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Mai-Preisrätsel (2018)

Das zarte Aprilgrün wandelt sich zum frischen Maigrün, dazu die Farbenfülle des Wonnemonats Mai: herzlich willkommen bei uns auf der Jungviehweide.

Die Lehrlinge machen Pause.

„… ich habe neulich in einem Blog gelesen, dass die Ureinwohner im Amazonasgebiet über 100 Grüntöne unterscheiden können.“
„Echt?“
„Naja, da gibt’s ja auch fast nur Grün.“
„Und ist dort überlebenswichtig: eßbar grün, giftig grün, gefährlich grün, nützlich grün.“
„Meinst Du die haben dann jeweils eigene Wörter für Grün?“
„Klar: krokogrün, pythongrün, camucamugrün und so.“
„Grün, hellgrün, dunkelgrün, mehr fällt mir dazu nicht ein. Obwohl … das Grün wirklich immer ein wenig anders ist.“
„Ihr habt vielleicht Probleme! Grün ist Grün. “
„Unreife-Bananen-Grün. Springfroschgrün. Oder für Sabrina ein saftiges Smoothie-Grün.“
„Jetzt gefällt mir das Spiel: Picknick-mit-Monet-Grün.“
„Schimmelgrün.“
„Monstergrün!“

„Und jetzt weiter mit Blau, passend zu den Stecklingspflanzen, die hier warten“. Gärtnermeisterin Sabine ist heute besonders gut gelaunt: „das ist auch sehr hilfreich für Verkaufsgespräche. Und nicht vergessen: heute ab 18.00 Uhr gibt’s Waldmeister-Bowle! “

Die grundständigen Stecklinge aus der Märzvermehrung sind nun gut bewurzelt und werden heute getopft. Die vegetative Vermehrung ist auch bei dieser Gattung wieder einmal die beste Garantie für gute Pflanzenqualität und verläßliche Blütenfarbe, denn die ist hier ganz eindeutig das Wesentliche.

„Blaumeise fällt mir ein.“
„Blaumann.“
„Cool, das ist doch ehrlich viel besser als ‚Weltfrieden‘ oder ‚Götterdämmerung und so.“
„Naja, ich finde diese Karl Foerster-Namen schon gut, ein wenig wie Gedichte, aber in einem Wort.“
„Ok, dann schlage ich ‚Poetenblau‘ vor.“
„Na, wüsstest Du denn jetzt, wie so ein poetisches Blau aussieht, wenn ich dir 10 verschiedene zur Auswahl gebe? Bei Blaumann wäre das eindeutig und jeder weiß, was ihm blüht.“
„Stimmt. Aber ‚Sternennacht‘ ist doch gut. Oder ‚Ballkleid‘, das klingt duftig-hell, also hellblau.“
„Nagut, aber was für ein Blau ist denn ‚Tempelgong‘?“

Wie bei anderen Hahnenfußgewächsen sind die Blütenbestandteile umgebildet und die großen farbigen Kelchblätter bringen die auffälligen Farbtöne hervor. Die eigentlichen Petalen, die Kronblätter, sind hier umgeformt und bilden das Auge im Zentrum der Blüte.

„Also ich probier mal so ein Verkaufsgespräch: … ‚Sie brauchen in jedem Fall mehrere Blautöne. Durch einen bodentiefen Rückschnitt gleich nach der Blüte remontieren diese vegetativ vermehrten Sorten und das ist bei diesen traumschönen Stauden wirklich empfehlenswert. Und noch ein Tipp wegen der Schnecken …

Die Rätselstaude zählt zur Gruppe der relativ niedrigen, standfesteren und verzweigten Form dieser Art. Und die Sorte? Sie stammt aus dem genetischen Potenzial der Foerster-Sorten und beschreibt das steingutblau der feuerfesten Keramik aus Niederschlesien. Sie war bis zum Aufkommen von Geschirr und Vorratsbehältnissen aus emailliertem Stahl oder Gusseisen und Alu weit verbreitet und ist auch heute noch beliebt. Diese Keramik mit dem typischen Dekor erhielt 1905 bei der Weltausstellung in London die Goldmedaille für cadmium- und bleifreies Geschirr.

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die Prachtstaude mit dem besonderen Blauton?

Die Lösungsantwort:

Gewonnen haben:

Barbara Christiani
Elfriede Schutte-Hesselbach
Katrin Veit
jeweils 3 x ein Einkaufsgutschein in Höhe von 20 €