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März-Preisrätsel (2012)

Hat doch der Februar diesmal noch einen Tag drangehängt! Jetzt ist endlich März! Freuen Sie sich auch so wie wir auf den Vorfrühling? Diese erste der 7 Jahreszeiten Karl Foersters bringt mit den frühen Zwiebelblühern wieder sichtbar Hoffnung, Leben und Farbe in die Gärten. Genauso wie in unsere Staudenquartiere: Grüß Gott bei uns.

Im Vermehrungsraum werden heute Wurzelschnittlinge geschnitten und gesteckt.  Gärtnermeister Sebastian und den Lehrlingen Max, Tobi und Joana treibt die Rätselpflanze Tränen in die Augen, Praktikantin Lilly kommt später dazu.

“Von wegen ein Freund fürs Leben.”
“Also meine Freunde sind netter zu mir als diese Wurzeln hier.”
“Die leicht flüchtigen ätherischen Öle wirken eben frisch am intensivsten.”
“Ja, ich merk’s – schniefschnief und Augen-reib.”
“Sag nur, Sebastian, dass die Arbeit, die wir hier machen auch noch gesund ist.”
“Das ist der Frühjahrsputz für Deine inneren Organe: die scharfen Senföle wirken desinfizierend…”
“Ja, genau, so fühl ich mich, desinfiziert!”
“… und stärken die Abwehr, weil auch antibiotisch wirkende Stoffe enthalten sind. Altes Heilmittel. Würde auch gegen Skorbut helfen, deswegen hatten früher auch die Seeleute genug davon an Bord, wohl in Holzfässern!”
“Seeleute, ja o.k. Aber ich hol das doch einfach im Laden. Also, wer kauft denn so was eigentlich noch als Pflanze, Sebastian?”
“Frisch und selbst geerntet ist einfach trendy, Heil- und Gewürzpflanzen werden ja wieder zunehmend geschätzt.”
“Klar, die Kunden machen ja auch keine Wurzelschnittlinge, dann geht’s ja.”
“Genau, außerdem ist die Pflanze sehr wuchskräftig und wenn beim Ernten eine der Seitenwurzeln im Boden bleibt, wächst daraus auch wieder eine neue Pflanze. Wer sie einmal im Hausgarten hat, braucht sich eigentlich um die Vermehrung nicht weiter kümmern. Deswegen sagen wir: ein Freund fürs Leben.”
“Hm.”
“Also, wir machen das für die Gesundheitsapostel.”
“Genau, da hab ich noch was: die jung ausgetriebenen Blätter sind mild und lecker für den Frühjahrssalat.”
“Das ist eine Info für Joana und Lilly.”
“Wieso vermehren wir eigentlich nicht über Samen?”
“Weil die Pflanze nur unzureichend Samen ausbildet, oder sie will Euch einfach ärgern.”

“Hey, was ist denn hier los, habt Ihr alle Liebeskummer?”
“Ah Lilly, jetzt wo Du da bist geht’s schon viel besser!”
“Darf ich euch beim Wurzeln-Schneiden fotografieren, das passt gerade gut zu meinem Referat für nächste Woche. Damit könnte ich euch gleich noch ein bisschen langweilen.”
“Unbedingt.”
“Wisst Ihr, warum das Zeug da so viel in Franken angebaut wird?”
“Vielleicht, weil da der Boden locker und nährstoffreich ist, dann wachsen die Wurzeln gut und gerade.”
“Ja auch.”
“Weil die Franken das so kernig aussprechen?”
“Nee.”
“Weil Markgraf Johannes von Brandenburg-Kulmbach den Anbau gefördert hat.”
“Woher weißt Du das denn?”
“Das war im 15. Jahrhundert. Steht auf Deinem Zettel.”

Nürnberg war der Ort für Gewürzhandel mit dem Orient. So spezialisierte sich das nähere und weitere fränkische Umland im Laufe der Zeit auf den Anbau von bestimmten Gewürzpflanzen. Wir suchen den deutschen Namen einer weiß blühenden Brassicacee mit Heimat in Ostrussland/Ukraine. Anbau gibt’s heute aber auch im Spreewald, in der Steiermark u.a.

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die gesuchte Pflanze?

Die Lösungsantwort: