwas?"
"Karl Partsch? Ja, schon, aber ich erinnere mich gerade an einen EU-Abgeordneten der Grünen, der immer mal wieder in den Zeitungen auftauchte. Ist er das?"

"Ja, genau, er war auch 5 Jahre EU-Abgeordneter. Hat aber immer wieder als "Alpen-Rebell" für Schlagzeilen gesorgt, hat sich unermüdlich für den Umweltschutz in den Bergregionen eingesetzt. Und bei seinen Wanderungen durch den Bergwald auch das ein oder andere Gras entdeckt, das er dann für seine Züchtungen genutzt hat."
"Sagen Sie mal, wie geht das denn eigentlich?"
"Na, schauen Sie: Er ging Wandern und entdeckte einen außergewöhnlich schön gewachsenen Farn oder ein Gras – dafür hatte er als Staudenzüchter einen guten Blick. Er hat dieses Gras selektiert und vegetativ weiter vermehrt, dann wohl noch einige Zeit beobachtet, wie es unter Gartenbedingungen wächst. So wurde zum Beispiel dieses Gras hier ursprünglich im Bergwald auf frischen bis feuchten Böden gefunden."
"Interessant."
"Es hat eine grandiose Herbstfärbung, gelbbraun."
"Ja, wie in den Bergen, es gibt solche Stellen. Dieser Sorten-Name hier weist ja auch auf die Berge hin."
"Stimmt, auch eine Auslese von Karl Partsch."
"Und das hier, dieser Name ist wunderbar beschreibend, es wendet sich dem Betrachter wirklich entgegen, ich bin doch angetan!"
"Ich merke schon, Sie werden noch ein Gräser-Fan. Übrigens ist dieses (das letzte) Gras hier unsere aktuelle Rätselpflanze …"

Tja, Herr Maierhofer hat die Rätselpflanze nun gesehen, aber wie sollen Sie, liebe Rätselfreunde, nun wissen, um welches Gras es hier geht?
Sie könnten unseren neuen Gräserkatalog durchblättern. Oder Emil Maierhofer fragen.
Also doch noch einen Tipp: Das gesuchte Gras hat weitgehend knotenfreie Halme, weswegen es auch keine anhaltende Wintersilhouette besitzt. Nützlich war es aber früher zum Putzen von Tabakspfeifen.

Wie heißt das gesuchte Gras und die sympathische Sorte?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt das gesuchte Gras und die sympathische Sorte?

Die Lösungsantwort: