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November-Preisrätsel (2011)

Der November lauert, und mit ihm irgendwie auch schon der Winter. Aber hat nicht das Pflanzenreich auch hier für Glanzpunkte gesorgt? Freilich weniger farbenfroh und nicht so augenfällig, wir müssen schon etwas genauer hinsehen. Dann aber… Grüß Gott bei uns auf der Jungviehweide.

Lehrling Max, im dritten Lehrjahr, berät heute im Verkaufsquartier. Es ist zwar recht kühl, es kann aber noch gut gepflanzt werden. Herr und Frau Kraus wollen ein Grab zum Allerseelentag neu bepflanzen. Eine Anregung dazu haben sie auf der Bundesgartenschau fotografiert. Gärtnermeister Sebastian ist –für alle Fälle- auch in der Nähe.

“Schau’n Sie mal, so was Ähnliches wie hier auf dem Foto hätten wir gerne. Und diese Pflanze soll auf jeden Fall dabei sein.”
“Ja, das bekommen wir bestimmt hin. Das Grab, für das Sie Pflanzen aussuchen wollen, liegt es im Halbschatten?”
“Es liegt, ja es liegt den halben Tag im Schatten. Ungefähr. Und es ist ein Doppelgrab.”
“Also, die Pflanze, die Ihnen so gut gefällt, haben wir hier, in unterschiedlichen Blattfarben. Sie behält auch im Winter ihre Blätter. Schauen Sie doch mal durch, was Ihnen gefällt.”
“Mir gefallen die mit der dunkelroten Aderung. Die hier sind sehr hübsch!”
“Das ist die Sorte “W-nuss”. Sie können gerne noch ein oder zwei Sorten dazu auswählen.”
“Dann noch so eine Rotbraune dazu, finde ich.”
“Von den Rotbraunen empfehle ich Ihnen zu der rotgeaderten Silbrigblättrigen diese Sorte hier mit den stark gewellten Rändern. Sie hat in der Staudensichtung mit ‘ausgezeichnet’ abgeschnitten, ist gut wüchsig und standfest.”
“Sagen Sie mal, was ganz anderes: der deutsche Name (Gattungsname) ist ja ganz nett, wahrscheinlich sind die Blüten glöckchenförmig. Aber wo kommt denn der komische lateinische Name her?”
“Ach Peter, lass doch.”
“Nun, ich wollte Ihnen sowieso gerade ein paar Pflanzen für die restliche Fläche zusammensuchen, dann frag ich mal grad den Meister wegen des Namens nach.”
“Siehst Du, Lisa.”

Die Kunden sind sehr zufrieden. Max hat zu den obigen Pflanzen immergrüne Seggen, kleine Bergenien und die kleine Waldschmiele zu einer ganzjährig attraktiven Bepflanzung für das Grab zusammengestellt, wirklich gut.

“Wir hätten gerne noch für die Nachbarin zum Geburtstag so einen kleinen Pflanztrog. Auch mit diesen rotlaubigen Stauden von vorhin. Können Sie uns dazu auch noch was mit anderen schönen Blattpflanzen kombinieren? Es soll den Winter über am Hauseingang stehen.”
“Darf’s denn auch ein bisschen farbenfroh sein?”
“Ja, doch, denn der Kübel ist schwarz glasiert.”
“Ja, dann schau’ n wir mal… für Kübel geeignet wären dann hier etwa die Gold-Tripmadam, dieser teppichbildende Steinbrech mit den kleinen grünen Blattrosetten, dazu noch eine weißbunte Segge, schick, oder?
“Ja, sehr. Für meine Nachbarin fast schon…”
“Kann ich noch was für Sie tun?”
“Vielleicht…”
“Nein, heute nicht. Danke.”
“Zu Ihrer Frage von vorhin: die Pflanze wurde nach einem Naturwissenschaftler und Arzt benannt, der an der Universität Wittenberg wirkte und später für August den Starken auch Generalinspektor der naturhistorischen Sammlungen in Dresden war.”
“Ach ja, interessant. Dann hat man an den Namen einfach ein a angehängt. Ach so!”

Im Flüsterton sagt Herr Kraus noch zu Max:
“Können Sie mir für nächste Woche bitte noch mal so einen Pflanzkübel für meine Frau zurechtmachen, mit etwas mehr von der dieser Liebesgöttin und den Rotlaubigen, in einem Terracotta-Kübel. Sie hat nämlich Geburtstag und freut sich bestimmt.”

Na, das ist doch was!
Welche rotlaubige, reichblütige Sorte der gesuchten Blattstaude ist außer der “W-nuss” noch für Kübel und Grab ausgesucht worden?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Pflanze?

Die Lösungsantwort: