header

August-Preisrätsel (2013)

Es ist bunte Sommerblumenzeit. Auch Genießerzeit: erste Aprikosen, Pflaumen, Äpfel. Und Reisezeit, viele Reisende kommen vorbei, auf dem Parkplatz sind Kennzeichen zu finden, die nicht jeder kennt. Wo ist denn etwa OH? Oder GRZ? Grüß Gott bei uns.

Gärtnermeister Sebastian ist heute zur Mittagszeit alleine im Verkaufsquartier und berät Frau Fröschl, die hier gerne ab und an mit Spezialfragen auftaucht, um danach einen frischen Verbenentee im Cafe zu schlürfen.

„Ja Grüß Gott, Frau Fröschl.“
„Grüß Gott, Herr Sebastian.“
„Kann ich Ihnen denn weiterhelfen? Suchen Sie etwas Bestimmtes?“
„Ja, aber ich weiß nicht so recht was. Meine Mutter liebt so sehr diese gelborange Montbretie: hier auf dem Foto. Und ich würde das Beet gerne neu bepflanzen und suche etwas Passendes dazu.“
„Oh, eine sehr stattliche Montbretie. Was meinen Sie: wir könnten passende Nachbarn in Gelborange suchen oder auch die Farbe im Schlund mit dazunehmen, einen Cremeton, ein helles Gelb.“
„Ja, warum nicht.“
„Kommen Sie doch mal mit.“

„Diese Pflanzen haben schöne schirmartige Blütendolden und mehrere von Ihnen bilden in der Blütezeit eine regelrechte Blütenfläche. Darüber würden dann die Montbretien mit ihren gebogenen Stengeln sehr schön zur Geltung kommen.“
„Klingt gut.“
„Welche Farbe sagt Ihnen denn am meisten zu?“
„Hier das Terracotta vielleicht. Oder dieses Hellcremegelb wäre auch apart.“
„Ja, das wäre sehr harmonisch. Dann empfehle ich Ihnen aber die etwas kleinere Hybride, hier, ca. 60cm hoch, auch eine ausgezeichnete Auslese von Ernst Pagels. Sie ist unkompliziert und sehr standfest, blüht lange attraktiv und verblasst kaum, selbst wenn sie abgeblüht ist.“
„Ich bräuchte Pflanzen für etwa 2 Quadratmeter und dann noch etwas für den Hintergrund, ich dachte an Gräser.“
„Dann nehmen wir von der cremegelben Wiesenpflanze erstmal 12 Stück mit.“
„Ach, Herr Gärtnermeister, noch eine Frage: Wie heißt diese Sorte? Kennen Sie die Person nach der sie benannt ist?“
„Eine Gärtnerin und Landwirtschaftsberaterin, die in Norddeutschland gewirkt hat, so wie der Züchter dieser wirklich gartentauglichen Hybriden. Sie war vor und nach dem zweiten Weltkrieg eine geschätzte Ratgeberin bei Hofumstellungen auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise.“
„Interessant. War sie etwa auch Anthroposophin?“
„Ja. Sie hat auf eine stille und bescheidene Art die Ideen der anthroposophisch ausgerichteten Landwirtschaft vertreten und besaß ein Geschick, diese geistigen Hintergründe verständlich zu erklären. Sie hatte in Ihrem Freundeskreis auch viele Gärtner und Landwirte und tauschte sich regelmäßig auch geisteswissenschaftlich mit Ihnen aus. Ich denke, dass auch Ernst Pagels sie daher kannte.“
„Was Sie erzählen, erinnert mich sehr an Überzeugungen und Charakterzüge meiner Mutter. Wie gut, dass wir auf diese Pflanze gestoßen sind!“

Die gesuchte Asteraceae für sonnige Garten-Standorte passt auch toll zu Margeriten und Färberkamille. Sie hat mit dem Krieg in Troja nur wenig zu tun, außer…
Wie heißt die Ernst-Pagels-Auslese von 1995?

Die Rätselfrage lautet:

Für welche cremegelbe Asteracae begeistert sich Frau Fröschl?

Die Lösungsantwort: