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März-Preisrätsel (2019)

Und da ist er wieder: der verheißungsvolle Duft, der warme Wind. Natürlich zusammen mit kalten Nächten und Sternenhimmel, Regen und wahrscheinlich nochmal Schnee und Graupel. Soweit unsere Wettervorhersage für den März: herzlich willkommen hier auf der Jungviehweide!

Gärtnermeister Sebastian und die Lehrlinge bereiten das Folienhaus vor. Die Quartiere werden durchgesehen, Pflanzen, Durchwurzelung und Boden kontrolliert, Stückzahlen festgehalten. Ein Muss im Februar. Unser Rätsel sucht nach einer interessanten, nicht sehr bekannten Boraginaceae.

„Da blüht ja schon der Borretsch… nein doch nicht, aber so ähnlich. “
„Die Blüten sind borretschähnlich, aber hier gruppieren sie sich in dichten Büscheln. Schon vor dem Blattaustrieb. Interessant. Hatten wir die Pflanze letztes Jahr auch schon, Sebastian, die ist mir noch nie aufgefallen?“
„Ja, also neu ist sie bei uns nicht. Wer weiß denn etwas mehr darüber? Max vielleicht?“
„Bestimmt wieder eine super-gesunde Pflanze. Zumindest schaut sie richtig lecker aus, stimmt´s Sabrina?“
„Max hat schon viel gelernt! So viele Pflanzen sind lecker und wohltuend.“
„Jetzt mal ohne Unsinn, bitte!“

„Also, wenn sie nicht im Folienhaus steht, blüht sie etwas später, ich glaube im März und April.“
„Sherlock Max! Richtig.“
„Ok ich geb´s zu, mir ist sie auch noch nie aufgefallen. Ich google mal gerade, Moment bitte … im Internet steht dazu auf unserer Homepage, dass sie … früh blüht und sehr robust ist, zäh sogar, Wildstaude und … Problemlöser für trockenen Gehölzschatten. Interessant.“
„Denkt man gar nicht wenn man sie so sieht.“
„Ja, ihr Naturstandort sind feuchte Buchenwälder und schattige Flussufer in Osteuropa, etwa in Bulgarien, in der Nordtürkei oder im westlichen Kaukasus. Hier bei uns gedeiht sie aber seit Jahren auch bestens im trockenen Gehölzschatten, hinten im Wäldchen Richtung alter Ahorn, sie ist sehr trockenheitstolerant und bildet über ihre Rhizome dichte Bestände, auch bei uns.“
„Und ist sie wirklich ein Problemlöser, Sebastian?“
„Ja, ich hatte darüber neulich mit einem Gartengestalter gesprochen, es ging um einen flächigen nordexponierten Hang mit Eichen und Hainbuchen, der wegen einer darüber liegenden landwirtschaftlichen Fläche erosionsgefährdet ist. Hier könnte sie als schützende Bodendeckerpflanzung dienen. Auch wenn die Staude nicht heimisch ist, ist sie an sich sogar unschädlich, wenn man den Maßstab der gebietstypischen Pflanzen anlegt, da sie sich nur über Rhizome ausbreitet und nicht in die Landschaft versamt. Man könnte sie so in dem geplanten Park gut beobachten und außerdem wie am Naturstandort mit Efeu vergesellschaften.“
„Oh ja, die Bilder von geschlossenen älteren Beständen sind wirklich eindrucksvoll. So große Blätter bekommt sie, schau mal hier das Foto, Blätter in rauen Mengen.“
„Ach, Sabrina, apropos große Blätter: ich weiß, dass die Pflanze in der traditionellen südosteuropäischen und türkischen Küche verwendet wird, weiß aber nichts Genaueres, kannst Du mal ein paar Rezepte recherchieren? Würde ich gerne mal ausprobieren.“
„Klar, mach ich, das interessiert mich auch.“
„Hoffentlich gibt´s nicht nur Smoothie-Rezepte, sondern auch mal etwas wie …“
Wir suchen eine Staude, die Gärtnermeister schon in internationalen Schrebergärten gesichtet hat, ein Raublattgewächs. Und wir suchen gerne auch Hinweise zur Verwendung der Blätter als Gemüse– oder Salatpflanze.

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Staude?

Die Lösungsantwort:

Gewonnen haben:

Alexandra Breuer
Marika Block
Waldemar Rein
jeweils 3 x einen Einkaufsgutschein in Höhe von 25 €