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Februar-Preisrätsel (2006)

Unsere Rätsel für die Wintermonate werden von Blickfang: Alte Zeiten zur Verfügung gestellt. Sylvia Bauer und Peter Menzel sind seit Jahren regelmäßige Gäste bei den Märkten in Illertissen und bieten dort nicht nur Garten-Antiquitäten, sondern auch hochwertige, traditionelle Gartenwerkzeuge aus England, Holland und Deutschland an.

Heinrich, räum' den Schuppen auf !

Beschwingt vom Vesper-Bier und von den Kindheitserinnerungen, die Heinrich mit den bisher gefundenen Sachen verband, hatte er die einschlägigen Verletzungen tapfer weggesteckt und setzte sein Werk fort.

Mittlerweile hatte Heinrich ganze Arbeit geleistet und das totale Chaos im Schuppen in ein etwas mehr geordnetes Chaos vor dem Schuppen verwandelt. Ein Holzberg und ein kleinerer Abfallberg türmten sich, die Schrottwanne war so voll, dass man sie bestimmt nicht mehr tragen konnte. Die Teile mussten also nochmals in kleinere Gefäße umgeschichtet werden, wenn man sie zum Schrottplatz fahren wollte.

Jetzt wollte Heinrich aber zunächst im Schuppen vollends klar Schiff machen. Der Boden war frei, die Wände waren sichtbar, die Werkbank war abgeräumt, lediglich auf einem Regal darüber lag noch etwas Kram. Eine alte Mausefalle, eine Kaffeedose mit rostigen Nägeln, das Mähmesser eines Rasenmähers, ein öliger Schleifstein – an diese Dinge kam er bequem heran.

Als er aber an einem kleinen Stapel Zeitungen und Samenkatalogen zog, fiel etwas herunter, was vermutlich als Beschwerer gedient hatte. Zunächst stürzte es knapp an seinem Kopf vorbei, doch noch bevor er „Da hab ich ja noch mal Glück geha…“ zu Ende denken konnte, fiel es zunächst auf die Werkbank und von dort direkt auf seinen linken großen Zeh, der von dem dünnen Gummistiefel nur unzureichend geschützt war. „Ach wie gut, dass niemand weiß,“ dachte er als er auf einem Bein aus dem Schuppen hüpfte. „Muss mir nun ausgerechnet dieses Ding noch auf meine Hühneraugen fallen?“

Das Stück war reichlich schwer. Sein Großvater hatte es eigens vom Dorfschmied anfertigen lassen und immer wieder betont, der Mann sei ein Künstler und hätte es aus einem einzigen Stück Eisen geschmiedet. Dass es ein schönes Stück einheimischer Schmiedekunst des beginnenden 20.Jhs. gewesen war, das ihm nun den Zeh im Stiefel pochen ließ, tröstete ihn allerdings nur wenig.

Er besah es sich etwas genauer. Es war wirklich aus einem Stück geschmiedet, das dabei mehrfach gefaltet und abgewinkelt und gelocht worden war. Die beiden Löcher verband ein Lederriemen, links war es blockartig verdickt und an der Seite geriffelt. Das senkrechtstehende Teil endete links auch nicht mit dem Loch für den Riemen sondern bog von dort nochmals ab, um dann um sich selbst gedreht nach vorne umzubiegen.

Das Gerät hatte früher mal zwei Funktionen, in beiden Verwendungsmöglichkeiten half es dem Benutzer, seiner Tätigkeit Nachdruck zu verleihen. Was war Heinrich da auf den Fuß gefallen?

Viel Spaß bei der Lösung des Rätsels wünschen Ihnen
Sylvia Bauer und Peter Menzel von Blickfang: Alte Zeiten

Die Rätselfrage lautet:

Womit hat Heinrich schmerzhafte Bekanntschaft gemacht?

Die Lösungsantwort: