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Juni-Preisrätsel (2013)

Juni: Grüss Gott bei uns auf der Jungviehweide. Wir sind in Garten- und Rätsellaune, Sie auch?

Auf die heutige Unterweisung sollten sich Lehrlinge und Praktikanten gut vorbereiten, denn es ist Aufgabe, eine Verkaufsecke mit Züchtungen des bekannten Staudenzüchters vorzubereiten, der 2013 100 Jahre alt geworden wäre. Gärtnermeister Sebastian ist im Gespräch mit den Auszubildenden. Manchmal schaltet sich auch das Lexikon noch ein.

„Also Sebastian, wir wollen kurz mal testen, ob Du auch gut vorbereitet bist: welche von diesen Sorten ist keine Züchtung von ihm?“
„Macht’s mir nicht zu leicht!“
„Amethyst? Blauhügel? Credo? Deichstraße? Eroica?“
„Flamingo? Giraffe? Horatio? Irene?“
„Oder Perlhuhn? Rotlicht? Tänzerin? Und was ist mit Wesuwe?

„Nun, bei ‘Irene’ bin ich mir unsicher, gehört da nicht noch ein ‘S’ davor?“
„Doch zu einfach. Also gut, bestanden, Meister!“

„Ich würde ja zu gerne wissen, wie es zu so einem Namen wie ‘Rotlicht’ kommt.“
„Und ich will von Euch wissen, wie Ihr die Themenecke aufbauen wollt, am Freitag soll sie stehen. Ich hätte auch ganz gerne ein Infoplakat dabei!“
„Sebastian, wir haben uns gedacht …“

„…wir schreiben ein bisschen über sein Leben, dass er Schüler von Karl Foerster war … “
„Und dass er sich nicht als Züchter, sondern als ‘Ausleser’ bezeichnet hat. Aber kannst Du uns dazu noch mal was erklären, bitte?“

„Ja, er hat die Natur spielen lassen, und sich dann das Beste ausgesucht. Mit diesem Kennerblick, ihr wisst schon. Ich erkläre Euch das an dieser Schattenpflanze hier: er hatte die heimische Art in seiner Staudengärtnerei, eine Pflanze der Schluchtwälder und Hochstaudenfluren wie ihr vielleicht wisst, bis 1,8m groß.“

„Ganz genau: in der Strauchschicht im Eschen-Ahorn-Schluchtwald der mitteleuropäischen Mittelgebirge und als Feuchtezeiger in den Hochstaudenflu…“
„Danke, das reicht schon!“

„Da nun nicht jeder in seinem Garten Platz für einen Schluchtwald oder eine Hochstaudenflur hat, hatte er auch die asiatische Zwergart kultiviert. Nun, sie haben sich bei ihm gekreuzt.“
„Genau, passiert ja immer wieder.“
„Kicherkicher.“

‘Child of two worlds’ ist es nicht.

„Ergebnis waren verschiedene kleinere, gartentaugliche Hybriden mit schöner Herbstfärbung, attraktiverer Rispenblüte als die Wildform sie hat und eindrucksvollem Frühjahrsaustrieb, dennoch haben sie noch ihren Wildpflanzencharakter.“
„Und wofür braucht man dann den Kennerblick?“
„Nun, Du musst als Ausleser frühzeitig erkennen, welche Pflanze die besten Eigenschaften hat, denn Du kannst ja nicht jeden Sämling auswachsen lassen, um ihn zu beobachten.“
„Leuchtet ein.“
„4 Sorten hat er von dieser Art ausgelesen, find’ ich hier gerade.“
„Kanntest Du ihn eigentlich, Sebastian?“
„Ja, er war beeindruckend, wie ein guter Hirte für Menschen und Pflanzen. Als wir vor vielen Jahren einmal seine Gärtnerei besucht haben, durften wir an einem ostfriesischen Teeritual teilnehmen, das war toll!“

„Wenn wir die Eltern mit in unsere neu gestaltete Ecke dazunehmen, könnte man gut erkennen, dass das schöne farnartige Laub eher von der asiatischen Elternseite stammt. Standfestigkeit und Eleganz haben die Auslesen dann mehr von der heimischen Schattenstaude.“

Welcher Sommerblüher bildet durch Rhizome langsam dichte Gruppen und wirkt vor dunklem Hintergrund besonders elegant. Die gesuchte Sorte hat rote Stängel und Blütenstile.

Erwünscht, aber nicht Voraussetzung für die Teilnahme sind auch sachdienliche Hinweise zum durch den Sortennamen geehrten.

Die Rätselfrage lautet:

Welche Hybride des bekannten "Auslesers" suchen wir?

Die Lösungsantwort: