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Juni-Preisrätsel (2016)

Gärtnermeister Sebastian ist heute im Verkaufsquartier, am liebsten berät er nämlich Kunden. Und da kommt Herr Habermeier, ein sehr netter älterer Herr, der für seine Frau eine Überraschung plant: mehr Duft für einen kleinen Reihenhausgarten. (Anmerkung der Redaktion: ….wobei wir Duft- und Aromapflanzen heute mal in einen Topf werfen wollen) Unsere Auszubildende Henrike arrangiert in der Nähe Steingartenstauden und hilft mit einem Blick ins Handy-Bildarchiv weiter. Grüß Gott bei uns auf der Jungviehweide!

„Grüß Gott, Sie schauen sich noch um?“
„Ja. Äh – nein, sie dürfen mir auch helfen.“
„Gerne, dafür sind wir hier.“
„Es geht um einen recht kleinen Garten vor dem Haus und hinter dem Haus und meine Frau wünscht sich etwas mehr Duft. Wissen Sie, sie sieht nicht mehr so gut und ich möchte ihr gerne eine Freude machen mit ein paar schönen Duftpflanzen. Und außerdem wollte ich Sie fragen, ob Sie vielleicht eine Idee für Rasenersatz haben, es lohnt sich für die kleine Fläche einfach nicht, den Mäher hin- und herzutragen…“

„Haben Sie denn Schatten oder Sonne?“

“Der Nachbar hat einen großen Baum, also ich schätze wir haben gut 3 Stunden Schatten am Tag.“
„Also Sonne bis Halbschatten. Und Ihr Boden? Eher trocken und durchlässig oder lehmig?“
„Ich habe eine Probe dabei, hier. Und auch Fotos vom Garten.“
„Sehr gut – aha –  ja Ihr Boden ist gut für verschiedene Duftpflanzen und Kräuter, durchlässig und nicht zu nährstoffreich.“
„Ja, aber im Untergrund ist auch viel Bauschutt.“
„Das hat auch Vorteile, da haben Sie dann sicher auch keine Staunässe. Und zu den Fotos würde ich gerne noch wissen, ob die Mauer bleibt?“
„Ja, oberhalb sollen auf etwa 5 m2 noch Duftpflanzen dazu, für unten suche ich Ersatz für das Gras.“

„Haben Sie denn einen Wasseranschluss oder ein Regenfass zum Gießen bei großer Trockenheit?“

„Ja, das haben wir.“
„Oh, dann gibt es für Ihren Garten etwas sehr Schönes, das könnte Ihnen gefallen.
Bei den Duftpflanzen schauen Sie bitte selber nochmal durch, hier drüben stehen niedrigere wie Steinkraut oder Thymian und auch höhere wie Steinquendel, Duftnessel, Graslilie oder Ysop, da schaue ich gleich nochmal nach Ihnen.“

„Für den Rasenersatz empfehle ich Ihnen diese Staude hier: sie ist wintergrün, wächst bald wie ein Teppich zusammen, wir sagen da mattenbildend und ist auch einigermaßen trittfest, man könnte jedoch zur Sicherheit einige Trittplatten dazwischen legen.“
„Das klingt gut, braucht sie denn irgendeine Sonderbehandlung?“
„Eigentlich nicht, wenn sie nicht stark betreten wird. Nur bei großer Hitze müssten Sie gießen. Sie hat aber den riesigen Vorteil: sie duftet beim Betreten und verströmt einen Hauch von Apfelaroma. “

„Ja. So ganz vorstellen kann ich mir das auf der ganzen Rasenfläche aber noch nicht.“
„Das sind ja bloß ein paar m2, das ginge gut. Ich habe hier nur kein Bild dabei. Warten Sie bitte kurz – Henrike, kommst Du mal!“

„Ja?“

„Hast Du auf deinem Handy die Fotos vom Pflanzenarchiv? – Wir brauchen mal ein Bild von einem geschlossenen Teppich von dieser Duftstaude hier.“

„Klar!“

„Oh, das ist sogar schöner als Rasen, wie eine grüne Wasserfläche mit leichten Wellen, das gefällt mir. Meine Frau wird das auch mögen. Und sie braucht sicher keine Sonderbehandlung? Also die Pflanze meine ich …

Wir suchen die nichtblühende, rasenbildende Kulturform einer alten europäischen Heilpflanze aus der Familie der Asteraceen. Sie ist übrigens absolut winterfest.

Die Rätselfrage lautet:

Welche nichtblühende, rasenbildende Kulturform einer alten europäischen Heilpflanze suchen wir?

Die Lösungsantwort: