header

Dezember-Preisrätsel (2009)

Kälte haucht Raureif auf die Gräser, Kristalle wachsen am Torpfosten, am Wasserhahn, der Atem gefriert. Vielleicht gibt es auch bald Schnee. Die Kühe, Schafe und Esel auf der Jungviehweide wundern sich gewiss, warum die Menschen kein Fell haben, stattdessen bunte Mützen, Pullover und Handschuhe tragen. Grüß Gott bei uns.

Gärtnermeister Sebastian arbeitet gemeinsam mit den Lehrlingen im Kalthaus. Gärtnerin Marie kommt mit dem Telefon.

Marie: “Sebastian, Telefon für Dich, jemand von der Floristenschule.”
“Was wollen sie denn?”, fragt Sebastian nach.
“Irgendwas Weihnachtliches glaub ich”, murmelt Marie.
“Na, die sind ja früh dran”, kommentiert Lilly.
“Gärtnerei Gaissmayer, Grüß Gott”, übernimmt der Gärtnermeister das Gespräch.

“Ja, Stauden haben wir schon ein paar…”, scherzt Sebastian.

“Ja, was eben im Mutterpflanzenquartier noch steht, wir schneiden ja nicht alles ab. Wir haben zum Beispiel noch die abgeblühten Fetthennen, meinen Sie so etwas?”

“Für die Weihnachtsausstellung der Lehrlinge, ja, gute Idee mit Fruchtständen von Stauden zu arbeiten anstelle der meist üblichen exotischen Zutaten…”
“… und dem ganzen Weihnachtsgedöns mit Glitterengeln, Glametta und Silberwatte…”, muss Max loswerden.

Sebastians Vorschlag: “Wir haben sogar so etwas wie kleine Weihnachtssterne, einmal etwas anders, viele kleine 5-teilige, sternförmige Samenstände am langen Stiel. Kennen Sie vielleicht den …? Schauen Sie doch gerade mal im Internet auf unserer Seite nach, ich lotse Sie.”

“Ja, die passen wirklich gut, finde ich auch, die können Sie gerne bekommen. Sie duften sogar im trockenen Zustand noch sehr angenehm.”

“Na, so Richtung … Honig mit Zitronat.”

“Ungefähr 60 bis 80 cm, können Sie aber einkürzen.”

“An die 40 Stängel werden wir schon noch haben.”

“Ja, sie liegen dann ab heute Nachmittag für Sie bereit. Brauchen Sie noch eine Pflanzeninformation für Ihre Lehrlinge dazu?”

“Bis später, auf Wiederhören.”

“Sag mal, Sebastian, was hast Du denn den Floristen empfohlen, Weihnachtssterne haben wir doch gar nicht”, ergründet Tobias, der neue Lehrling.
“Nun, dann schau’ dir doch mal die Samenstände der Stauden im Mutterpflanzenquartier genau an, dann wirst Du es schon herausfinden…”
“Vielleicht noch ein, zwei Tipps?”, verlangt Tobias
Sebastian: “Gut: der wissenschaftliche Pflanzenname leitet sich von einem kretischen Berg ab, wo die Pflanze wohl zuerst beschrieben wurde, aber sie ist auch bei uns heimisch, an trockenen Kalkhängen. Noch mehr?”

“Ja, bitte!”

“Die Pflanze steht z.B. auf der berühmten Liste der Landgüterverordnung von Karl dem Großen und Ludwig dem Frommen, die vorschrieb, welche Pflanzen damals anzubauen waren. Sie wurde also im Mittelalter als Heilpflanze in den Klöstern und Bauerngärten gezogen und enthält u.a. ätherisches Öl, das sie an heißen Tagen auch reichlich verströmt. Und natürlich soll Goethe Experimente mit der Entzündlichkeit dieser ätherischen Öle gemacht haben. Ich übrigens auch, aber das interessiert wieder niemanden! So, genug jetzt, sonst ist es wieder viel zu leicht!”

Welche Staude bildet Samenstände mit kleinen “Weihnachtssternen”?

Die Rätselfrage lautet:

Welche Staude bildet Samenstände mit kleinen "Weihnachtssternen"?

Die Lösungsantwort: