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März-Preisrätsel (2010)

Warme Temperaturen wie in den letzten Tagen versetzen Gärtner in Frühlingslaune. Demzufolge herrscht hier kribbeliges, nervöses Treiben. "Die spinnen, die Gärtner", könnte man meinen. Grüß Gott bei uns. Das Rätsel ist nicht so spaßig wie das Letzte, es ist schließlich Fastenzeit.

Trotz Schneeresten geht nun die Arbeit im Freien richtig los: Gärtnermeister Sebastian arbeitet mit den Lehrlingen Max und Tobias und Praktikantin Lilly im Mutterpflanzenquartier. Wir Rätselfans sind mit dabei!

"Du wolltest doch, dass der Schnee verschwindet."
"Ja, schon."
"Tobias, wir vermehren diese Stauden durch Abstechen der Austriebe. Schau mal: Zuerst lockert ihr mit der kleinen Schaufel etwas den Boden um die Pflanze, dann trennt ihr am Grund mit einem scharfen Messer die Triebe ab. Wir pflanzen diese Teilstücke nachher in 9er Töpfe. Alles klar?"
"Ja, doch."
"Du hast kein scharfes Messer, stimmt' s? Da kann dir Max bestimmt weiterhelfen."
"Und was sind das jetzt für Pflanzen?"
"Lass dir das auch von Max erklären, an was er sich noch erinnert. Lilly weiß bestimmt auch etwas, z.B. nach wem sie benannt sind, den Rest erfährst Du später von mir …"

"Also Max, was weißt Du über diese Pflanzen?"
"Im Verkauf kosten sie 4,50 €. Allerdings brauchen die kleinen Pflanzen ein Jahr bis der Ballen gut durchwurzelt ist und sie verkaufsfertig sind."
"Und lohnt sich das denn, ich meine, wie schauen die denn nachher aus?"
"Es gibt sie in vielen Farben, wir haben weiß-gefranste, hellrosa und violett blühende im Sortiment. Im späten Frühjahr tragen sie große runde Einzelblüten, die wachsen an einem Stängel, so doldenförmig, ach, halt so über die Blätter hinaus."
"So ähnlich wie???"
"Naja, es sind ja … (gerade poltert der Erdlaster draußen entlang), also so ähnlich wie …-blumen (da dröhnt "Ottoka" vorbei, der kleine Radlader auf dem Weg zum Erde-Abladen).

"Und Lilly, was weißt Du?"

"Warte mal: Von Japan bis Sibirien-Ost
mögen sie feuchte Plätze
ob im Wald oder am Fluss.
Und ganz einerlei ist ihnen: Frost!
Oje, das ging schon mal besser…"

"Also, feuchter Standort und etwas von Sibirien haben wir ja hier im Beet auch."
"Und noch was, Tobias: die Gattung gibt es ja bei uns auch, wild und in vielen schönen Arten und Sorten, auch im Blumentopf, manchmal etwas bunt, aber niedlich. Diese Art hier ist aber von weit her gekommen: Ihr Entdecker, ein bekannter Arzt, Naturforscher und Pflanzensammler, hat sie schon vor über 100 Jahren aus Japan mitgebracht. Die meisten Sortennamen sind deshalb etwas schwer zu merken."

"Sag mal Lilly, was finden denn Mädels schön. Ich brauch noch ein Geschenk."
"Na, neulich hatten wir doch was. So eine vitaminreiche Hirschgeweihpflanze vielleicht?
"Lieber was Schönes!"
"Dann – nimm doch welche von diesen Frühjahrsblühern hier!"
"Die blühen doch erst im Mai."
"Stimmt, aber es gibt doch genug andere Arten, die die Ziergärtner schon vorgetrieben haben. Die schönen Kugeligen zum Beispiel oder die Duftenden, das sind echte Frühlingsboten."
"Ja gute Idee. Hilfst Du mir später beim Aussuchen?"
"Ja freilich".

Sebastian ergänzte dann noch etwas zur Verwendung im Garten:
"Diese Staude mag leicht sauren Boden, ist extrem langlebig und zieht anders als ihre verwandten Arten im Sommer völlig ein. Somit eignet sie sich prima für gemischte Schattenbeete, wo sie im Frühjahr – in Gruppen gepflanzt – einen schönen Akzent setzen kann und später im Jahr dann Platz macht für wuchskräftige Nachbarn wie etwa Gräser, Funkien, Astilben oder die Herbstanemone."

"Mit vollem Recht kann man sie deshalb als die schönste … bezeichnen und wer sie einmal in Blüte sah, wird ihr sicher ein Plätzchen im Garten zuweisen." (Zitat von Otto Mann vor 1900).
Wir suchen eine Sorte dieser weit gereisten Art mit japanischem Namen. Leider sind uns die Buchstaben durcheinander geraten: aggknoosu.

Welche Sorte des langlebigen Frühjahrsblühers mit Kult-Status in Japan verbirgt sich hinter aggknoosu?

Die Rätselfrage lautet:

Welcher langlebige Frühjahrsblüher mit Kult-Status in Japan verbirgt sich hinter aggknoosu?

Die Lösungsantwort: