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Februar-Preisrätsel (2013)

Wieder länger werden die Tage, ein Glück, und wenn’s nicht gefriert, dann taut’s. Gemüsegärtner fangen schon an, sich um Aussaat und Vorkultur zu kümmern. Und wir Staudengärtner? Stecklinge, Wurzel-, Rhizom- und Kopfschnittlinge sind unser Metier: Grüß Gott bei uns.

Zur Frühstückspause finden sich im Pausenraum die Lehrlinge Max und Tobias, die  Lehrlinge im ersten Lehrjahr Fabia, Henrike und Sabrina und vom Büroteam EDV-Jack und Lara. Gärtnermeister Sebastian kommt dazu. Ein ganz schönes Geschnattere ist das heute!

„Was hast Du da Leckeres zum Frühstück?“
„Pfannkuchen mit Kirschmarmelade.“
„Net schlecht, wie kommst Du auf so was?“
„Meine Oma verwöhnt mich manchmal, sie kocht doch so toll. Weißt schon, Rostbraten und so, Maultaschen, und von allem nicht zu wenig.“

„Kann sie auch diese schwäbischen Krapfen, die es hier neulich für alle gab?“
„Als wir die grünen Röhrchen zurück geschnitten haben?
„Zurück geschnitten? Geerntet, sagen wir in Schwaben.“
„Schon klar, bloß nix verkomme lasse!“
„Das war schon ein riesiger Berg Grünzeugs, kam das alles in die Füllung?“
„Na, wir waren ja auch viele Leute zum Saisonstart-Essen!“

„Und was kommt da sonst noch dazu, das war ja oberlecker?“
„Glaub noch Rauchfleisch und alte Semmeln mit Eigelb irgendwie, dazu recht viel von den gesunden Zwiebelröhrchen, das wird alles in die Teigtaschen gepackt.“

„Die Pflanze, die das Grünzeugs liefert, ist echt praktisch. Nicht wahr: aromatisch, auch im Winter zu ernten, dazu noch schön, anspruchslos und bildet im Lauf der Zeit ganz von selbst dichte Bestände. Eine Schwabenpflanze par exellence.“
“Was habt ihr nur heute?“
„Jetzt mal ehrlich, bügelst Du auch das Geschenkpapier, um es nochmal zu verwenden? Oder schneidest Du die Zahnpastatuben auf, wenn sie eigentlich schon leer sind, nur um…“
„Hey, meine Oma nimmt das Butterbrotpapier und ….
„Das ist doch schlau! Schau, bei unsrer Rätselpflanze kann man auch die Blütenbälle noch essen. Wenn die einfach nur so vor sich hin blühen, na, wär’ doch schad drum.“

Der Arznei- und Heilkräuterkatalog weiß dazu, dass die Pflanze in China wohl schon über 2000 Jahre kultiviert wird und in vielen Rezepten wichtige Zutat ist. Sie wird dort heute im großen Stil kultiviert und wegen ihres Vitaminreichtums und günstigen Wirkung auf den Cholesterinspiegel geschätzt, hat auch antibiotische Wirkung und regt die Verdauung an.

Etwas verwirrend ist ja das ‚Welsh’ im englischen Namen. Hier hat es wohl nichts mit Wales zu tun, von wo die Pflanze sicher nicht stammt, es leitet sich vermutlich vielmehr vom old english „welisc“ für foreign ab und würde dann ja wiederum passen. Die von weit her….

„Mal zur Info: das Grünzeug ist auch fabelhaft im grünen Garnelencurry. Oder asiatisch: für meine Wasabi-Paste brauch ich das, dazu gibt’s dann gepfefferten Thunfisch und …“
„Wusste gar nicht, dass Du auch Hobbykoch bist, Jack.“
„Hanó, do glotschd – gell.“

Die ausdauernde Gemüse- und Würzpflanze wird bei uns, anders als üblicherweise,  auch vegetativ vermehrt, denn wir haben derart prächtige Exemplare, die wir diese lieber teilen. Seit dem Rückschnitt im November ruht sie in Kisten im Einschlag und wird jetzt im Februar geteilt: 3-4 Teilstücke werden in 9er Töpfe gesetzt und wachsen wieder zu einer respektablen BCEEEEEHIIKLNNRTWWZ heran.

Unsere Rätselpflanze ist ein Tausendsassa und dazu auch noch Bienen- und Hummelweide: wie heißt sie?

Die Rätselfrage lautet:

Welche leckere Bienenweide suchen wir?

Die Lösungsantwort: