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Mai-Preisrätsel (2016)

Hat doch jemand ein Gedicht auf die Regentonne geschrieben: Die Blumen komm, und es wird bald Somm. So grün wie es ist, sitzt der Hahn auf dem Mist. Manchmal ist es heiß, dann essen wir Eis. Und ist es kalt, dann kommt die Hitze erst bald. Nun ja. Herzlich willkommen auf der Jungviehweide!

Es werden weiter Pflanzen vermehrt und getopft, heute mit Gärtnermeister Sebastian, den Lehrlingen Max, Joana, Tobi, Henrike und unserer "Neuen", Jenny. Herrlich: topfen, topfen, topfen, während es um uns herum summt und die Sonne scheint… und ab und an wird ein Smartphone befragt …

„Sag mal, wo hast Du die denn gefunden…“
„Und was soll das überhaupt sein? Jetzt bin ich schon so lange hier, aber diese Dinger da hab ich ja noch nie gesehen…!“
„Wie sehen sie denn aus, Max?“
„Wie ein Rettich?“
„Ja, wie eine Rübe, stimmt.“
„Man könnte die Pflanze auch aussäen, allerdings sind die Pflanzen aus der Rübe viel schneller attraktiv, sie sind schon nach ein paar Wochen richtig kräftig.“
„Sind sie dann auch so grässlich bunt wie die Dahlien?“
„Nun, anders bunt. Die Blüten sind manchmal geradezu marmoriert oder eigentümlich gestreift. Und es gibt an einer Pflanze immer mal wieder verschiedenfarbige Blüten, dazu hat sie üppiges Laub.“
„Das hilft nix. Verschiedene Blütenfarben an einer Pflanze! Ich hätte nicht gedacht, dass sich Dahlien noch toppen lassen.“

„Die Pflanze stammt wie die Dahlie auch aus Übersee, Mittel- und Südamerika. Ich habe sie vor vielen Jahren wild im Süden Frankreichs einmal angetroffen, als ich abends vor einer Stadtmauer auf den Felsen herumkraxelte. Sie duftete wie eine vornehme Dame. Also ich meine, es war der anziehendste Duft, der mir je so überraschend begegnet ist. Ich weiß gar nicht, ob es ein Parfüm gibt, das so gut riecht.“
„Bestimmt. Parfüme interessieren mich. Wie heißt gleich nochmal die Pflanze Sebastian?“

„Klar gibt es Parfüme, wo Kreationen in Richtung dieses Dufts die Herznote bilden. Hier heißen sie Nachtjuwel oder so.“
„So einen Duft gibt es irgendwie nur in den Tropen oder Subtropen. Betörend und schwer, doch blumig und verlockend.“
„Sebastian, Du bist ja ganz betört. Oder wie sagt man da?“
„Eine Pflanze wie eine schöne Frau …“
„Sebastian…“
„Also auf jeden Balkon gehört so eine Duftpflanze, in einen schönen Kübel. Für die Kinder zum Beobachten der Blütenfarben …“
„…und für die Erwachsenen zum Schwelgen.“
„Ja, das ist das richtige Wort, genau. Nachmittags dann, nach getaner Arbeit, fangen sie an sich zu zeigen und später dann zu duften. Ja und dann wäre ich doch gerne ein Nachtgeschöpf, so ein Nachtfalter, der sich Nacht für Nacht an dem Nektar berauscht…“
„War da vielleicht noch was anderes im Spiel, damals in Südfrankreich, Sebastian?“

„Ja, vielleicht. Übrigens: im Spätherbst muss man dann die Rüben wieder ausgraben, um sie frostfrei in trockener Erde zu überwintern, so wie man es auch bei den Dahlien macht. Im kommenden Jahr sind die Pflanzen dann noch kräftiger im Austrieb und das Ganze geht von vorne los.“

„Sebastian, schau mal dieses Bild hier an, so richtig hübsch ist sie aber nicht. Eher sogar etwas unansehnlich, und wo sind denn die farbigen Blüten. Ist sie das?“
„Ja. Sie ist eine Duftschönheit, mehr sag ich nicht.“

Wie heißt unsere Rätselpflanze. Sie gehört übrigens zur Ordnung der Nelkenartigen.

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Pflanze?

Die Lösungsantwort: