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Februar-Preisrätsel (2016)

Grüß Gott bei uns auf der Jungviehweide!

Unsere Azubis Henrike, Max und Tobi treffen im Büro auf Gärtnermeister Sebastian, Hannah und EDV-Jack. Es entspinnt sich ein Gespräch über eine sehr alte Zauberpflanze.

„Sag mal Sebastian, was ich Dich fragen wollte: im Kalthaus stehen Pflanzen, die gerade violett blühen – die mit den großen Blättern, so ähnlich wie Tabak, ist das normal?“
„Die Blätter wachsen als grundständige Blattrosette, meinst Du die?“
„Ja, und sie sehen recht wüchsig aus für die Jahreszeit, ist das normal?“
„Ja, sie sind topfit und blühen noch. Bald ziehen sie aber ein und ruhen bis zum Herbst. Es ist die herbstblühende Schwester der alten Zauberpflanze …“

Muss gerade jetzt das Telefon klingeln?

„Ach, die kenn ich doch aus Harry Potters Kräuterkundeunterricht.“
„Tja, interessante Informationsquelle. Immerhin wird dort die Zauberkraft sehr offensichtlich. Manches ist natürlich …“
„Klar, dass sie nicht zuerst wie Babys aussehen und nach einigen Monaten, wenn sie im Jugendalter sind nachts Partys feiern, das ist doch klar. Aber lustig. Ich würde ja gerne mal eine ausgraben.“
„Oh, Achtung, man sagt, sie schreien. Aber ob das stimmt?“

„Nun, Zauberpflanzen haben eben besondere Eigenschaften, und natürlich regen sie auch die Phantasie an. Oder sagen wir: sie entfalten eben ihre Magie. Wenn Du mal eine ausgewachsene Pflanze versuchst auszureißen oder auszugraben, wirst Du merken, dass sie sehr fest in der Erde sitzt und man bekommt so ein Gefühl, dass es nicht richtig sei, was man gerade vorhat. Aber, um an die Wurzel zu gelangen, nahm man so einiges auf sich, denn die echte Arzneipflanze galt als wertvoller Talismann. Aber wir haben hier ja die herbstblühende, etwas robustere Schwester.“
„Hat die auch Zauberkraft?“

„Wir könnten es ja ausprobieren, was kann sie denn so alles?“
„Nein, ausprobieren gibt’s nicht, ihr kennt das Problem der richtigen Dosis!“
„Jetzt sag schon, was sie kann oder was sie konnte. Wird sie überhaupt noch genutzt?“
„Sie ist giftig und nur etwas für Sammler. Auch unsere Herbstblühende! Und die echte Arzneipflanze, nun sie wurde seit der Antike als betäubendes Mittel bei Operationen eingesetzt …“
„Und wie haben die das mit der Dosis hinbekommen?“
„Ich vermute, die Wirkung war nicht immer ausreichend oder manchmal auch zu stark. Ich bin jedenfalls froh, dass die heutige Medizin ganz exakte Methoden entwickelt hat.“

„Ok, was kann sie noch?“

„Es ist ja wirklich interessant, welch verschiedene Wirkungen so eine Pflanze hervorbringen kann, für uns klingt das heute manchmal eher unlogisch, denn wir stehen dem Pflanzenreich nicht mehr so nahe. Die Ägypter haben z.B. die Früchte als Aphrodisiakum eingesetzt, die Griechen schätzten die betäubende Wirkung der Wurzeln. Sie ruft auch Halluzinationen hervor und Langezeit galt die Wurzel als Glückbringer, manchen auch als Ratgeber oder als Elexier für ewige Jugend.“
„Weil sie wie eine menschliche Gestalt aussieht?“
„Ach was, gibt es etwa auch Weibchen und Männchen?“
„Das ist wieder das Einzige, was Dich interessiert Jack!“
„Ja, aber schau doch mal, hier…“

„Oh, diese alten Zeichnungen gefallen mir. Sie haben tatsächlich eine magische Wirkung.“

„Übrigens nochmal zur Medizin zurück: heute spielt sie wieder eine Rolle in der Homöopathie und anthroposophischen Medizin, steht hier (Apothekerzeitung 33/2007). Und außerdem, interessant:

Die Heilpflanze aus dem Mittelmeergebiet liebt steinigen Boden und Wärme. Wie heißt die herbstblühende Art aus der Familie der Nachtschattengewächse?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt die herbstblühende Art aus der Familie der Nachtschattengewächse?

Die Lösungsantwort: