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Februar-Preisrätsel (2010)

Unser Februar-Rätsel ist vielleicht etwas skurril. Es ist eben in der Faschingszeit entstanden, da kann das mal passieren. Grüß Gott bei uns.

Beim Frühstück treffen sich Gärtnermeister Sebastian, Gärtnerin Marie, Lehrling Max und Tobias und Praktikantin Lilly. Wir Rätselfans hören Gärtner-Gesprächsbruchstücke, von denen einige zur Lösung beitragen. Nur welche?

"Hey, mach' doch Gärtner zu Fasching, da kommt bestimmt keiner drauf."
"Naja, etwas origineller soll’s schon sein."
"'Eisbär' vielleicht, hey – oder 'Zitterzebra', das wär' mal lässig!"
"'Zitterzebra', das ist doch ein Gras?"
"Na, willst Du lieber ein 'Safranvogel' sein, das wäre dann eine Fackellilie!"
"Ich weiß was für dich, 'Stachelschwein', das passt doch zu dir."
"Man soll doch an Fasching etwas ganz anderes sein als sonst."
"Ach so. Na wie wäre dann 'Schneeprinzessin' für dich?"
"Oh, wie charmant. Und du dann 'Toskanerprinz'?"
"Ist 'Nymphe' besser?"
"'Gartenzwerg'!"
"'Gewitterwolke'!!"
"'Tiny Monster'!!! Na, für Dich müsste man eigentlich ein 'Big Ungeheuer' auslesen, aber welche Pflanze will schon so heißen?"
"Eh, gute Idee, ich mach das Star-Wars-Monster Chewbacca."

"Hey, Sebastian, was machst Du zu Fasching?"
Sebastian hatte alles mitgehört und kontert gekonnt: "Ich? Meisterwurz!"

"Ist das eigentlich normal, schon wieder Grünzeugs auf dem Frühstückstisch?"
"Ja, frische Vitamine auf Butterbrezel, lecker. Macht schön!"
"Kresse lass ich mir ja noch angehen, aber was ist denn das jetzt? Irgendein neumodisches Salatkraut wieder."

"Na, wenn jeder immer nur Wurst isst und meterweise Cholesterin …"
"Blödsinn, heißes Wasser, alles immer Bio. Meine Wurst kommt einfach von Opas Wutzen."
"Nur weil Du dir die Namen der Kräuter nicht einprägen kannst. Leberwurst ist natürlich einfacher zu merken."
"Also, was hast du denn da nun Entzückendes? Bestimmt von Brigitte empfohlen?"
"Nein, Brigitte kennt das noch nicht. Bin da immer etwas früher dran. Aber bestimmt will es deine Freundin bald haben, wenn’s dann richtig trendy ist. Probier doch mal …"
"Blätter? Schmal, fiederteilig, etwas geweihförmig, etwas fleischig."
"Fleischig, siehst Du, also probier!"
"Leicht salzig-bitter. Naja, immerhin knackig."
"Probier' s mal zu deiner Wurst! Die Italiener haben da eine eigene Salatmischung, wo dieses Kraut dazugehört und – in kleinen Mengen – das i-Tüpfelchen sein soll. Die hatten den Rucula ja auch schon lange vor uns entdeckt."
"Wiederentdeckt!"
"Gar nicht schlecht. Und zu Butterbrezel?"
"Hey, schmeckt dir etwa mein Frühstück?"
"Ist das Grünzeug eigentlich wintergrün?"
"Ja, schaut so aus, gell? Und wächst immer schön aus der Rosette nach. Im Kalthaus steht jede Menge davon und muss sowie geschnitten werden. Eine gute Dosis Bitterstoffe mit Caroti…"
"Gesundheitsfanatiker. Fitnessfreak. Anstrengend ist das!"
"Weißt Du was, ich spar mir mit diesem Salatkraut sogar das Salz, denn es ist als Salzpflanze ja selber leicht salzig, wie Du auch bemerkt hast."
"Salzpflanze, echt?"
"Also, ich säe im Frühjahr noch mehr davon aus, es gibt jetzt Saatgut für solche Salatmixe, Schnittsalat, irgendwas mit Misti …. Die wachsen schon gemischt im Beet, sehr praktisch."
"Gibt’s deine Salati misti auch schon ganz praktisch fertig im Folien-Beutel?"
"Für dich muss immer alles in Plastik eingepackt sein. Sobald ich ernte, tausch ich dann mal mir Dir, gegen ein Stück Wurst – aber ohne Plastik!"

"Mach doch zu Fasching Gelbe Tonne."
"Und Du: Hirsch mit Horn."
"Ist das Logisch?"
"Nein, aber vielleicht ein Hinweis!"

Unsere Rätsel-Pflanze ist auf Salzwiesen heimisch. In der Toskana wird sie traditionell als Salatkraut etwa zu Saltimbocca oder für Mischsalate und als Gemüse geschätzt. Der Deutsche Name nimmt übrigens Bezug auf die Form der Blätter.

Wie heißt das alte neue Salatkraut?

Die Rätselfrage lautet:

Wie heißt das alte neue Salatkraut?

Die Lösungsantwort: