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Mai-Preisrätsel (2012)

Jedes Jahr wieder ein Wunder, der wonnige, wundervolle Mai. Frisches Grün und Blüten allüberall… Grüß Gott auf der Jungviehweide: hier ist es natürlich besonders schön.

Alle Hände voll zu tun gibt es und zur Zeit sind hier besonders viele Hände aktiv. In Kommission und Verpackung stapelt sich am meisten Arbeit, denn Frühjahr ist Pflanzzeit ist Bestellzeit ist Haupt-Versandzeit. Deswegen hat Gärtnermeister Sebastian die neue Praktikantin Magdalena zusammen mit Lehrling Max zu Jo in die Kommissionierung geschickt, Pflanzen für die Aufträge zusammensuchen.

„Magdalena und Max helfen diese Woche beim Kommissionieren. Magdalena kommt aus Polen und hat in Wien Landschaftsarchitektur studiert. Nun möchte sie hier ihre Staudenkenntnisse vervollständigen.“
„Gute Idee.“
„Genau. Also Jo sagt Euch, wo’s langgeht, ok?“

„Von Wien nach Illertissen, wie bist Du denn darauf gekommen?“
„Naja, andere Länder – andere Sitten und so interessiert mich neben dem Fachlichen auch wie die Menschen hier so sind, wie sie leben, was sie essen und trinken und überhaupt.“
„Was sie gerne essen, darüber habe ich mittlerweile schon einiges erfahren“
„Kässpätzle zum Beispiel mit Zwiebelrostbraten, Maultaschen und besonders gut schmecken mir die Grünen Krapfen.“

„Nehmt Ihr beide mal diesen Auftrag hier. Alles in die schwarzen Kisten packen, Zettel dazu und ab auf euren E-Flitzer. Dann holt Ihr Euch von mir die nächsten Aufträge.“
„Wir können uns ja in der Frühstückspause vorne im Cafe (Sonnenschein) treffen und schauen, was es da heute zu futtern gibt. Ich denke ich ess' heute mal wieder meine geliebten Wiener Würstchen.“
„Das ist lustig, wisst Ihr, dass dieselben Würstchen in Wien Frankfurter Würstchen heißen?“

„Also los: 20 Geranium, 3 verschiedene Sorten, die hole ich. Schau Du mal nach den Herbst-Anemonen, Königin Charlotte.“
„Heiße aber Magdalena.“
„Oh. Heiße Max.“

„Alles gefunden, ja? Hol Du jetzt noch die Pachysandra. Und die letzte Staude auf der Liste.“
„Ach, die heißt ja so wie ein Ort, wo ich früher schon mal zum Skifahren war.“
„Wo ist das denn?“
„In den Allgäuer Alpen, bei Sonthofen, genauer gesagt ein Ortsteil von Ofterschwang.“
„So. Da lebte doch dieser Staudenkenner, Ökologe und Naturschützer, der auch schon mal ein paar Jahre in Strassburg war. Der konnte Dir ja auf der Stelle hunderte Arten von Wald- und Wiesenpflanzen aufzählen. Er hat übrigens auch Deine Pflanze ausgelesen und nach dem Ort benannt wo Du schon mal übernachtet hast.“

„Wie blüht denn jetzt diese Übernachtungsort-Pflanze eigentlich? Ich kenne die Sorte nicht.“
„Leuchtend orangerot. Der Kunde hat auch recht passende Nachbarn dazu ausgesucht. Ich fände dazu noch eine Molinia schön, die 'Windsäule’ vielleicht.“

„Gehen wir in der Pause ins Cafe vor?“

„Wollen wir mal weiter arbeiten und die Rätselfreunde nicht weiter verwirren?“
„Hopp jetzt. Nächste Bestellung: scheint ein Glockenblumenfan zu sein…“

Der deutsche Staudenzüchter aus Ofterschwang hat eine stattliche Zahl wunderbarer Stauden ausgelesen und uns als wertvolle Bereicherung des Sortiments hinterlassen. Auch unsere Rätselpflanze hat er in der Nähe seines Heimatortes bei einer seiner Wanderungen in einem Garten entdeckt. Sie blüht von Mai bis Juli leuchtend orangerot. Und noch was zum Thema essen: Schnecken verschonen sie – weitestgehend. Wie heißt die gesuchte Rosaceae?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Pflanze?

Die Lösungsantwort: