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November-Preisrätsel (2013)

Zeit umgestellt, Winter kommt. Dazwischen ist noch der November, mit Nebel und Melancholie, Kräutertee, Filmabenden oder Herbstmenüs. Und es gilt, Stauden für die Wintervermehrung ausgraben, Beete herzurichten, Grüß Gott bei uns!

Ach übrigens, hier auf der Jungviehweide gibt es Nachwuchs, Eselin Loretta und Eselpapa Dieter haben jetzt ein goldiges Eseljunges, wir können sie gut von hier aus beobachten.

Frühstückspause, mit den Lehrlingen und Gärtnermeister Sebastian. Es geht um dies und das und irgendwie hat (fast) alles mit unsrer Rätselpflanze zu tun, einer Lamiaceae.

„Hey, Du glaubst es nicht, hier steht: Panda-Watching in den Qin-Lin-Bergen, Nordchina. Das sollten wir mal ausprobieren und ist gar nicht so teuer.“
„Ja, Meister, wann bekommen wir denn frei zum Panda-Watching?“
„Oder wir fahren nach Berlin. Hier: Welcomecard – freie Fahrt mit allen … Museumsinsel und 200 Rabattangebote.“
„Lecker, das Rezept hier, fernöstliche Küche mit Zutaten aus der Region. Das kochen wir…“
„Sebastian, was nehme ich denn da für Kräuter dazu, lies mal bitte.“

„Klar. Hast Du gesehen, was auf unserem Kräuterhügel jetzt noch blüht, mit den hübschen hellpurpurfarbenen Blütenkerzen? Das passt toll dazu. Stammt auch aus Fernost.“„Aber wieso hat die Pflanze diesen komischen Namen, so ähnlich wie der goldene Mohn?“
„Na, ratet doch mal. Wie kommen Pflanzen gleich zu Ihren Namen?“
„Irgendein berühmter Botanikfritze nennt sie nach einem anderen berühmten …“
„Wenn ich berühmt wär’, ich würde meine Neu-Entdeckung zum Beispiel … nach Dir benennen, also sagen wir … Fabia eleganta …“
„Oh!“

„Der Namensgeber für die Würzpflanze war ein bedeutender deutscher Naturforscher und Botaniker, später Botanicus am Hofe des Großen Kurfürsten. Er hat in Berlin im Renaissance-Lustgarten am Berliner Stadtschloss mitgewirkt. Und natürlich war der Kurfürst, wie es damals üblich war, wild auf neue Pflanzen aus Amerika und dem Orient. So baute der botanische Leiter des Lustgartens dort auch die ersten Kartoffeln in Deutschland an. Undsoweiter. Den Lustgarten gibt es noch, allerdings ohne Nutzpflanzen und Kräuter, nahe dem Berliner Stadtschloss.“
„Auf der Museumsinsel?“
„Genau.“

„Und die Würzpflanze zu Jacks Asien-Rezept, wuchs die dort auch?“
„Nein, ich glaube nicht. Sie wurde erst später durch Willendow benannt, eben nach diesem Botanicus – also kam sie wohl erst später nach Europa, heimisch ist sie in Nord-China.“
„Da, wo auch die Panda-Bären leben?“
„Genau.“

„Sie ist mir neulich schon aufgefallen, ich würde sie in meinen Rosengarten dazusetzen.“
„Und ich will sie für meinen Lustgarten.“

Die Gattung, benannt nach dem „Botanicus“ in Berlin, der den erwähnten Lustgarten zum ersten Botanischen Garten Deutschlands weiterentwickelt hat, umfasst etwa 35 verschiedene Arten.

Wir suchen die Art, deren Blätter wie Minze und die Blüten ätherisch-würzig duften und die etwa 90-150 cm groß wird. Wie heißt das hier noch kaum bekannte Tee- und Küchenkraut, geschüttelt: AEHILLOSTZ AIINNOSTTU?

Die Rätselfrage lautet:

Welches Küchenkraut suchen wir?

Die Lösungsantwort: