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Februar-Preisrätsel (2011)

Winterurlaub, Fasching feiern, Gartenbücher anschauen und träumen, arbeiten oder über den Winter schimpfen. Das machen die Menschen. Und wie kommen Pflanzen über den Winter? Unnötiges abwerfen, reduzieren, viel ruhen, frische Luft, frostsichere Reserven oder ganz einfach aus dem Samenkorn wieder wachsen, wenn’s wärmer wird.

Klingt fast wie ein religiöses Regelwerk. Lernen vom Pflanzenreich: Grüß Gott bei uns!

Wir sind heute im Büro, wo ganz und gar kein Winterschlaf herrscht. Planungen, Anrufe, Nachfragen, Katalogversand und so weiter sind zu erledigen, Gärtnermeister Sebastian und Hanna haben Dienst, Hanna ist am Kundentelefon.

“Grüß Gott, Frau Bischof.”

“Welche Pflanzen sind es denn? … Die mit den Blättern. Naja, davon haben wir mehrere, geht’s etwas genauer?”

“Ja, ach so. Die sind bestimmt nicht eingegangen … das ist normal, die kommen wieder. Sie überwintern unterirdisch und haben dafür recht robuste Wurzelstöcke.”

“Vor dem Schnee waren sie sicher auch schon eingezogen. Das machen sie jedes Jahr.”

“Naja, viele Stauden ziehen sich im Winter unter die Erde zurück. Sie können aber wunderbar Zwiebelpflanzen dazu setzen, die blühen vorher und ihre welkenden Blätter werden dann durch den Austrieb der schönen Blattschmuckstauden perfekt kaschiert.”

“Sie können mal auf unserer Homepage bei Gestaltungstipps nachsehen.”

“ein Buch … ja, Pflanzvorschläge mit herrlichen Bildern sind auch im Buch von … Herrje, wie heißt er gleich. Sebastian, sag doch mal: das Buch über …”
“Fritz Köhlein heißt der Autor. Ein leidenschaftlicher Gärtner”, hilft der Meister nach.

Später nach dem Telefonat:

“Dieser Fritz Köhlein hat übrigens auch die kleine, aber wüchsige ‘Goldene Woge’ ausgelesen.”
“Ja, hab ich schon mal irgendwo gehört”, sagt Hanna und schaut im Katalog nach. “Aber sag mal, die Beschreibung … wer weiß denn schon, welche Farbe Chartreuse ist? Was ist das überhaupt?”
“Oh, ich kenn’ jemanden, der würde jetzt fragen: “Den Grünen oder den Gelben?” Es ist ein Kräuterlikör, den es in Hellgrün und Gelbgrün gibt. Die Blätter sind wirklich je nach Standort farblich verschieden, eben wie der Chartreuse. War auch mal ein Partygetränk, vor 50 Jahren etwa.”
“Erzähl’ mir doch noch ein wenig über die anderen Sorten, bitte.”
“Aber nur kurz, ich habe noch ‘ne Kiste voll Arbeit: Es gibt großartige Sorten, in deren Namen die Züchter – glaube ich – ihre Vorbilder verewigt haben, wie etwa Pilger, Samurai, Aristokrat oder auch Kapitän Kirk. Auf eine Sorte in unserem Sortiment bin ich übrigens besonders stolz, wir haben sie gestern vermehrt.”
“Weil sie so selten ist?”
“Ja. Sie trägt ausnahmsweise mal einen geographischen Namen, schau sie mal auf dem Bildschirm an!”
“Und was glaubst du, hat sich der Züchter dabei gedacht?”
“Nun, ein blasses Blau, silbrig schimmernd, dass passt doch. Sie hat keine Streifen oder andersfarbige Randsignaturen, sondern ist einfarbig, aber weißt Du, bei besonderem Sonnenlicht erscheint das Blatt türkisfarben. Mal blau, mal silbrig, mal türkis. Ich finde der Name passt.”

Die Lehrlinge Max und Tobias kommen zusammen mit Praktikantin Tamara rein.

“Na, Max, was fällt dir zu “silbrig-blau” und “schimmernd” ein?”
“Die Farbe meines Traumautos.”
“Und Tobias?”
“Die Beleuchtung in der Disko.”
“Herrje, Ihr wollt mich ärgern, schau mal auf den Bildschirm! Ich rede natürlich von Pflanzen”
“Tamara, mal ehrlich …”
“Mein Faschingskostüm Nixe.”
“Danke, das führt doch immerhin in die richtige Richtung.”

War das jetzt zu leicht? Auf Japanisch heißt die gesuchte Gattung jedenfalls Giboshi. Und die gesuchte Sorte ist eine wertvolle Besonderheit, eine Preziose, die Klose 1988 ausgelesen hat. Und ob er dabei an Nixen dachte, lassen wir mal offen, geht uns ja nix an! Wäre aber auch ein schöner Name gewesen.

Welche Sorte der Pflanze-mit-den-Blättern ist gesucht?

Die Rätselfrage lautet:

Welche Sorte der Pflanze-mit-den-Blättern ist gesucht?

Die Lösungsantwort: