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Juni-Preisrätsel (2018)

Rittersporn und Rosen, Besuchergruppen, Arbeit und viele Gärtnerhände, üppige Blüten und Düfte im Wind: herzlich willkommen auf der Jungviehweide!

Seit einigen Jahren rücken alte Heilpflanzen vermehrt ins Blickfeld. Darunter gibt es eine sehr alte Heilpflanze, die bei uns heute auch verwildert vorkommt, an Wegrändern und Schuttplätzen, denn sie ist anspruchslos und verträgt Trockenheit ebenso wie Hitze. Sie besitzt allerlei interessante Eigenschaften, wird bereits in der Landgüterverordnung Karls des Großen genannt und taucht ebenso bei Walahfrid Strabo auf, in seinem Lehrgedicht Kräutergärtlein, zu Latein: Hortulus. Er beschreibt sie als wüchsige Staude und als Wundheilmittel: „denn mit dem Öl der Rose vermischt gibt ihr Saft eine Salbe, die, wie man sagt, vermöge die Schrammen verwundeten Fleisches und die entstellenden Spuren den eben verheilenden Narben gänzlich zu tilgen …“ (aus: Hans-Dieter Stoffler – der Hortulus des Walahfrid Strabo, Lizenzausgabe für die wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1985).

Sie wird aber heute kaum mehr angewandt und die dort beschriebenen, „angenehmsten Gerüche“ empfinden wir heute meist nicht als allzu ansprechend. Wir Menschen nicht, aber die Gattung ist bei Anderen sehr beliebt, meistens zumindest …

Wir sind diesmal bei der wöchentlichen Unterweisung im Mutterpflanzenquartier mit Gärtnermeister Sebastian dabei. Es entspinnt sich ein Gespräch mit den Lehrlingen.

„Für einen Garten in Blautönen eine wichtige Staude mit langer Blütezeit. Seit einigen Jahren gibt es neben den bekannten eher niedrigen auch einige höhere Arten mit wertvollen, gut bewerteten Sorten. Hier in dunkelblau oder auch hier diese Sorte mit zartrosa Blüten. Durch ihre Höhe ergeben sich ganz andere Verwendungsmöglichkeiten als bei den niedrigeren, eher trockenheitsliebenden Arten. Sie eignen sich gut für effektvolle höhere, wiesenhafte Pflanzungen. Oder als Begleiter zu Rosen für naturhafte Gärten.“

„Und was macht man, wenn man keine Katzen mag?“

„Nun, die ätherischen Öle locken die Tiere an. Man weiß zwar nicht warum das so ist, lässt sich aber nicht leugnen. Es ist aber kein Aphrodisiakum, denn auch kastrierte Katzen sprechen darauf an und benehmen sich wie berauscht davon. Das gilt für ungefähr 70% der Katzen, der Rest ist gar nicht verrückt nach diesen Stauden. Übrigens wirkt es wohl auch auf Großkatzen, hab ich gelesen. Aber auch wieder nicht auf alle. “

„Cool, wenn ich `nen Löwen anlocken will, pflanze ich…. Genial.“

„Ja krass.“

„Und zum Glück gibt es auch Sorten, die keine Katzen anlocken und sogar eher gemieden werden.“

Genau eine solche Sorte ist diesmal gesucht, eine der kleineren Varietäten mit den grüngrauen, filigranen gezähnten Blättchen und blauvioletten Blüten, übrigens sogenannte Scheinquirle aus Lippenblüten. Bei der Staudensichtung wurden sie gut bewertet.

„Sie sind geeignet als Beeteinfassung und korrespondieren sehr schön mit anderen graulaubigen Stauden wie dem Zwerg-Blauschwingel, Bartiris, Kaukasus-Storchschnabel oder auch der Graslilie.“

„Sie stehen auch vorne in den Pflanzkübeln beim Bistro, stimmt´s?“

„Und im Zoo bei den Raubkatzen, oder?“

„Diese eben nicht!“

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die Staude mit dem vierkantigen Stengel? Und wie die Sorte mit dem zitronigen Aroma?

Die Lösungsantwort:

Gewonnen haben:

Heike Ackermann
Valentina Breer
Beate Willing
jeweils 3 x ein Einkaufsgutschein in Höhe von 20 €