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Mai-Preisrätsel (2019)

Wie wird der Mai? Warum nur wollen wir immer Vorhersagen? Pflücken wir die Stunde - wie könnte man das noch treffender ausdrücken? Herzlich willkommen bei uns auf der Jungviehweide!

Der wöchentliche Rundgang mit den Lehrlingen führt diesmal auch zu einer meist unbeachteten Ecke in Gärtnermeister Sebastians Experimentierareal. Hier stehen nun Lehrlinge im dritten Lehrjahr wie Max und die Lehrlinge im zweiten und ersten Lehrjahr, Joana, Tobi, Fabia und Sabrina allesamt recht erstaunt vor den Tonglocken zum Bleichen von Pflanzen.

„Hey, die Pflanze heißt ja wie mein Onkel!“
„Dein Onkel heißt Meerkohl?“
„Quatsch, ich meine die Pflanze unter diesem Tontopf hier!“
„Sebastian, was hat es denn mit diesen Tontöpfen auf sich. Und wie geht das mit dem Bleichen?“
„Die Tontöpfe nennen sich Bleichglocken, sie sind aus Steingut oder Terracotta. Hier in Schwaben verwendet man häufig einfach umgestülpte schwarze Eimer, sie erfüllen den Zweck genauso und kosten nicht viel.“ „Ja, ja, sowas erfreut des Schwaben Herz.“
„Ach ja! Meine Oma hat das gemacht, mit den Eimern, bei Chicoree und bei Rhabarber.“
„Siehst Du, Deine Oma weiß Bescheid: durch das Verdunkeln werden die jungen Triebe milder. Chicoree wäre sonst einfach zu bitter, niemand würde sich dafür interessieren.“
„Aber es gibt doch jede Menge andere Gemüse, wieso macht man sich denn diese Arbeit?“
„Tja, warum machen sich Gärtner diese Arbeit? Wer hat eine Idee?“

„Im Frühjahr gibt es noch nicht soo viel Auswahl, finde ich.“
„Genau, Fabia, und dann ist das Vortreiben von Wurzelstöcken natürlich sinnvoll. Und genauso sinnvoll ist es, die ersten Gemüsesorten durch Bleichen schmackhafter zu machen. Man kann das auch durch Anhäufeln erreichen, wie beim Spargel. Oder durch das Verdunkeln bei Stiel- und Blattgemüse - und da sind wir wieder bei Sabrinas Onkel.“
„Mein Onkel?“
„Ja, neben dem Meerkohl….“
„Ach so, die Pflanze hier vorne. Also ich kenne sie nicht.“
„Eine heimische Wildstaude und eines der ersten Frühjahrsgemüse. Leider ziemlich in Vergessenheit geraten.“
„Wieso denn eigentlich?“
„Sie wurde vom echten Spinat verdrängt, der einen feineren Geschmack besitzen soll. Außerdem wurde die Pflanze, die als Kulturfolger in dörfliche Ruderalgesellschaften eingewandert ist, durch Baugebiete, Sanierungen und geänderte Nutzungen in den Dörfern immer seltener. Sie ist zweijährig und benötigt immer wieder offene Stellen zur Selbstaussaat. Im Garten dagegen stellt das ja kein Problem dar. Dort bevorzugte man aber eben immer mehr den echten Spinat, wobei unsere züchterisch nicht bearbeitete Rätselpflanze ernährungsphysiologisch äußerst wertvoll sein soll.“
„Schmeckt sie denn nun gut, diese Pflanze?“
„Ja, die gebleichten Triebe werden blanchiert, dazu z.B. Sahnesoße, und sind sehr lecker. Und die jungen Blätter hat man ungebleicht auch schon seit der Antike als Spinat gegessen. Wem das zu ungewohnt ist, kann bei der Zubereitung von Spinat einfach einen Teil der 'wilden' Blätter dazu nehmen. Das zumindest ist meine Empfehlung.“

Wie heißt die Eisen- und Vitamin C - reiche Staude aus der Familie der Gänsefußgewächse? Sie wurde übrigens auch als Futterpflanze und Färbepflanze genutzt, für goldgrüne Farbtöne.
Übrigens würde sich unsere Glücksfee über Hinweise freuen, wie Sie die Rätselpflanze in der Küche verwenden.

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die Eisen- und Vitamin C - reiche Staude aus der Familie der Gänsefußgewächse?

Die Lösungsantwort:

Gewonnen haben:

Kerstin Wolfbeisz
Susanne Rupp
Veronika Crass
jeweils 3 x einen Einkaufsgutschein in Höhe von 25 €