header

Februar-Preisrätsel (2004)

Gaissmayer proudly presents: Das erste Kräuterrätsel von

Kerstin Willer
Dessertspezialistin im „Gasthof Krone“ in Illertissen

Was Harald Schmidt recht ist, ist dem Küchenmeister billig: Nach vier Rätseltexten in Folge hat mein Bruder Jürgen Willer eine kreative Pause eingelegt. Die hat er sich verdient. Außerdem soll bloß niemand denken, in unserem Team könnte nur der Chef schreiben…

Also ohne lange Vorrede zur Sache. Das Rätselkraut, das ich beschreiben will, ist gar kein Kraut und vor allem kein Allerweltsgewächs, sondern selten, begehrt und ziemlich teuer. Klar, manche Reisende kehren aus Nordafrika oder Spanien zurück, bringen ein Gläschen mit und glauben, ein Schnäppchen gemacht zu haben. In Wirklichkeit hat der Verkäufer das Schnäppchen gemacht, indem er fade Fäden, zum Beispiel Ringelblumen, anstelle des roten Goldes an die Touristen gebracht hat.

Bei dem Gewürz mit dem wohlklingenden Namen handelt es sich um die Blütennarben eines bekannten Zwiebelblühers. Es muss aber schon eine bestimmte Art sein, denn nicht jedes dieser Zwiebelgewächse bringt das farbenfrohe Gewürz hervor.

Nicht nur, weil es so teuer ist, sondern auch wegen seiner starken Würz- und Färbekraft wird das Gewürz in der Küche nur in geringen Mengen verwendet. Sein exquisiter Geschmack passt zu vielen hellen Gerichten wie Fisch, Geflügel oder Kalbfleisch, aber auch zu anspruchsvollen Cremes, Desserts und Eis.

Ich kann Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, versichern, dass das Aroma dieses Gewürzes unvergleichlich ist. Und nicht nur das: Mit diesem köstlichen Gewürz kann man gute Laune essen. Mein Bruder ist fest davon überzeugt, dass es sogar sinnlich sei, weil es ihn an ferne Länder erinnert; ihm fallen dabei orientalische Nächte ein. Na ja, Männer…

Und dann diese Farbe! Ich will das Rätsel nicht zu leicht machen, aber vielleicht erinnern Sie sich an einen Kinderreim, in dem es heißt, das Gewürz mache den Kuchen… – halt! Dazu jetzt kein Wort mehr!

Natürlich gibt es im Februar bei uns im Gasthof Krone auch wieder das passende Menü zum Rätsel. Mein Bruder, Jürgen Willer, hat sich dazu etwas wirklich Edles ausgedacht:

Als Vorspeise gibt es Willers klare Fischsuppe. Die kenne ich und kann sie nur wärmstens empfehlen, denn nicht zuletzt durch die sichtbare Verwendung des roten Goldes wird sie außergewöhnlich delikat.

Glasierter Kaninchenrücken mit Marsallasauce, Löwenzahngemüse und Risotto Milanese bilden das Hauptgericht.

Ich bereite Ihnen als Dessert Halbgefrorenes mit dem Rätselgewürz auf einem Salat von sizilianischen Blutorangen und Ingwer-Creme Brûlée zu.

Als Weine harmonieren mit diesem exquisiten Menü ein trockner Silvaner vom Weingut Castell-Castell und der exzellente Rosa del Golfo, ein italienischer Rosé.

Na, sind auf die Lösung gekommen? Bestimmt. Wenn Sie auch auf den Geschmack kommen möchten, dann statten Sie mir doch einen Besuch ab. Ich würde Ihnen gern einmal demonstrieren, welche unvergesslichen Desserts mit dem Rätselkraut des Monats gezaubert werden können.

Viel Erfolg bei der Lösung und herzliche Grüße aus dem Gasthof Krone.

Ihre Kerstin Willer

Die Rätselfrage lautet:

Mit welchem Gewürz zaubert Kerstin Willer köstliche Desserts?

Die Lösungsantwort: