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November-Preisrätsel (2017)

Wir sind auch im November guter Dinge: Grüß Gott bei uns hier auf der Jungviehweide!

Zwischen Gärtnerin Marie und Schülerpraktikantin Sanny entspinnt sich ein Gespräch, dabei geht es um eine berühmte Staudengärtnerin aus Essex, Großbritannien. Sie hat mit Geschick und Experimentierlust an der Staudenverwendung für extreme Standorte gearbeitet. Die Rätselpflanze ist nach ihr benannt….

„Du Marie, sag mal, was ist denn ein grejwel gaaden? Der Meister hat davon gesprochen.“
„Ein wie?“
„Ich hab grejwel gaaden verstanden. Es ging irgendwie um Mulch und Kies und so.“
„Es hiess nicht etwa Grusel-Garten? So wie diese fürchterlichen  Kiesflächen, die man  hierzulande  inzwischen leider viel zu oft sieht?“
„Ja, kann sein, dass es um Gärten mit Kies ging. Da sind oft wenig Pflanzen drin, oder?“
„Tja, ich glaube das ist das Problem; das Sebastian angesprochen hatte. Die eigentlichen Kiesgärten sind aber sehr schön und heißen in England gravel gardens.“
„Ja, klar: gravel wie Kies. Kann ich mir aber gar nicht vorstellen. Kannst Du mir was dazu erklären?“

„Den Begriff hat soviel ich weiß eine inzwischen alte Dame aus Südost-England geprägt, eine Staudengärtnerin. Sie hat viel mit Pflanzen experimentiert und so hat sie für ihr Gartengelände, mit stark kiesigen Böden und heftigen Ostwinden, Pflanzen gesucht und kultiviert, die eben genau dort gut gedeihen. Einmal richtig eingewachsen, brauchen diese Pflanzen kaum mehr gegossen werden – der Garten ist bekannt dafür. Sie hat das genau untersucht und auch ein Buch darüber geschrieben. Damit wurde sie in Großbritannien sehr populär. Sicher auch, weil weniger Arbeit natürlich attraktiv ist. Heute sind ihre Gärten ein beliebtes Ausflugziel geworden, mit Tearoom, Staudengärtnerei.“

„Interessant. Und was sind das nun für Pflanzen, die in diesem Kiesgebiet wachsen?“

„Nun, sie hat Stauden aus aller Welt in ihren Gärten versammelt. In den gravel gardens gedeihen zum Beispiel Meerkohl, Graslilien, verschiedene Disteln und Wolfsmilchgewächse, Fetthennen, Iris, Calamintha, verschiedene Kräuter und natürlich Gräser. Und Königskerzen. Dazwischen überall die –dort natürlicherweise vorkommenden – Kieselsteine: das ergibt sehr harmonische, farbenprächtige Gartenbilder zu allen Jahreszeiten. Wir haben auch einen schönen Kiesgarten: in unseren Schau- und Mutterpflanzenquartieren.“
„Ja und wieso gibt es dann so oft diese hässlichen Kieselgärten mit ohne Pflanzen?“
„Mit ohne – sehr schön gesagt. Tja, ich fürchte, diese Leute meinen  damit hätten sie dann für immer nichts mehr zu  tun mit Garten, Pflanzen, Leben.…“

Jetzt aber zum Rätsel: die gesuchte Pflanze ist keine Trockenpflanze, aber Ernst Pagel, der sie ausgelesen hat, hat sie nach der populären englischen Staudengärtnerin benannt – mit ihrem Einverständnis natürlich. Ein wuchskräftiges Gras für frische Böden und sonnige Standorte. Die Auslese wird über 150 cm hoch und blüht zuverlässig. Die silbrigen Blütenfahnen sitzen auf dunklen Blütenstielen und wirken sehr anmutig.

Die Rätselpflanze ist also keine typische Kiesgartenpflanze, macht aber als Solitär und Gerüstbildner, oder auch als halbtransparente Abgrenzung in Freiflächen ein gutes Bild.

„Schau mal hier, ist ein Bild von den gravel gardens. Ach – und hier ist auch die alte Dame, in ihrem Garten. Genauso habe ich mir eine englische Gärtnerin vorgestellt. Lebt sie noch?“

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt das 1987 von Staudenzüchter Ernst Pagels ausgelesene Ziergras?

Die Lösungsantwort:

Gewonnen haben:

Valentina Breer
Annekathrin Dockhorn
Carmen Baumann
jeweils 3 x ein Einkaufsgutschein in Höhe von 20 €