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Juli-Preisrätsel (2009)

Sommer ist es, auf der Jungviehweide, Hochsommer. Es duftet herrlich nach sattem Gras und Blumen in allen Farben, nach Wolken und Weite. So könnte es doch immer sein, denkt so manche und mancher. Grüß Gott bei uns.

Heute ist Landschaftsarchitekt Hanns Heigel in der Gärtnerei, um sich im Mutterpflanzenquartier umzusehen und Inspiration für seine Planungen zu bekommen. Sehr lobenswert finden wir das. Er trifft dort auf Gärtnermeister Sebastian.

„Hallo Herr Heigel, mal wieder bei uns?“ grüßt Sebastian.
„Ja, grüß Gott. Ich brauche wieder einmal Anregungen, da komme ich doch gern hierher. Sagen Sie mal, was duftet denn hier so wunderbar?“
„Der Duft kommt von dort drüben, kennen Sie ihn nicht?“
„Doch, ich kenne ihn gut. Aber mir fällt nicht ein, woher ….“
„Sehen Sie die Blütenwolken – dort jenseits des Weges?“ hilft der Gärtnermeister.
„Ich geh mal rüber und schau sie mir an, bis nachher“, macht sich Herr Heigel auf den Weg.

Natürlich kennt der Gartengestalter diese Pflanzen, aber er ist enttäuscht: Arg bunt sind sie, und irgendwie nicht so elegant wie ihr Duft. Außerdem doch altmodisch … hatte ja schon meine Oma im Bauerngarten.
Aber der Duft … intensiv – nicht aufdringlich …
sehr sommerlich … erinnert mich an … Omas Garten.
Da gab es Rosinenbrötchen und Hollerlimo … und wir spielten im Gras … auch hohes Gras … dahinter wuchs …
Ach, wie wäre denn eine Kombination mit Gräsern, hohen Gräsern?
Was hatte Oma noch im Garten? … Buchs, einen Bauernjasmin und Flieder.
Und was steht jetzt hier nebendran? Die Indianernessel, aha. Auch die weiße Echinacee daneben passt gut.

„Na, Herr Heigel, sind Sie ein Fan dieser Pflanze?“
Naja, denkt er bei sich, diese Pflanze darf man doch eigentlich nicht wirklich schön finden – der Berufsethos!
Hmm? Ja doch, man könnte ja neu kombinieren. Also zu Ehren meiner Großmutter: „Ja, doch, warum nicht, “ kommt es ihm über die Lippen.
Sebastian: „Ich finde, eine prima Sommerstaude, langblühend, duftend, robust, farbenfroh. Wenn schon, denn schon! Die meisten Landschaftsarchitekten finden sie ja altmodisch, dabei kommt es auf die richtige Kombination an“, weiß der Staudenprofi.“

Heimisch ist die Pflanze in üppigen Wäldern, Lichtungen und Flussauen in den USA von New York und Illinois südlich bis Georgia und Arkansas. Sie stehen also am liebsten im lichten Schatten, eher etwas kühl und gleichmäßig feucht.
Eine Kombination mit Gräsern, Gehölzen, natürlich auch mit Stauden wäre also passend …

Gesucht ist eine hohe Rabatten- und Schnittstaude, deren Züchtung sich auch schon K. Foerster verschrieben hatte. Natürlich sind seitdem viele Sorten in enormer Farbenvielfalt dazugekommen. Nach etwa 3 Jahren ist sie ausgewachsen und bildet schöne kuppelig gewölbte Horste.
Die gesuchte Sorte ist vornehm weiß mit zart violetter Zeichnung und violettem Blütenaustrieb, erinnert an eine antike Gottheit und ist unserer Meinung nach auch für elegante, aktuelle Pflanzungen passend.

Wir würden sagen: „schick“.
Und „fesch“, würden wir unsere kräftig bunten Sorten nennen.

Welche Sorte der duftenden Sommerstaude ist gesucht?

Die Rätselfrage lautet:

Welche Sorte der duftenden Sommerstaude ist gesucht?

Die Lösungsantwort: