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Dezember-Preisrätsel (2012)

Was soll man tun, die Tage werden einfach kurz und kürzer. Abwarten und Kräutertee hilft. Da ist Sonne gespeichert und Grün. Wir arbeiten einfach weiter und trinken Tee dazu, das hilft auch: Grüß Gott bei uns auf der Jungviehweide.

Im Pausenraum treffen sich heute um Gärtnermeister Sebastian die Lehrlinge Max und Tobias, die neuen Lehrlinge Fabia, Henrike und Sabrina und das Büroteam Lara mit Hanna und EDV-Jack, denn: Sebastian hat Geburtstag.

„Hey, happy birthday…“
„Hier, ich hab was mitgebracht für Euch.“
„Oh, schön bunt.“ „Danke.“
„Was ist denn das, gar keine Weihnachtskekse.“
„Ist halt mal was Andres, sei doch mal flexibel.“
„Sebastian, wie kommst Du denn darauf?“
„Stell doch nicht solche Fragen, bestimmt kommt jetzt ein Vortrag…“

„Ja, ich wollte gerade anfangen. Also schon Theophrastus von Eresos hat gewusst…“
„Sebastian, das ist jetzt nicht Dein Ernst, das ist ein Witz, oder?“
„Nur kurz, denn in meiner Heimatstadt ist das jetzt wieder im Kommen, es gibt dort seit ein paar Jahren wieder Felder mit der Nutz- und Heilpflanze, aus deren “Wurzelsaft” Medizin, aber eben auch diese Süssigkeiten hier hergestellt werden. Auch Tees. Und Liköre. Wird übrigens auch manchen Bieren, z.B. dem Guinness zugesetzt, aber das gibt’s dann nächstes Mal.“
„Welche Pflanze ist das denn überhaupt?“
„Na, Max, Tobi, könnt ihr mal unseren Ladies einen Tipp geben?“
„Erinnerst Du Dich an die Stauden mit den klebrigen Blättern neulich, Sabrina?“
„Davon hat übrigens jemand welche für einen Schaugarten bestellt, 12 Stück.“
„Für einen Schaugarten mag sie ja gut sein, das ist doch eher eine Pflanze für Gartenkultur-Fans als für Ästheten. Ich mag am liebsten die mit Kokosrand.“
„Ja, es ist eine Heil- und Arzneipflanze, mit mindestens 400 Inhaltsstoffen. Darunter Isoliquiri…“
„Hauptsache gesund. Ich mag die Runden mit dem Stempel drauf.“
„Dazu gibt’s bestimmt auch eine Geschichte…“

Stimmt, man spricht einem Apotheker namens Dunhill zu, er habe Mitte des 18. Jahrhunderts therapeutischen Mitteln Zucker zugesetzt und damit die Süssware erfunden. Bei „Originalen“ zeigt der Stempel das Castle der Stadt in Yorkshire.

Die Pflanze, eigentlich etwas südlichere Gefilde gewöhnt, gedeiht auch in Deutschland. Besonders gut in einer Stadt mit UNESCO-Status. Das tiefgründige Schwemmland am Fluss hat intensiven Gartenbau mit teils speziellen Sorten und Kulturen begünstigt, darunter auch den Anbau und Export unserer Rätselpflanze – bis es billigeren Ersatz gab. Bemerkenswerterweise wurden diese innerstädtischen Gartenflächen mit unter den Schutz des Welterbes gestellt. Im Rahmen dieses Status konnten sich Forschungen zu Sorten und alten Kulturpflanzen sowie der Ausbau des Gartenbaumuseums entwickeln.
Die früher bedeutende Rätselpflanze wurde seitdem auch besonders gefördert und zuletzt kam sie mit einer Anbaufläche auf der Landesgartenschau zu Ehren.

„Bei den vielen Sorten und Tüten im Supermarkt und am Kiosk frag ich mich aber ehrlich schon, wo das alles wächst. Ich hab noch nie irgendwo ein Feld gesehen.“
„Du würdest in Kalabrien, Türkei oder Ukraine fündig werden…“

Im Herbst wird geerntet und die Pflanzen sind erst nach mehreren Jahren erntereif. Man sagt in Sebastians Heimatstadt, ein Lehrling habe damals seine Lehrzeit bestanden, wenn er eine Pflanze in drei Stunden unverletzt ausgraben konnte, also keine wichtigen Pflanzenteile ungenutzt in der Erde zurückblieben.

Nun, welche Fabaceae liefert den Grundstoff für Husten- und Magenmittel, Süssigkeiten &Co? Wie heißt ACGHILRRYYZ richtig geordnet?

Die Rätselfrage lautet:

Welche Fabaceae liefert den Grundstoff für Husten- und Magenmittel, Süssigkeiten & Co?

Die Lösungsantwort: